WTA Acapulco 2019

zurück zur Übersicht         Last updated: 01.05.2019

Persönliche Einblicke ins Damen Doppel - Krawczyk/Olmos, Voracova/Lister, Zheng/Azarenka, Conny Perrin

Desirae Krawczyk, Giuliana Olmos
Desirae Krawczyk/Giuliana Olmos (WTA Doppel 50/78) - Kaitlyn Christian/Ysaline Bonaventure (WTA Doppel 38/172)   6:2 6:3
Mit der Rückhand cross kann sie einen richtigen Strich schlagen. Deshalb spielt die Linkshänderin Krawczyk beim Return auch auf der Einstandseite. Beim Service und am Netz und in der Taktik war sie sehr stabil und selbstbewusst. Es scheint als ob sie seit Gstaad im letzten Jahr nochmals eine Entwicklung gemacht hat. Oder es ist der Hartplatz anstelle des Sandbelags der etwas mehr Tempo zulässt. Es lief jedenfalls sehr gut für Krawczyk mit ihrer Partnerin Olmos, mit der sie den Grossteil des Jahres 2017 sowie die erste Hälfte des Jahres 2018 bestritten hatte. Die 25-jährige US-Amerikanerin ist ja erst seit Sommer 2016 - seit sie das College abgeschlossen hat - als Profi unterwegs.
Ich war davon ausgegangen, dass das mexikanische Publikum das Doppel zahlreich unterstützen und es für mich sehr schwierig würde mit Desirae kurz zu schwatzen und mich das erste Mal seit dem sensationellen Turniersieg von Gstaad zu zeigen. Doch der Spielplan wollte es dass im Stadion zur gleichen Zeit Nadal auf Kyrgios traf. So waren nur wenige Zuschauer auf Platz 3 und die Leistungen des Teams auf dem Platz und von mir auf der Tribüne beim Anfeuern waren stark und hoben sich im besten Fall gegenseitig an. Da ich in der Nähe der Spielbank sass, ging ich nach dem Match zu Des und rief ihr kurz und sagte ihr dass ich der aus Gstaad bin. Mit einem "what's up, man!" strecke sie mir ihre rechte Hand für ein High Five hoch. Erst fragte sie wie es sich für eine richtige Teamspielerin gehört, ob ich gestern auch Alexa - mit der sie in Gstaad gespielt hatte - gesehen hätte. Dann fragte sie ob ich nächste Woche auch in Indian Wells sein würde. Sie könne zum ersten Mal dort spielen und sie hätte Eintrittskarten falls ich welche benötige. Ich musste leider verneinen, sagte ihr aber dass der Bob aus Palm Springs dort sein wird und dass ich dafür sorgen werde dass er kommen wird und sie anfeuert. Sie ist ja aus Rancho Mirage, was genau zwischen Palm Springs und Indian Wells liegt, alles innerhalb von einigen Meilen. Dann kamen wir noch darauf zu sprechen dass das Turnier in Gstaad nicht mehr existiert und dieses Jahr in Lausanne ausgetragen wird. Ich machte noch etwas Schweizerische Landschaftskunde mit ihr auf die Frage ob das Lugano sei und erklärte ihr dass Lugano nicht Lausanne ist. Ich sei dieses Jahr ohnehin in Palermo in der Folgewoche meldete ich schon mal an. Danach ging es natürlich auch für mich zu Nadal und Kyrgios.

Laura PigossiLaura PigossiLaura Pigossi
Desirae Krawczyk/Giuliana Olmos (WTA Doppel 50/78) - Yafan Wang/Laura Pigossi (WTA Doppel 85/167)   6:3 6:0
Desirae pushte etwas zu stark zu Beginn und beginn Fehler. Da war wohl eine gewisse Übermotivation da sie einerseits bei den Gegnerinnen die ausgemachte Schwachstelle Pigossi attackieren wollte und andererseits mögen mit meinem Erscheinen die Hoffnungen angestiegen sein. Gleich ihren ersten Return zog sie auf Pigossi am Netz ab, doch die Brasilianerin parierte und punktete. Auch gerieten einige Bälle zu lang. Bei 4:3 gelang dann aber das erste Break der Begegnung gegen die besagte Pigossi. Ab diesem Zeitpunkt gingen die Fehler bei Krawczyk/Olmos zurück und Wang baute ab. Nicht körperlich, aber mental. Denn nach ihrem gewonnenen Einzel zuvor schien hier die Hoffnung auf einen Erfolg mehr und mehr zu schwinden.
Alle Ansagen zu den Spielzügen machte Krawczyk gegenüber ihrer mexikanischen Partnerin. Das mexikanische Publikum war wiederum nicht sehr zahlreich erschienen. Keine fünfzig Personen dürften es gewesen sein. Ich versuche einmal im ersten Satz ein "Mexico! Mexico! Mexico!" anzureissen mit mittlerem Erfolg. Viele klatschten mit aber nur einer oder zwei riefen mit. Das dürfte sich morgen im Halbfinal auf dem Grandstand ändern.
Beim Rausgehen nach dem Match kam Des kurz bei mir vorbei und nannte mich ihren "lucky charm". Mit dem Glücksbringer hat sie natürlich recht, denn sie blieb in nun sechs Matches mit mir auf der Tribüne ungeschlagen und ihre Karrierebilanz auf der WTA stand vor Acapulco bei 75:52. Da ist ein 6:0 ziemlich stark. Ich musste ihr dann aber schon mal beichten, dass falls Lister im nächsten Match gewinnen würde, es morgen etwas schwierig wird wenn die Beiden aufeinandertreffen würden.


