Rabble-GrandSlam-Reise nach Paris 2006

zurück zur Übersicht         Last updated: 20.07.2006

alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Novak Djokovic, Fernando Gonzalez, Tommy Haas, James Blake, Nicolas Almagro
Fernando Gonzalez - US Open 2005
Tommy Haas - US Open 2005
James Blake - US Open 2005
Nur wenig Schwächen auszumachen - Novak Djokovic

 

2. Runde:   Novak Djokovic - Fernando Gonzalez (9)   6:4 6:1 3:6 4:6 6:1
(Mehr Infos zu Fernando Gonz
alez gibt es im Bericht zum Mixed Doppel.)

Dank der Regenunterbrechung am Donnerstag war es mir möglich, die letzten beiden Sätze dieses Matches mitzuverfolgen. Ansonsten wäre man nicht mehr auf Court 7 gekommen. So musste ich nach dem Regen einfach schnell genug sein, mir einen Platz zu ergattern.

Vor der Regenpause hatte Djokovic die ersten beiden Sätze gewonnen. Gonzalez konnte den dritten Satz für sich entscheiden. In der Aufwärmphase nach der Regenpause legte Gonzalez los wie die Feuerwehr. Ab dem ersten Ball zog er die Schläge voll durch, um seinem Gegner zu zeigen, dass er weiter machen will wie im dritten Satz. Der Serbe zeigte sich irritiert, da so ein Gehabe beim Einspielen nicht üblich ist.

Der 25-jährige Chilene aus La Reina agierte im vierten Satz sehr motiviert und zwingend und konnte das Match dank einem Break ausgleichen.

Doch Djokovic spielte weiterhin auf seinem hohen Niveau weiter. Sein Aufschlag, seine Vorhand, seine Rückhand, seine Laufarbeit, alles wirkt sehr stark. Da ist Potential vorhanden beim 19-jährigen. Und als Gonzalez' Aggressivität im fünften Satz etwas nachliess, war er sofort da. Die Ballwechsel wurden länger, er beging weniger Fehler und steigerte die Anzahl seiner Gewinnschläge. Der Belgrader attackierte die zweiten Aufschläge von Gonzalez, da beim Südamerikaner zwischen erstem und zweitem Aufschlag eine grosse Differenz bestand.

Mit 38 Netzangriffen (wovon er bei 29 punktete) passt Djokovics Spiel eher auf schnelle Beläge. Doch bekundete er nur wenig Mühe, auf Sand gegen Gonzalez zu bestehen. Nachdem Gonzalez in der Startrunde Marat Safin besiegt hatte, hatte der Chilene seinen Zweitrundengegner Djokovic, den 63. der Weltrangliste, wohl etwas unterschätzt. Nach den zwei verlorenen Sätzen versuchte er die Situation noch zu retten, was ihm allerdings nicht mehr gelang.

 

 

3. Runde:   Novak Djokovic - Tommy Haas (23)   7:5 6:1 7:6

"Nole", wie Novaks Spitzname lautet, hat sich seinen Einzug ins Viertelfinale verdient. Er profitierte nicht etwa vom Turnierglück, sondern warf drei gesetzte Spieler aus dem Turnier.

Eine seiner Eigenheiten ist, dass er vor dem Aufschlag zum Prellen des Balles auch seinen linken Fuss auf und ab bewegt.

Bei Tommy Haas mache ich mir immer wieder Gedanken über seine mentale Einstellung. Wie auch sein Landsmann Nicolas Kiefer hadert er sehr oft mit sich selbst, wenn es nicht läuft. Das scheint eine deutsche Eigenheit zu sein. So auch in diesem Spiel. Da hatten Davis Cup-Teamchef Patrick Kühnen und Teamkollege Alexander Waske alle Hände voll zu tun, ihn immer wieder zu motivieren.

Der Hamburger stand 2002 auf dem 2. Rang in der Weltrangliste und wurde danach durch Verletzungen zurückgeworfen. Mittlerweile ist er seit zwei Jahren wieder zurück, schaffte aber den Sprung in die Top 10 nicht mehr. Vielleicht kommt die Unzufriedenheit des 25. der Weltrangliste auch daher.

 

1. Runde:   Novak Djokovic - Luis Horna   6:3 5:0 ret.
4. Runde:  
Novak Djokovic - Gael Monfils (25)   7:6 7:6 6:3
Viertelfinale:   Novak Djokovic - Rafael Nadal (2)   4:6 4:6 ret.

 

2. Runde:   James Blake (8) - Nicolas Almagro   6:7 6:2 6:4 6:4

Es war schon sehr dunkel und empfindlich kalt, als James Blake und Nicolas Almagro am Donnerstag nach dem durch die Regenunterbrechung geprägten Tag auf Court 1 kamen.

Beide Spieler stehen mit ihren Klassierungen auf einem Allzeithoch. Der US Open-Viertelfinalist Blake kam allerdings in drei Teilnahmen in Paris bisher noch nie über die zweite Runde hinaus. Nicolas Almagro feierte in Valencia seinen ersten ATP-Turniersieg.

Die Partie zwischen dem 8. der Weltrangliste aus den USA und der Nummer 42 aus Spanien verlief äusserst ausgeglichen. Der 20-jährige Almagro konnte seine Vorteile als Sandplatzspezialist nicht ausspielen.

Das Match wurde nach den ersten zwei Sätzen wegen Dunkelheit unterbrochen. Die Fortsetzung am nächsten Tag entschied der 26-jährige Blake zu seinen Gunsten.

 

1. Runde:   James Blake (8) - Paradorn Srichaphan   6:0 6:4 7:6
3. Runde:   James Blake (8) - Gael Monfils   2:6 7:6 6:7 7:5 4:6

 

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