Porsche Tennis Grand Prix 2018, Stuttgart

zurück zur Hauptseite         Last updated: 03.06.2018

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28.-29. April 2018


Porsche Tennis Grand Prix, Stuttgart
In den letzten vier Jahren hatte ich das Turnier jeweils am Freitag oder Samstag besucht. In diesem Jahr entschied ich mich für den Donnerstag. Das Programm fokussiert sich damit nicht komplett auf die hochkarätigen Spiele, sondern es bleibt ein wenig mehr Zeit um links und rechts zu schauen. Die grossen Duelle der bestklassierten Spielerinnen bleiben dafür aus. Die zweite Runde ist eher noch die Phase der Turnierüberraschungen und wo ich mich als Zuschauer etwas mehr "ausleben" kann.
Der Cut der 21 direkt ins Hauptfeld aufgenommen Spielerinnen lag mit Rang 36 im guten Mittel der letzten Austragungen. Ausser der Weltranglistenersten Serena Williams (schwanger, ohnehin nie in Stuttgart) und der zehntplatzierten Keys (kein Fokus auf einer frühzeitigen Anreise nach Europa) waren alle Top 10-Spielerinnen gemeldet. Cibulkova zog kurzfristig mit einer Handverletzung zurück. Ein grosses Thema war die Rückkehr Sharapovas nach ihrer Dopingsperre dank einer Wild Card des Veranstalters. In den letzten sieben Jahren hat entweder eine Deutsche (Görges, Kerber 2x, Siegemund) oder Sharapova (3x) das Turnier gewonnen.
Auch 2017 gewann Stuttgart den WTA Award als bestes Turnier der Premier-Kategorie. Von 2005 bis 2013 hiess der Sieger entweder Stuttgart (5x) oder Indian Wells (4x). Seit 2014 gibt es neue Kategorien und so gewann Indian Wells die letzten vier Jahre durchwegs den WTA Award für das beste "Premier Mandatory"-Turnier und Stuttgart die letzten vier Jahre durchwegs den WTA Award für das beste "Premier"-Turnier.

Coco Vandeweghe, Karolina PliskovaCoco Vandeweghe, Karolina PliskovaCoco Vandeweghe, Karolina PliskovaKarolina PliskovaKarolina Pliskova
Karolina Pliskova (WTA 6) - Coco Vandeweghe (WTA 16)   7:6 6:4
Es ist die faszinierende Mischung zwischen tollen Hebeln und Schwerfälligkeit, die das Zuschauen bei Pliskova zu einer Achterbahnfahrt macht. Die US Open-Finalistin ist bereits auf Weltranglistenposition drei geklettert. Vor ihr stehen nur noch eine Schwangere (Williams) und Eine, die momentan nichts trifft (Kerber). Dennoch muss man die 25-jährige Pliskova immer noch als Rohdiamant bezeichnen.
Das Match gegen Vandeweghe war bis zum 6:5 im ersten Satz eine Fehlerorgie beiderseits. Die US-Amerikanerin hatte sich bereits am Vortag gegen Ostapenko mit 7:6 7:6 durchgesetzt und sich auf ihren Aufschlag verlassen müssen, der ihr neun Asse einbrachte. Die 25-jährige New Yorkerin Vandeweghe ist für mich noch zu flatterhaft. Gegen aussen gibt sie sich sehr cool, gegen innen ist sie aber noch nicht gefestigt genug. Mit erfolgreichen Basketballern und einer Miss America im Stammbaum ist es eine Herausforderung seine eigenen Fussstapfen zu hinterlassen. Positiv fand ich dass die beiden Spielerinnen untereinander knappe Bälle nachfragten und bestätigten. Ausgehend von Vandeweghe taten sie dies. Es braucht doch nicht immer den Schiedsrichter um Entscheidungen zu treffen und gemeinhin nehmen Spieler/innen Schiedsrichterfehler zu ihren Gunsten in Kauf ohne etwas zu sagen.
Auch im heutigen Spiel boten die Aufschläge die einfachsten Punktegewinne bei beiden Spielerinnen. Zwölf bei Vandeweghe und sieben bei Pliskova. Die Tschechin hält übrigens den Rekord für die meisten Asse in einer Saison mit 530 im Jahr 2016 sowie den Rekord für die meisten Asse in einem Spiel mit 31 an den Australian Open 2016 bei der Niederlage gegen Puig. Bei 6:5 rief Pliskova ihren Trainer auf den Platz und der schaffte es irgendwie sie zu aktivieren und sie bewegte sich danach viel besser, strahlte mehr Präsenz aus und senkte ihre Fehlerquote.