Renata Voracova/Cornelia Lister (WTA Doppel 84/112) - Tatjana Maria/Christina McHale (WTA Doppel 81/133)   6:4 6:4
Bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier in Andrezieux-Boutheon in Frankreich hatten Voracova und Lister das Turnier der 60'000$-Kategorie der ITF gewonnen. Und auch hier schien die Kombination sehr gut zu funktionieren. Diesmal aufgrund weniger Wind die schwedische Flagge in voller Grösse auf der Tribüne installiert, gesellten sich auch Voracovas Coach und Listers Kollegin Conny Perrin zu mir sowie ein mexikanisches Paar dass Cornelia kannte.
Mit dem Auftaktbreak gegen McHale starteten die 35-jährige Tschechin und die 24-jährige Schwedin gut ins Match. Er bei 4:3 und Aufschlag Voracova mussten sie das Gegenbreak zulassen. Ein umgehender Konter gegen den Aufschlag von McHale brachte die erneute Führung und den anschliessenden Satzgewinn.
Anfangs zweitem Satz stiess mir Desirae Krawczyk ins Auge, die zur Spielbeobachtung gekommen war. Kurzum verliess ich meinen Platz bei Flaggan und dem Team und ging beim Stand von 1:1 die knapp zehn Meter zu ihr rüber und setzte mich neben Des. Das Gespräch lief vom ersten Moment an durchwegs fliessend und auf dem Platz erhöhten Voracova und Lister auch durchwegs fliessend auf 5:1 was ich am Rande mitbekam. Ich bin jetzt schon fünfzehn Jahre lang mit dieser Tennisleidenschaft unterwegs, aber ein Gespräch länger als zehn Minuten mit einem Tennisprofi hatte ich noch nie. Der bisherige Rekord lag bisher wohl bei Eric Butorac in Miami 2013 als er nach dem Training in Miami mit mir plauderte über die ATP Spielervereinigung wo er Vizepräsident war und Roger Federer Präsident und vieles mehr. Ich sagte ihr dass sie - obwohl ich natürlich wisse dass sie dort das Turnier gewonnen habe - sich in den letzten Monaten verbessert habe. Sie meinte ja, vor allem was die Fitness betrifft. Ich fand, dass sie ihre Volleys am Netz jetzt tötet und das in Gstaad noch nicht konnte. Jetzt sieht es bei beiden, Krawczyk und Olmos, ähnlich wie bei den Bryans aus wenn sie die Bälle mit steilen kurzen Winkel nach aussen abvollieren. Ausserdem lobte ihre Rückhand cross und sie sagte sie liebe ihre Rückhand cross. Ich musste dann ergänzen dass ich auch Linkshänder sei und meine Rückhand cross auch von vielen als mein bester Schlag bezeichnet wird. Also habe ich mich mit ihr zum Tennis spielen verabredet irgendwann und irgendwo auf dieser Welt. Ich sehe schon das Rückhand cross Duell... Nur damit das noch angemerkt ist: ihr Freund ist Tennistrainer beim einem US-Collegeteam. Für die Spieler ist es deren Beruf. Für mich sind es meine Ferien.
Weil Krawczyk ihr Doppel sehr taktisch und aktiv am Netz spielt, wird sie bei den meisten Doppeln analysieren, dass sich diese am Netz nicht bewegen. So fiel ihre Analyse sowohl bei Voracova/Lister als auch bei Maria/McHale aus. Im letzten Jahr hatte Maria das Turnier in Acapulco zusammen mit Watson gewonnen. Desirae sagte mir dass im letzten Jahr gegen Maria/Watson gespielt hatten und im Match-Tie-Break unterlagen. Ich habe im Nachhinein noch recherchiert. Das war in der zweiten Runde gewesen. Ich machte bei Des gleich noch klar dass wenn sie das Turnier gewinne ich ein Foto mit dem Sombrero haben wolle. :-)
Ich glaube nach dem ganzen Plaudern und der guten Wellenlänge die wir hatten ist es in Ordnung, wenn ich im Halbfinal die schwedische Flagge für Lister wieder ausbreiten werde und dann einfach beide Spielerinnen unterstützen werde, auch wenn sie gegeneinander antreten. Denn auch Corny mindestens bei Seitenwechsel und ihr Team haben mich ja gesehen auf der Tribüne mit der morgigen Gegnerin gesehen und das dürfte dann auch keine Überraschung mehr sein für sie. So konnte ich das für mich regeln, denn es hatten mich schon einige Gedanken geplagt wie ich das morgen in einem Halbfinal Lister gegen Krawczyk bewerkstelligen könnte.
Zurück aber zum Spiel. Dort stand es plötzlich 5:3 und ich wechselte wieder schnell zum angestammten Platz in der Lister-Ecke. Cornelia behielt die Oberhand und servierte das Match bei 5:4 aus.

