Fed Cup Schweiz - Tschechien

zurück zur Hauptseite         Last updated: 24.02.2017

Fed Cup 2005 - Weltgruppe II - Schweiz-Slowakei,

Fed Cup 2005 - Weltgruppe I/II - Schweiz-Österreich, Fed Cup 2008 - Europa/Afrika-Zone I - Budapest

Fed Cup 2008 - Weltgruppe II/EA - Österreich-Schweiz,

Fed Cup 2009 - Weltgruppe II - Schweiz-Deutschland, Fed Cup 2010 - Europa/Afrika-Zone I - Lissabon

Fed Cup 2011 - Weltgruppe II/EA - Schweiz-Schweden,

Fed Cup 2013 - Weltgruppe II - Schweiz-Belgien, Fed Cup 2015 - Weltgruppe II - Schweden-Schweiz
16.-17. April 2016

Halbfinal der Weltgruppe I im Fed Cup vom 16./17. April 2016 in Luzern (SUI)

In stärkster Besetzung stünde eine ausgeglichene Begegnung bevor. Es mussten beiderseits Absagen hingenommen werden, aber die neue Ausgangslage bleibt ausgeglichen.
Die letzten beiden Fed Cup-Begegnungen - sowohl von der Schweiz als auch von Tschechien - waren phänomenal:

Beim Aufstiegspiel in die Weltgruppe I in Polen ohne Bencic im April 2015 siegte Bacsinszky im Einzel über Agnieszka Radwanska und deren Schwester Urszula. Für das zweite Einzel setzte Captain Günthardt Hingis ein, welche gegen Urszula Radwanska im vierten Spiel kurz vor dem Sieg stand, aber letztendlich in drei Sätzen erschöpft verlor. So fiel Hingis für ihre Paradedisziplin Doppel aus. Gegen das starke Doppel Rosolska/A. Radwanska schafften Bacsinszky/Golubic dennoch mit 9:7 im dritten Satz die Überraschung und somit den Aufstieg!

In der ersten Runde der Weltgruppe I im Februar 2016 in Deutschland brillierte Bencic. Sie gewann in Leipzig gegen die in der Vorwoche gekrönte Australian Open-Siegerin Kerber sowie gegen Petkovic. Bacsinszky hingegen verlor diesmal beide Einzel. Im Doppel holten Hingis/Bencic den entscheidenden dritten Punkt souverän gegen Grönefeld/Petkovic.

Mit Belinda Bencic (WTA 10) fällt die stärkste Spielerin der letzten Begegnung wegen Rückenproblemen kurzfristig aus. Sie ist im Einzel mit Weltranglistenposition 10 die bestklassierte Spielerin und meiner Meinung nach auch im Doppel für Hingis die beste Wahl der zur Verfügung stehenden Spielerinnen. Captain Günthardt verkündete an der Pressekonferenz am Mittwoch: "Wir sind komplett. Wir haben hier drei Einzelspielerinnen und drei Doppelspielerinnen und auf den Court können gleichzeitig ja nur zwei." Ich mag seine Aussage und sie ist korrekt. Wenn, dann hätte er meiner Meinung nach Amra Sadikovic (WTA 168) nachnominieren können, die einen Lauf hat und immer gute Stimmung in eine Mannschaft bringt. Sie spielte diese Woche aber in Bogota in Kolumbien und ist damit keine Option. Spielfrei wäre Stefanie Vögele (WTA 116), die aber weiter auf der Suche nach ihrem Spiel ist und somit spielerisch und mental keine Verstärkung für das Team darstellen würde.

  • Timea Bacsinszky muss zwei Siege im Einzel einfahren, da von Viktorija Golubic für einen Punkt trotz Formstärke eine grosse Überraschung nötig wäre.
  • Von der Weltranglistenersten Martina Hingis als Anführerin im Doppel wird der dritte Punkt erhofft.