Plischi viel fitter als früher. Kein Problem mehr dass sie nicht auf Bälle geht. Gegen Vandeweghe zwar öfter mit deren Vorhand erwischt, meistens auf eigene Vorhand. Aber zu recht auch einen Coach gewählt damit sie mehr als nur 1-2 Punkte spielen kann pro Ballwechsel. Trotzdem viele Asse gegen Vandeweghe, 11:4. Plischi serviert unglaublich viel auf die Linie. Nicht einfach nahe an die Linie sondern exakt drauf.
Erstes Game breakt Vandeweghe. Hatte zu recht Rückschlag gewählt. Am Vortag hatte Pliskova gegen Kontaveit noch Rückschlag gewählt trotz ihrer Aufschlagswucht. Aber sie will auch zuerst etwas ins Spiel kommen bevor sie erstmals serviert. Zum 2:2 konnte sie überraschend schnell zurück breaken.
Tie-Break 0:2 zu 7:2! Zweiter Satz von 1:2 zu 5:2, 5:4 und dann ausserviert. Gleiches Resultat 7:2 und 6:4 wie letztes Jahr, aber unglaublich besseres Spiel! Beide Spielerinnen deutlich stabiler und stärker. Ausserdem Final und brennend erwartet von uns. Vor allem da Plischi 11x bzw. 10x gesehen und Harry vor Coco an der Kaffeemaschine angestanden beim Frühstück.

Plischi ist 26 und hat keinen Führerschein.

Karolina Pliskova
Plischi Training Sonntag gleicher Einspielpartner wie am Samstag. Dort hatte sie noch gefragt "are you here tomorrow?"
Siegerehrung stark Gesung skyfull of stars.
Siegerehrung Plischi holt ihr Team für Fotos, sympathisch.
kein Autogramm geholt, kein Foto und keine angequatscht, das ganze Wochenende über!

Karolina PliskovaKarolina Pliskova, Anett KontaveitAnett KontaveitAnett KontaveitAnett KontaveitAnett KontaveitKarolina PliskovaKarolina Pliskova, Anett Kontaveit
Karolina Pliskova (WTA 6) - Anett Kontaveit (WTA 31)   6:4 6:2
.Am Vortag Kontaveit-Pavlyuchenkova in 2h 55min gewonnen und Pliskova-Ostapenko in 2h 18min nach Mitternacht beendet. Heute 18:30 Uhr-Match. Bestes Match des Wochenendes von den Ballwechseln her. Ab super Punkt von Kontaveit zum 4:3 das Aufschlagspiel gehalten war ihr Akku leer. Beim ersten Aufschlag pro Game wendet Pliskova den kurzen nach aussen sehr oft an. Gegen Vandeweghe tags darauf diese Variante nicht mehr weil sie wohl zu viel Angst vor deren Vorhand hätte auf einen langsameren und kürzeren Ball wenn die US-Amerikanerin dran ist.
Plischi Training Samstag Fila-Shirt vorne AceQueen und hinten ihre Unterschrift aufgedruckt.

Coco VandewegheCoco VandewegheCaroline GarciaCaroline GarciaCaroline GarciaCoco Vandeweghe
Coco Vandeweghe (WTA 16) - Caroline Garcia (WTA 7)   6:4 6:2
.Kein ansehnliches Spiel. Ähnlich wie Plischi-Vande letztes Jahr. Etwas längere Punkte, aber doch abgehakt. Meistens aber doch kurz. Vandeweghe ab Ende erstem Satz sehr stark. Erste Games verpasst. Auch Matches zuvor in Woche sehr klar durchgesetzt.


Anna-Lena Grönefeld/Raquel Atawo (WTA Doppel 20/39) - Kveta Peschke/Nicole Melichar (WTA Doppel 22/38)   6:4 6:7 10-5
.1h 44min
Müssen zusammen einspielen aus zeitlichen Gründen und beide wollen auf den Centre Court. "Normal".Einspielen Doppel klare Unterschiede zu Einspielen Pliskova. Zu viele Grundlinienschläge waren Fehler.