Giuliana Olmos, Desirae Krawczyk, Renata Voracova, Cornelia ListerDesirae Krawczyk, Giuliana OlmosDesirae KrawczykDesirae Krawczyk, Giuliana OlmosCornelia Lister
Desirae Krawczyk/Giuliana Olmos (WTA Doppel 50/78) - Renata Voracova/Cornelia Lister (WTA Doppel 84/112)   7:5 7:6
Zum Glück ist die Schweiz ein neutrales Land. So vertraute ich auf 38 Jahre Erfahrung als Schweizer und versuchte so neutral aber gleichzeitig auch so unterstützend wie möglich zu sein. Mit kurzem Klatschen vor wichtigen Punkten zum Beispiel wie ich das sowohl bei Aufschlag wie auch Return tun würde. So konnten sich alle vorstellen die Anfeuerung sei für sie. Ich glaube diese Erfahrung kann mir sogar in der Arbeitswelt behilflich sein. Denn es ist das eine neutral zu sein, aber es ist etwas anderes trotz Neutralität auch ein Wohlwollen und eine Unterstützung auszustrahlen. Aber genug der schönen Worte: Es war eine Qual auf den Zuschauerrängen und Ende des zweiten Satzes dachte ich vielleicht erstmals in meinem Leben doch noch dass ich einen Besuch auf der roten Couch abstatten muss. Bei 4:4 wurde Desirae auf meiner Seite gebreakt. Bei 5:4 wurde Cornelia auf meiner Seite gebreakt. Bereits bei 0:0 und 0:1 im zweiten Satz war dies genau in dieser Reihenfolge passiert. Denn auf meiner Seite musste gegen den Wind serviert werden. Ausserdem hatte Krawczyk nach dem ersten Satz ihre Bekleidung wechseln müssen, weil ein aus einer Naht bestehendes Muster an ihren Oberteil als zu grosses Logo eingestuft wurde (Bild 5 geschwungene Naht auf der Seite). Sie konnte vor der Partie immerhin argumentieren dass man jetzt beginne und sie nach dem ersten Satz eine Pause zum Umziehen nehmen würde. Somit war anfangs des zweiten Satzes beim Servieren wohl noch etwas Hektik mit drin gewesen durch die Unterbrechung und der Gegenwind frischte auch etwas auf. Cornelia war im zweiten Satz sehr angespannt und das war ihr anzusehen. Erstmals an diesem Turnier verlor sie im zweiten Satz ihren Aufschlag.
Im Tie-Break des zweiten Satzes folgte eine Glanzvorstellung von Krawczyk und Olmos. Aktiv überall auf dem Platz hatten sie das Zepter in der Hand und vollstreckten erbarmungslos. Des ist eine die in grossen Momenten zu Höchstform aufläuft. Eine Eigenschaft die nicht viele besitzen. Nach dem Sieg kam sie von der Spielerbank direkt zu mir fünf Meter nebenan, klatschte mit mir ab und fiel mir mit einer herzlichen Umarmung um den Hals. Wow, das mit dem neutralen aber unterstützenden Anfeuern hat seine Wirkung glücklicherweise nicht verfehlt. Es wäre zu schade gewesen wenn diese Siegesserie in einem Match gerissen wäre in dem ich nicht voll anfeuern konnte. Am nächsten Tag sagte sie mir dass sie genau gewusst habe dass ich ihr mehr geholfen hätte.
Für Krawczyk wird es das dritte Endspiel im Doppel auf der WTA-Tour. Für Olmos das zweite Endspiel. In Monterrey ebenfalls in Mexiko war sie ebenfalls mit Krawczyk im letzten Jahr im Final gestanden. Auf dem Grandstand war etwas mehr Publikum, aber so lautstark wie in der Qualifikation im Einzel für Olmos war es noch nicht gewesen. Mal sehen wie das morgen im Final wird.
Für Lister wäre der Finaleinzug eine Premiere gewesen. Da wird sie verständlicherweise enttäuscht sehr sein. Immerhin ist sie nun zurück in den Top 100 der Doppleweltrangliste und in einer Nachrichtenmeldung des schwedischen Tennisverbands wurde sie zitiert: "Acapulco ist definitiv eines der besten Turniere des Jahres und ich bin glücklich dass ich hier eine gute Leistung zeigen konnte."