 

Schweiz:
Timea Bacsinszky
Viktorija Golubic
Martina Hingis
Einzel
17
129
-
Doppel
235
120
1
Belinda Bencic, Viktorija Golubic, Timea Bacsinszky, Martina Hingis 

Tschechien gewann im November 2015 gegen Russland den vierten Titel in fünf Jahren! Dabei hatten Kvitova und Karolina Pliskova ihre Einzel gegen Sharapova verloren. Dafür schlugen beide Pavlyuchenkova. Im entscheidenden Doppel setzten sich Strycova/Ka. Pliskova in drei Sätzen gegen Vesnina/Pavlyuchenkova durch. Den Russinnen wurde zum Verhängnis, dass Sharapova kein Doppel spielen kann beziehungsweise dies auf WTA-Ebene in den letzten zehn Jahren nur ein einziges Mal getan hatte.

In die schwere Aufgabe in der ersten Runde der Weltgruppe I im Februar 2016 in Rumänien starteten die Tschechinnen dank dem Sieg von Ka. Pliskova über Halep überraschend stark. Kvitova verlor allerdings gegen Niculescu und Halep und somit fanden sich die Titelverteidigerinnen wie gegen Russland mit 1:2 im Rückstand. Pliskova bezwang Niculescu und im Doppel erspielte an der Seite von Strycova gegen Olaru/Mitu gleich noch den entscheidenden Punkt.

Nicht nominiert wurden in gegenseitiger Absprache Petra Kvitova (WTA 7) und Lucie Safarova (WTA 15). Bei einer Safarova ausser Form verstehe ich das. Bei Kvitova weniger. Beide Spielerinnen werden in der Folgewoche in Stuttgart auf Sand antreten. Dank der Bencic-Absage ist Tschechien aber wieder voll im Rennen um den Finaleinzug.

  • Gegen Golubic werden zwei Siege im Einzel erwartet. Gegen eine Bacsinszky hat die tschechische Nummer 1 Pliskova eine 0:2-Bilanz, die Nummer 2 Strycova eine 3:0-Bilanz.
  • Im Doppel haben Strycova/Pliskova Siegeserfahrungen und Selbstvertrauen in wichtigen Fed Cup-Spielen gesammelt. In die Mannschaft berufen wurde aufgrund der frei gewordenen Plätze auch die zweifache Grand Slam-Siegerin im Doppel Hradecka. Ihre Standardpartnerin Hlavackova erhielt jedoch kein Aufgebot.

 

Tschechien:
Karolina Pliskova
Barbora Strycova
Denisa Allertova

Lucie Hradecka
Einzel
18
33
61
112
Doppel
24
33
353
10
 
 Fed Cup Schweiz - Tschechien
 Spieltag  Spielstand  Spiel 1  Spiel 2  Spiel 3
 Samstag
 .
 1:1
 .
 Timea Bacsinszky - Barbora Strycova
 0:6 2:6
 Viktorija Golubic - Karolina Pliskova
 3:6 6:4 6:4
 
 Sonntag
 .
 2:3
 .
 Timea Bacsinszky - Karolina Pliskova
 4:6 2:6
 Viktorija Golubic  - Barbora Strycova
 3:6 7:6 6:1
 Hingis/Golubic - Hradecka/Pliskova
 2:6 2:6

 


Schweiz - Tschechien

Timea Bacsinszky
0:1  
Timea Bacsinszky (WTA 17) - Barbora Strycova (WTA 33)   0:6 2:6
Auf Bacsinszky lag als Miami-Halbfinalistin der Druck ihre beiden Einzel gewinnen zu müssen. Kam hinzu, dass sie im Direktduell gegen Strycova mit 0:3 zurücklag ohne je einen Satz gewonnen zu haben. Die Lausannerin spielte schwach ohne Länge in ihren Schlägen. Ihre Grundlinienschläge waren zu kurz und wenn sie einen Stoppball versuchte, so geriet dieser zu lang. Strycova hingegen präsentierte sich hellwach mit guter Beinarbeit und spielerischer Klasse. Bacsinszkys Schwäche ist die Vorhand und diese stellte an diesem Wochenende ein zu grosses Manko dar. Die Schweizerinnen wählten einen langsamen Platz und langsame Bälle, was ihnen vor allem gegen Pliskova entgegenkommen würde. Für Bacsinszky war es in der Auftaktpartie allerdings so, dass sie unter den langsamen Bedingungen nicht mehr in der Lage war um Winner zu schlagen.
Das 0:6 im ersten Satz machte es atmosphärisch schwierig für das Heimpublikum und die Heimmannschaft. Die wenigen Games von Bacsinszky im zweiten Satz zeigten dann, dass ein Sieg immer noch möglich gewesen wäre. Es kam gar nicht auf Servicegames oder Breaks oder Spielstände an, sondern einfach ob Bacsinszky in ihr Spiel findet und dann wäre jederzeit alles drin gelegen. Die 26-jährige bestätigte im anschliessenden Interview, dass sie schlecht gespielt habe und es sehr enttäuschend sei.