Raquel AtawoRaquel Atawo, Anna-Lena GrönefeldMaria Jose Martinez Sanchez, Andreja KlepacAndreja Klepac
Anna-Lena Grönefeld/Raquel Atawo (WTA Doppel 20/39) - Maria Jose Martinez Sanchez/Andreja Klepac (WTA Doppel 17/17)   7:5 6:3
.Einzige Deutsche am Finalwochenende. Gingen und sahen Plischi vor Lift.
Atawo Siegerin im Vorjahr mit Ostapenko.
Grönefeld bis letztes Jahr noch mit Peschke zusammen, diesmal im Final gegeneinander.

Kveta Peschke, Nicole MelicharNicole Melichar, Kveta PeschkeVeronika Kudermetova, Lidziya MarozavaVeronika Kudermetova, Lidziya MarozavaVeronika Kudermetova, Lidziya MarozavaLidziya Marozava, Veronika KudermetovaNicole Melichar
Kveta Peschke/Nicole Melichar (WTA Doppel 22/38) - Veronica Kudermetova/Lidziya Marozava (WTA Doppel 60/63)   6:3 7:5
.Fehlerhaft, aber doch interessant. Bei Eröffnung des Tages drückt man noch etwas die Augen zu vom Niveau her. Am Abend geht man dann einfach nach Hause wenn es nicht mehr passt.
Aussenseiterinnen waren engagiert dabei. Von 3:0 zu 3:6 und von 5:2 zu 5:7 überfahren zu werden ist dann aber doch sehr schwach. Vor allem dass Kudermetova bei 5:6 schon weint und lätscht isch ganz schlecht.
Peschke freute sich sehr über den Sieg, besondere Statistik oder ähnliches erreicht?

 

 Einzel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Coco Vandeweghe (W) -
 Sloane Stephens (7)
 6:1 6:0
 Coco Vandeweghe (W) -
 Laura Siegemund (W)
 6:4 4:6 6:3
 Coco Vandeweghe (W) -
 Simona Halep (1)
 6:4 6:1
 Coco Vandeweghe (W) -
 Caroline Garcia (6)
 6:4 6:2
 Karolina Pliskova (5) -
 Coco Vandeweghe (W)
 7:6 6:4
 Caroline Garcia (6) -
 Maria Sharapova (W)
 3:6 7:6 6:4
 Caroline Garcia (6) -
 Marta Kostyuk (Q)
 6:1 3:6 7:5
 Caroline Garcia (6) -
 Elina Svitolina (3)
 6:7 6:4 6:2
 Karolina Pliskova (5) -
 Kiki Bertens
 6:2 6:2
 Karolina Pliskova (5) -
 Veronika Kudermetova (Q)
 7:6 6:3
 Karolina Pliskova (5) -
 Jelena Ostapenko (4)
 5:7 7:5 6:4
 Karolina Pliskova (5) -
 Anett Kontaveit
 6:4 6:2
 Anett Kontaveit -
 Kristina Mladenovic
 5:7 7:6 7:6
 Anett Kontaveit -
 Angelique Kerber
 6:0 2:0 ret.
 Anett Kontaveit -
 Anastasia Pavlyuchenkova
 7:5 6:7 6:4

 

 Doppel
 1. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Final
 Martinez Sanchez/Klepac (1) -
 N. Kichenok/An. Rodionova
 3:6 6:2 10-3
 Martinez Sanchez/Klepac (1) -
 Mattek-Sands/Vandeweghe
 6:2 6:2
 Grönefeld/Atawo (4) -
 Martinez Sanchez/Klepac (1)
 7:5 6:3
 Grönefeld/Atawo (4) -
 Peschke/Melichar
 6:4 6:7 10-5
 Grönefeld/Atawo (4) -
 L. Kichenok/Adamczak
 7:6 3:6 10-1
 Grönefeld/Atawo (4) -
 Ostapenko/Savchuk
 6:1 7:6
 Kudermetova/Marozava -
 Buzarnescu/Cornet
 1:6 7:5 10-4
 Kudermetova/Marozava -
 Bertens/Schuurs (3)
 6:1 7:5
 Peschke/Melichar -
 Kudermetova/Marozava
 6:3 7:5
 Peschke/Melichar -
 Sestini Hlavackova/Kudryavtseva (2)
 7:6 3:6 11-9
 Peschke/Melichar -
 Spears/Rosolska
 6:4 6:4

 

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