Giuliana Olmos, Desirae KrawczykGiuliana Olmos, Desirae KrawczykSofia KeninGiuliana OlmosDesirae Krawczyk, Giuliana OlmosSaisai Zheng, Victoria AzarenkaSaisai Zheng, Victoria AzarenkaSaisai Zheng, Victoria AzarenkaSaisai Zheng, Victoria AzarenkaDesirae Krawczyk, Giuliana Olmos, Saisai Zheng, Victoria AzarenkaDesirae Krawczyk, Giuliana Olmos, Saisai Zheng, Victoria AzarenkaDesirae Krawczyk, Giuliana Olmos, Saisai Zheng, Victoria AzarenkaSaisai Zheng, Victoria AzarenkaGiuliana OlmosDesirae Krawczyk, Giuliana OlmosSaisai Zheng, Yafan WangSaisai Zheng, Yafan Wang
Saisai Zheng/Victoria Azarenka (WTA Doppel 132/266) - Desirae Krawczyk/Giuliana Olmos (WTA Doppel 50/78)   6:1 6:2
Das war nichts heute. Die Aufschläge und Grundschläge von Azarenka und Zheng waren zu hart für Krawczyk und Olmos um vorne ein aussichtsreiches Netzspiel aufziehen zu können. Zu oft gingen die Ballwechsel diagonal an der Grundlinie hin und her und da waren die Weissrussin - die sich vor der Partie neben dem Grandstand noch beim Völkerball aufgewärmt hatte (Bild 2) - und die Chinesin überlegen. Auch vorne am Netz spielten die Siegerinnen souverän. Hier musste Krawczyk viel Risiko gehen wenn sie am Netz wie gewohnt eine prägende Rolle spielen wollte. Zwischendurch unterliefen ihr gar Fehler auf einfache Volleys. Olmos war ihrem zweiten WTA-Endspiel sehr nervös. Die erste mexikanische WTA-Finalistin scheiterte nach dem Final von Monterrey zum zweiten Mal in ihrer Heimat. Ausserhalb von Mexiko hat sie oder eine andere Mexikanerin es noch nie in ein Endspiel geschafft.
Wie in Gstaad war es wieder ein sehr später Start ins Turnier gewesen für Des und die vier Matches wurden an vier aufeinanderfolgenden wie Tagen aufgetragen. Die Ungeschlagenheit ist nun leider dahin, aber es war trotzdem eine erfolgreiche Woche. Desirae und Giuliana haben beide eine neue Bestklassierung erreicht. Am Montag wird Des Nummer 45 und Gugu Nummer 71 der Weltrangliste sein.
Erst zur Siegerehrung durften die Damen der Doppelkonkurrenz in das grosse Stadion. Spielen lassen hatte man sie dort nicht. Das machte insofern Sinn als der Grandstand gut gefüllt und somit stimmungsvoll war. Im Stadion wäre man sich wohl etwas verloren vorgekommen. Die Siegerehrung fand im Anschluss an das Damen Einzel statt. Ich durfte vor der Siegerehrung das Ende des Endspiels im Damen Einzel noch mit den Doppelfinalistinnen in der Players Box verfolgen (Bild 9). Auch im Doppel hatte ich in die Box gedurft was eine sehr nette Geste war.
Für Zheng/Azarenka war erst der erste deutliche Matchgewinn gewesen an diesem Turnier an dem sie erstmals zusammenspielten. Sie hatten sich erst kurzfristig vor dem Turnier zusammen eingeschrieben. Der knappe 13:11-Erfolg im Match-Tie-Break am Vortag gegen Sanchez/Fichman schien ihre grösste Hürde gewesen zu sein. Zheng sagte bei der Siegerehrung dass Azarenka für sie eine Nummer 1 sei und dass sie als sie jünger war immer zu ihr aufgeschaut habe. Azarenka freute sich weil es ihr erster Titel seit der Geburt ihres Sohnes ist. Und seither sind immerhin schon etwas über zwei Jahre vergangen.

Victoria AzarenkaVictoria AzarenkaAlexa GuarachiAlexa GuarachiAlexa GuarachiAlexa GuarachiSabrina SantamariaSabrina SantamariaSaisai ZhengAlexa GuarachiAlexa Guarachi, Sabrina SantamariaErin Routliffe
Saisai Zheng/Victoria Azarenka (WTA Doppel 132/266) - Sabrina Santamaria/Alexa Guarachi (WTA Doppel 59/75)   7:6 6:3
Man darf sich von den Klassierungen nicht täuschen lassen. Zheng hat drei WTA-Turniere im gewonnen Doppel und Azarenka deren sechs. Bei Santamaria hingegen ist es keiner und bei Guarachi dieser eine überraschende Titelgewinn aus Gstaad 2018. Letztendlich scheiterten in Acapulco beide Gstaad-Heldinnen - Guarachi und später auch Krawczyk - an Zheng/Azarenka. Parallel startete das Match von Perrin und so schaute ich hier nur die ersten drei Games. Guarachi wurde gebreakt, aber dank dem Halten des Aufschlags der nur 160cm grossen Santamaria gelang der Anschluss zum 1:2 nach Games.
Das Publikum stand klar hinter Azarenka. Schon früher war sie recht beliebt trotz ihres nervigen und lauten Stöhnens. Doch seit ihrer Mutterschaft und den Rechtsstreitigkeiten um das Sorgerecht für ihren Sohn ist ihre Beliebtheit noch deutlich grösser. Da sie Kalifornien nicht hatte verlassen dürfen während dieser Zeit hatte sie für mehrere Monate auf alle Tennisturniere verzichtet und ihr Comeback verzögerte sich dadurch immens.
In der Spielerbox sass Erin Routliffe (WTA 105) mit der Guarachi bereits an der Universität von Alabama ein Doppel bildete und mit der sie auch auf der WTA Tour wann immer möglich zusammenspielt. Oft ist dies aufgrund der Klassierungen allerdings nicht möglich um die Aufnahme ins Hauptfeld zu schaffen.