Viktorija Golubic, Karolina PliskovaViktorija Golubic
1:1   Viktorija Golubic (WTA 129) - Karolina Pliskova (WTA 18)   3:6 6:4 6:4
Bis weit in den zweiten Satz deutete Nichts auf eine Überraschung hin. Vielmehr nahm das Spiel Züge von "gut gespielt, trotzdem verloren" an für die Aussenseiterin Golubic. Denn im zweiten Satz musste sie das Break zum 2:4 hinnehmen. Doch im nächsten Game gelang ihr endlich das erste Break und danach startete sie durch. Unzählige Breakchancen sah sie zuvor abgewehrt, da Pliskova von der Vorteilseite mit dem Service nach aussen viele Chancen zu Nichte macht. Die 24-jährige Tschechin verfügt diesbezüglich über eine starke Waffe und das lässt sie auch ruhig bleiben. Aber das Spiel gestaltete sich mühsam für Pliskova, da sie wegen den langsamen Bedingungen längere Ballwechsel spielen muss als sie gerne möchte. Sie wirkt immer relativ schwerfällig. Die ersten beiden Stoppbälle von Golubic waren schockierend, da Pliskova gar nicht reagierte. Die nächsten drei Stoppbälle erreichte sie zwar, aber punktete nicht. Die letzten zwei Stoppbälle der Schweizerin waren nicht gut gespielt und so konnte Pliskova endlich auf einen Stoppball punkten.
Im dritten Satz ging Golubic mit dem Break 2:1 in Führung, aber Weg war noch zu lang um die veränderte Drucksituation auszuhalten. Denn jetzt lag die 23-jährige Aussenseiterin vorne und hätte noch vier eigene Aufschlagspiele halten müssen. Sie musste gleich im nächsten Spiel das Re-Break hinnehmen, bekam aber nochmals eine Chance und legte erneut das Break vor, diesmal zum 3:2. Nun klappte es mit dem Halten des Aufschlags, denn aus solchen Situationen lernt man und kann die schlechte Erfahrung schnell abhaken und überwinden.


Luzern

Egal was am zweiten Tag noch passieren würde, es war bereits ein gelungenes Wochenende in Luzern. Ich lernte Reto aus Oberbüren und Christoph aus Luzern kennen, die sich im Rabble-Tippspiel einen Namen als Tenniskenner gemacht haben. Am Sonntag hatte ich Geburtstag und per Zufall wurde unser Hotelzimmer auf eine Junior Suite umgebucht (Bild 4).


Luzern

Ich war schon an vielen Orten am Fed Cup und Davis Cup. Aber Luzern ist aus touristischer Sicht natürlich grosses Tennis.


Luzern Halbmarathon in 15 Kilometern

An meinem Geburtstag konnte ich Stefan überzeugen die Strecke des Swiss City Marathons abzulaufen. Glücklicherweise handelt es sich dabei um eine Halbmarathonrunde. Da unser Hotel auf der Strecke lag, rannten wir letztendlich bei Wetterglück einen angenehmen Happen von 15 Kilometern. Der Halbmarathon in Luzern findet jeweils Ende Oktober statt und steht meistens in meinem Jahresprogramm.