Cornelia Lister, Timea Babos, Renata Voracova, Reka-Luca JaniTimea BabosReka-Luca JaniRenata VoracovaCornelia ListerCornelia ListerTimea Babos, Reka-Luca JaniCornelia ListerRenata Voracova, Cornelia ListerRenata Voracova, Cornelia ListerRenata Voracova, Cornelia ListerRenata VoracovaConny Perrin, Cornelia ListerReka-Luca Jani
Renata Voracova/Cornelia Lister (WTA Doppel 84/112) - Timea Babos/Reka-Luca Jani (WTA Doppel 4/173)   7:5 7:5
Vor allem zu Beginn war es eine sehr windige Angelegenheit und sowohl die Aufschlägerinnen als auch die Returnspielerinnen taten sich schwer. Für meinen Geschmack aber doch etwas zu viel. Dann bei so viel Seitenwind, der aus einer Platzecke quer rein weht ist es ziemlich offensichtlich welcher Aufschlag einen unterstützt und sich von der Gegnerin wegdreht oder welcher Aufschlag eben keinen Effekt entfalten wird und überdies problematisch ist in die Aufschlagbox zu platzieren. Das gleiche galt für die Crossrally. Ausserdem schien zu Beginn des Spiels die Gefahr und die Frage wann die Grand Slam-Siegerin Babos (Australian Open 2018 mit Mladenovic) aufdrehen würde und das brachte eine gewisse Nervosität mit sich bei Voracova/Lister. Im dritten und vierten Game mussten sich die vermeintlich schwächeren Aufschlägerinnen Voracova und Jani beim Aufschlag breaken lassen. Danach wurde aber immer deutlicher, dass sich die Ungarinnen am heutigen Tag nicht mehr bis auf ein deutlich höheres Niveau steigern könnten. Jani, die in der Vorwoche bei ihrem Heimturnier in Budapest in der Halle mit der heutigen Gegnerin Lister angetreten war und in der ersten Runde gescheitert war, setzte mehrere vermeintlich einfache Volleys ins Netz. Ausserdem bekundete sie mit dem Return auf der Vorteilsseite auf den hoch wegkickenden Aufschlag von Lister grosse Mühe und traf diesen nur ein einzige Mal vor Matchende richtig gut. Die anderen Versuche flogen meist weit in die mexikanische Landschaft ab. Vor allem die Volleyfehler schienen an der Motivation der aktuellen Australian Open-Finalistin zu kratzen und die Spannung war etwas weg. Eine Jani ist halt keine Mladenovic wird sie sich gedacht haben. So unterlief auch Babos ein nonchalanter Volleyfehler ins Netz und zweimal geriet ein Longlinepassierball zu lang. Alles Bälle mit denen man hätte Akzente setzen können. Der letzte zu weite Longlineball zum Beispiel passierte bei 30:30 im letzten Game.
Mit 161cm ist Jani natürlich keine Aufschlaggigantin und so bot sich auch mit einer Weltklassespielerin wie Babos am Netz immer potentiell die Möglichkeit für ein Break. Bei Voracova und Lister war eher der Aufschlag von Voracova angreifbar, weil Lister am Netz einige Mal nicht genug schnelle Hände oder Reaktion zeigen konnte. Babos zog im ersten Satz ab und zu auf sie ab und in der Mehrzahl konnte Lister bei dieser Herausforderung nicht punkten. Ich frage mich warum die Ungarinnen im zweiten Satz nicht mehr auf dieses Mittel zurückgegriffen hatten. Ansonsten war es aber eine starke Leistung von Lister am heutigen Tag. Unter Druck kamen die Aufschläge weiterhin. Von den Returns und Grundschlägen landete kaum je einer im Netz. Kurzum gesagt war die Stärke genügend hoch und die Fehlerquote genügend niedrig um in dieser knappen Partie nicht doch einzubrechen und unglücklich zu verlieren. Somit waren es jeweils nur die Servicedurchbrüche gegen Jani bei 5:5 in beiden Sätzen, welche jeweils die Entscheidung brachten.
Die zwei spielfreien Tage nutzte Lister unter anderem zum Besuch des Kyrgios-Nadal Matches zusammen mit der ausgeschiedenen Perrin (Bild 18). Auch die ausgeschiedene Jani liess sich diese Partie nicht entgehen (Bilder 19 und 20).

Katie BoulterKatie BoulterConny PerrinConny Perrin, Cornelia Lister
Katie Boulter (WTA 85) - Conny Perrin (WTA 148)   6:4 7:5
Nach dem kurzen Schwatz am Vorabend mit Lister und Perrin und deren Bedanken für die Unterstützung, war es eine Ehrensache bei diesem Match dabei zu sein. Die Spielplan für Montag war bereits veröffentlicht worden als die Qualifikantinnen noch nicht einmal auf das Hauptfeld zuteilt gewesen waren. Das passiert öfters bei Turnieren. Dass Perrin nach ihren Krampferscheinungen im linken Oberschenkel am Sonntagabend um 22:00 Uhr bei Matchende bereits wieder am Montag um 18:00 Uhr bei entsprechenden Temperaturen gegen eine frische Erstrundengegnerin im Hauptfeld antreten musste, ist daher natürlich sehr unglücklich. Gerade so gut hätte sie einen Tag Pause erwischen können vor der Erstrundenpartie, auch wenn sich die Organisatoren bei der Spielplanung nicht nach den kleinen Namen richten.
Als Coach nach dem ersten Satz amtete Lister, die nach ihrem erfolgreichen Doppeleinsatz ebenfalls schnell zu dieser Partie gewechselt hatte. Wenn eine Spielerin alleine unterwegs ist, hilft man sich gegenseitig schon mal so aus. Am Ende der Partie musste Lister auf dem Weg zum Spielerbereich eine aufgelöste Perrin in Empfang nehmen. Die grosse Enttäuschung der 28-jährigen Schweizerin bestand wohl darin, dass die heutige Gegnerin mit einem Ruhetag vielleicht hätte geknackt werden können.
Den Zeitpunkt des Coachings bei Boulter fand ich interessant. Ohne Breaks ging es jeweils dahin und immer bei 5:4 aus ihrer Sicht rief sie ihren Coach auf den Platz. Egal was er ihr da mitteilen kann. Es ist nur schon psychologisch eine Herausforderung für die Gegnerin, da sich diese fragt was der Coach ihr wohl sagen und in welchen taktischen Punkten die Gegnerin ihr Spiel umstellen wird. Denn in nur einem entscheidenden Game kann die Zeit zur Gegenreaktion dann plötzlich fehlen. Im ersten Satz war es so. Und auch im zweiten Satz hatte Perrin bei 4:5 bereits den ersten Matchball gegen sich. Aus dieser Schlinge konnte sie ihren Kopf noch ziehen, aber im nächsten Aufschlagspiel war es dann um sie geschehen.