Petr Pala, Karolina Pliskova, Barbora Strycova, Denisa Allertova, Lucie HradeckaTimea Bacsinszky, Karolina PliskovaKarolina Pliskova, Petr PalaTimea Bacsinszky
1:2   Timea Bacsinszky (WTA 17) - Karolina Pliskova (WTA 18)   4:6 2:6
Nach dem Überraschungssieg von Golubic am Samstag sah die Welt für Bacsinszky vor ihrem Spiel am Sonntag schon wieder ganz anders aus. Im Head-to-Head gegen Pliskova wies sie zudem eine 2:0-Siegesbilanz auf. Das Aufeinandertreffen der Nummern 1 beider Mannschaften war gleichzeitig aber auch das Duell der Verliererinnen von gestern. Das Publikum und die Emotionen waren bereits von Beginn an vielversprechend. Bacsinszky startete gut, konnte aber das Break zum 3:1 und 4:2 trotz guter Möglichkeiten nicht realisieren. Ab diesem Zeitpunkt war nun zu erkennen, dass Pliskova in die Wohlfühlzone kam mit einer Gegnerin, die bei den Chancen nicht zupackte. So war es die Tschechin, der bei 4:4 das erste Break gelang und ab diesem Zeitpunkt zog sie davon. Bacsinszky fiel in das gestrige Muster zurück.
Es handelte sich um ein Spiel zweier Top 20-Spielerinnen, die beide im letzten Jahr erstmals die Top 10 geknackt hatten. An diesen Fakten gemessen war das Spiel enttäuschend. Für Bacsinszky dürfte ein baldiges Abhaken dieses Fed Cup-Wochenendes möglich sein, da sie ab Morgen auf Sand spielen wird, womit ihr liebster Saisonteil beginnt. Interviews nach harten Niederlagen sind nie einfach. Das Schweizer Fernsehen führte dennoch ein Platzinterview mit Timea und als sie auf französisch erklärte, dass es "très dur" sei, wenn man vor heimischem Publikum seine Leistung nicht abrufen kann, kam sie ins Weinen. Vielen Dank Schweizer Fernsehen... Bacsinszky hat in diesem Jahr übrigens alle vier Fed Cup-Matches verloren.

Viktorija Golubic, Barbora StrycovaBarbora StrycovaViktorija GolubicBelinda Bencic, Viktorija Golubic, Timea Bacsinszky
2
:2  
Viktorija Golubic (WTA 129) - Barbora Strycova (WTA 33)   3:6 7:6 6:1
Sie hat es erneut gemacht!! Den ersten Satz verlor Golubic erneut. Im zweiten Satz folgte die Wende in letzter Sekunde, als die Schweizerin im Tie-Break etwas Schützenhilfe von ihrer Gegnerin benötigte und auch erhielt. Im dritten Satz war die Zürcherin im Tunnel und zog ihr Spiel unbeirrt durch.
Auf WTA-Niveau hat Golubic noch nie zwei Matches in Folge gewonnen und in Luzern schlägt sie innert zwei Tagen gleich die Nummer 18 und 33 der Weltrangliste! Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich das Spiel von Strycova komplett von demjenigen von Pliskova unterscheidet. Gegen Pliskova kann man das Tempo mitnehmen. Gegen Strycova hingegen muss man sehr viel selber machen. Strycova war unglaublich stark bei Netzangriffen und pflückte alle zumeist hohen Volleys und verwertete diese.
Wie sagte die sympathische Viki doch im Siegerinterview: "Jetzt müend mir ois zersch mal chli beruhige. Es staht ersch 2:2."
Der Fed Cup ist immer ein tolle Sache und ich bin ein absoluter Fed Cup-Liebhaber. Die Austragung im April 2016 in Luzern ist eine der sehr stimmungsvollen und aufregenden Fed Cup-Episoden. Im Fed Cup gab es in der Schweiz seit 18 Jahren nicht mehr annähernd eine solche Stimmung.