Victoria RodriguezConny Perrin, Yoshihito NishiokaConny PerrinVictoria RodriguezVictoria RodriguezConny Perrin
Conny Perrin (WTA 148) - Victoria Rodriguez (WTA 301)   4:6 7:6 6:2
Den erster Satz hatte sie verloren und im zweiten Satz lag Perrin mit 4:2 in Führung. Es bahnte sich dritter Satz an und ich machte mich auf den Weg zur Cancha 2, dem Platz 2. Der schöne Breakvorsprung war weg und das Publikum nutzte alle Winkel um den Platz herum um die Mexikanerin zu verfolgen und zu unterstützen. Für mich schien es dass der eigene Aufschlag Perrin den Rücken freihielt, was auch für eine Tie-Breakentscheidung ein gutes Vorzeichen war. Doch der gute Aufschlag mischte sich mit Krampferscheinungen im linken Oberschenkel. Nach Abwehr von Matchbällen sicherte sich die Schweizerin den zweiten Satz mit 10:8 in der Kurzentscheidung.
Rodriguez schleppte sich nun mit kleinen mühsamen Schritten nach draussen zur Umzieh- und Toilettenpause nach dem zweiten Satz. Das Bild war etwa so wie wenn sich Läufer nach einem Marathon kaum mehr bewegen können. Der ganze Unterbruch dauerte sicherlich zehn Minuten, aber das war klar gewesen unter diesen Voraussetzungen. Konsequenterweise sprach die Schiedsrichterin bei der Rückkehr der 23-jährigen Rodriguez eine Verwarnung für Zeitüberschreitung aus und weil es bereits die zweite Verwarnung war, startete Perrin bereits mit einem geschenkten Punkt mit 15:0 in den dritten Satz. An Perrins stelle hätte ich die Beine während der Unterbrechung gedehnt und nicht nur sitzend auf und ab bewegt um diese zu lockern. Nach der langen Pause machte der Muskel nun nämlich noch mehr zu. Es wäre so immens wichtig gewesen gleich vorzulegen, aber sie verlor ihr Aufschlagspiel. So ging die Tortur weiter. Aber auch Rodriguez war nach dem ersten Game bereits wieder hinüber und schleppte sich zwischen den Punkten nur noch über den Platz. In den Ballwechsel legte sie aber alles hinein. Aber ihre Aufschläge verkamen zu Einwürfen. Es war zu sehen, dass Rodriguez so lange dagegenhalten kann und wird wie der Spielstand ausgeglichen ist. Sobald Perrin ihr erstes Aufschlagspiel halten würde, könnte die Mexikanerin nicht mehr kontern. Ich sah nicht wie Rodriguez ihren Aufschlag würde halten können in diesem dritten Satz. So kam es dann auch. Zum 3:2 brachte Perrin ihren Aufschlag durch. Sie war nun auf der Zielgeraden und musste nur schauen, dass der Muskel nicht ganz verkrampfte. Denn wenn es um die körperliche Fitness ging, dann würde die Mexikanerin zwanzig Minuten früher K.O. gehen als die Schweizerin, so meine Einschätzung. Rodriguez sah zwischen den Punkten sehr groggy aus, aber die Gefahr dass sie wirklich taumeln und umkippen würde, die hielt ich für gering. Am Vortag hatte Perrin einen einfachen Sieg feiern können, aber die Mexikanerin war bereits dort über drei Sätze im Einsatz gewesen.
Nach 2 Stunden und 44 Minuten offizieller Spielzeit war die Qualifikation für das Hauptfeld vollbracht. Nach einigen Minuten machte auch ich mich um etwa 22 Uhr auf den Rückweg durch den direkten Zugang zum Hotel. Dort kamen mir Kyrgios, Tiafoe und weitere Spieler alle in weiss gekleidet gemäss Motto entgegen auf dem Weg hin zur Players Party oder bereits wieder zurück. Da erblickte ich auch Lister mit Begleitung beide weiss, die mit Perrin am plaudern war. Perrin hatte viel zu erzählen von ihrem Match und da passte es dass ich mich dazugesellen konnte, denn ich war ja schliesslich auch dabei gewesen. Die beiden Connys scheinen gute Kolleginnen zu sein und Lister war anscheinend zu Beginn des Matches auch dabei gewesen. Perrin meinte dass sie nicht gedacht hätte dass sie die Hitze so mitnehmen würde. Ich fragte sie noch ob der Oberschenkel denn auf bei der Rückhand weh getan hätte. Denn sie spielte im dritten Satz deutlich mehr Slice als im zweiten Satz. Mit Rückhand Top Spin hätte sie ihre Gegnerin noch mehr aus dem Feld treiben können, denn das Motto im dritten Satz musste sein die Initiative zu ergreifen und die Gegnerin noch mehr zu bewegen als sich selber. Angriff ist schliesslich die beste Verteidigung. Sie bestätigte das und die Erleichterung und die Müdigkeit war ihr anzumerken als sie sich vielmals für die Unterstützung bedankte.
Zwei Spielerinnen an einem Tag mit Flink und Perrin die mich zuvor noch nicht kannten und die mir für die Unterstützung dankten, was für ein Tag! Das ist wohl auch mir noch nie zuvor passiert.

Beatriz Haddad MaiaBeatriz Haddad MaiaGiuliana OlmosCarolina AlvesGiuliana Olmos
Beatriz Haddad Maia (WTA 172) - Giuliana Olmos (WTA 358)   6:3 3:6 6:3
Drei Mexikanerinnen waren in der ersten Runde der Qualifikation siegreich gewesen. Doch die Hürde der zweiten und finalen Qualifikationsrunde konnte keine überspringen. Die bestklassierte Mexikanerin Zarazua hat eine Wild Card für das Hauptfeld erhalten. Alle anderen waren gar auf eine Wild Card angewiesen gewesen um überhaupt in der Qualifikation mittun zu können. In einem engen Match unterlag Olmos der mehr als doppelt so gut klassierten Brasilianerin Haddad Maia. Ich kam erst kurz vor Schluss auf den sehr gut besuchten Grandstand, auf den im Anschluss an den Kids Day noch viele Zuschauer gekommen waren dank mexikanischer Beteiligung und Entscheidungssatz. Das Publikum war erneut sehr fair und Haddad Maia dankte dies mit einem Griff an das Herz beim Siegerjubel. Auch Olmos verliess den Platz winkend und strahlend unter dem Applaus der Zuschauer. Sie hatte zwei starke Leistungen gezeigt in der Qualifikation.

Irina KhromachevaIrina KhromachevaIrina KhromachevaGiuliana OlmosGiuliana OlmosIrina Khromacheva, Giuliana Olmos
Giuliana Olmos (WTA 358) - Irina Khromacheva (WTA 120)   6:1 7:5
Bei der 23-jährigen ehemaligen Spitzenjuniorin Khromacheva scheint das Potential begrenzt zu sein. Im Doppel hatte sie in der Juniorenkonkurrenz mit Zanevska, Schuurs und Gavrilova die French Open 2011, die US Open 2011 und die French Open 2012 gewonnen und war im Einzel der Juniorinnen im Wimbledonfinal 2011 gestanden wo sie Barty unterlegen war. Nach einigen kurzfristigen Absagen kurz vor Turnierbeginn blieb Khromacheva auf der Position der ersten Spielerin sitzen die es nicht mehr direkt ins Hauptfeld geschafft hatte.
Beim Auftritt in Acapulco gewann ich das Gefühl dass sie nicht komplett austrainiert ist. Sie litt in dem um vier Uhr nachmittags begonnenen Match, was die früheste Anspielzeit beim Turnier in Acapulco darstellt. Aber als Russin mag man rein aus genetischen Gründen schon gewisse Probleme mit der feuchten Hitze in Mexiko haben. Täglich konstant 34 Grad Celsius am Tag und 22 Grad Celsius in der Nacht waren angesagt für das Turnier.
Fünf Tage später fuhr sie im gleichen Lift wie ich und erzählte ihrer Doppelpartnerin Jakupovic dass sie nun noch letzte ärztliche Tests machen würde. Sie hatte es also auch erwischt zu Turnierbeginn.
Eigentlich fehlt der Linkshänderin die Geschwindigkeit in den Schlägen und dennoch schaffte sie es unzählige Winner zu schlagen. Speziell beim Return traf Khromacheva den Ball früh und visierte die Ecken an. Während dem Spiel gelangen ihr zum Teil sehr gute Winkelbälle. Auch um überraschende Stoppbälle ist die Russin nicht verlegen. Doch zu oft fehlte die Sicherheit und auch etwas der Spielplan und es wirkte oft nach Verlegenheitstennis aufgrund ihrer Unzufriedenheit und ihrem körperlichen Kampf, was beides die Gefahr einer gewissen Unkonzentriertheit mit sich bringt.


Maria Sanchez/Sharon Fichman (WTA Doppel 79/282) - Ana Sofia Sanchez/Victoria Rodriguez (WTA Doppel 228/277)   6:1 6:4
Auf Cancha 4 hinten waren zwei Mexikanerinnen in der ersten Runde mit einer Wild Card im Einsatz.

Nadia PodoroskaAna Sofia SanchezAna Sofia SanchezAna Sofia Sanchez
Ana Sofia Sanchez (WTA 331), Nadia Podoroska (WTA 267)
Die Mexikanerin amtete nach dem gemeinsamen Training noch als Fotografin für die Argentinierin (Bilder 8 und 9).

 

 Einzel Qualifikation  Einzel Hauptfeld
 1. Runde Qualifikation  2. Runde Qualifikation  1. Runde  2. Runde  Viertelfinal
 Giuliana Olmos (W) -
 Irina Khromacheva (1)
 6:1 7:5
 Beatriz Haddad Maia -
 Giuliana Olmos (W)
 6:3 3:6 6:3
 Beatriz Haddad Maia (Q) -
 Irina Bara (Q)
 6:0 6:2
 Beatriz Haddad Maia (Q) -
 Sloane Stephens (1)
 6:3 6:3
 Yafan Wang -
 Beatriz Haddad Maia (Q)
 6:3 6:4
 Beatriz Haddad Maia -
 Kimberly Birrell (9)
 6:1 6:1
 Martina Trevisan (12) -
 Nadia Podoroska
 6:2 6:2
   
 Ana Sofia Sanchez (W) -
 Kathinka von Deichmann (11)
 6:3 7:6
 Christina McHale (3) -
 Ana Sofia Sanchez (W)
 6:3 7:6
 
 Conny Perrin (4) -
 Maria Portillo Ramirez (W)
 6:1 6:1
 Conny Perrin (4) -
 Victoria Rodriguez (W)
 4:6 7:6 6:2
 Katie Boulter -
 Conny Perrin (Q)
 6:4 7:5
 Sofia Kenin (5) -
 Katie Boulter
 6:4 4:1 ret.
 
 Victoria Rodriguez (W) -
 Danielle Lao (8)
 4:6 6:3 6:4

 

 Doppel
 1. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Maria/McHale -
 Buzarnescu/Bara (1)
 2:6 6:2 10-8
 Voracova/Lister -
 Maria/McHale
 6:4 6:4
 Krawczyk/Olmos (3) -
 Voracova/Lister
 7:5 7:6
 Zheng/Azarenka -
 Krawczyk/Olmos (3)
 6:1 6:2
 Voracova/Lister -
 Babos/Jani
 7:5 7:5
 Krawczyk/Olmos (3) -
 Christian/Bonaventure
 6:2 6:3
 Krawczyk/Olmos (3) -
 Wang/Pigossi
 6:3 6:0
 Wang/Pigossi -
 Zarazua/Bouzkova (W)
 6:4 6:2
 Siegemund/Konta -
 Gavrilova/Sharma
 6:4 6:1
 Zheng/Azarenka -
 Siegemund/Konta
 3:6 6:3 10-6
 Zheng/Azarenka -
 M. Sanchez/Fichman
 6:7 6:2 13-11
 Zheng/Azarenka -
 Santamaria/Guarachi (4)
 7:6 6:3
 M. Sanchez/Fichman -
 A.S. Sanchez/Rodriguez (W)
 6:1 6:4
 M. Sanchez/Fichman -
 Jakupovic/Khromacheva (1)
 5:7 6:2 11-9
 Jakupovic/Khromacheva (1) -
 Sizikova/Kania
 7:5 6:3

 

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