Viktorija Golubic, Timea BacsinszkyViktorija Golubic, Martina HingisKarolina Pliskova, Lucie HradeckaMartina Hingis, Viktorija GolubicTimea BacsinszkyMartina HingisViktorija Golubic, Martina HingisViktorija GolubicBelinda Bencic, Viktorija Golubic, Timea Bacsinszky, Martina Hingis
2:3   Martina Hingis/Viktorija Golubic (WTA Doppel 1/120) - Lucie Hradecka/Karolina Pliskova (WTA Doppel 10/24)   2:6 2:6
Welche Spielerin auch immer neben Hingis aufgestellt worden wäre, es wäre die richtige Entscheidung gewesen. An so einem verrückten Wochenende muss man auf die Umstände eingehen. Als Captain hat Heinz Günthardt in dieser Situation die Aufgabe bei Golubic nachzufragen, ob sie für das in dreissig Minuten stattfindende Doppel fit und bereit sei. Wenn sie ja sagt, dann muss er sie aufstellen. Wenn Zweifel bestehen, dann kann er trotzdem eine Bacsinszky bringen. Allerdings schiessen sich die Gegnerinnen in so einem Entscheidungsspiel auf die nicht-Doppelspielerin ein. Das heisst Golubic oder Bacsinszky muss diesem Druck mit Selbstvertrauen und Klasse entgegnen. Die Aufstellung Hingis/Golubic und auch Hradecka/Pliskova (und nicht die gerade besiegte Strycova) waren für mich die logische Folgerung und somit der Höhepunkt des Wochenendes. Alle vier zuvor ausgetragenen Matches waren anders ausgegangen als ich es erwartet hatte. Und auch das fünfte Match ging unerwartet aus, zumindest in der Deutlichkeit. Ich hatte ein ausgeglichenes Spiel erwartet, doch das Powerhouse Tschechien bombte sich unter der Aggressivität der äussert gut aufgelegten Hradecka zum Sieg. Es war das erste Spiel, bei dem die langsamen Bedingungen den Gegnerinnen in die Karten spielten. Denn die Tschechinnen haben so viel Schmackes in ihren Schlägen, dass sie trotzdem Winner schlagen und dominieren konnten. Der Effort der Schweizerinnen hingegen verpuffte etwas. Golubic machte ihre Sache gut. Ihr einziger Fehler war, dass sie zu oft versuchte ihre Gegnerinnen longline zu passieren, was nicht klappte.
Tschechien verfügt nicht nur über vier starke Einzelspielerinnen, sondern auch über vier starke Doppelspielerinnen. Anders ist die tschechische Dominanz im Fed Cup in den letzten Jahren nicht zu erklären. Die Siegerinnen der letzten beiden Jahren haben sich in Luzern nicht düpieren lassen.

Belinda Bencic, Martina HingisBelinda BencicBelinda Bencic

Belinda Bencic

Trotzdem Bencic anfangs Woche verletzungsbedingt aus der Aufstellung gestrichen wurde, gehörte sie erfreulicherweise zur Mannschaft und war in Luzern mit dabei. Natürlich hatte sie auch Sponsorentermine zu erfüllen, aber im Vordergrund stand sicherlich das Team. Durch die "Entnominierung" Bencics fehlte bei der Eröffnungszeremonie eine Spielerin und somit hatten die Schweizerinnen einen Wimpel zu wenig für den Austausch mit den Tschechinnen. Der wurde sicherlich nachgeliefert. Dahinter steckten aber gute Gründe von Captain Günthardt. Er hätte Bencic durchaus im Team belassen können um die Tschechinnen im Ungewissen zu lassen, ob Bencic doch noch zu einem Einsatz kommen würde. Doch er wollte Belinda und das restliche Team schützen, denn in den Medien wäre die Frage nach Bencics möglichem Einsatz andauernd gestellt worden. Dadurch gab er Viki auch mehr Selbstvertrauen, denn er nominierte keine vierte Spielerin nach.
Eine sehr gute Voraussetzung für die Schweizer Fed Cup-Ambitionen in den kommenden Jahren bildet folgende Situation: Belinda möchte mit Martina den Fed Cup gewinnen. Denn diesen Titel hat die 35-jährige Hingis noch nicht gewonnen und die 19-jährige Bencic natürlich auch nicht. Durch das Training bei Hingis' Mutter Melanie Molitor haben die beiden eine sehr enge Beziehung. Auch Bacsinszky ist eine leidenschaftliche Fed Cup-Spielerin und immer mit dabei. Die weiteren Spielerinnen sowieso. Die Schweiz dürfte also bis auf weiteres in Bestbesetzung antreten können.

 

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