Wimbledon 2016, London

zurück zur Übersicht         Last updated: 15.07.2017

s'Hertogenbosch 2011,   Olympische Spiele 2012,   World Hockey League 2013.
Hockey Champions Trophy - Queen Elizabeth II Olympic Park

Es ist schön zu erleben wie der Olympiapark gepflegt wird und weiterhin für kleine und grosse Veranstaltungen genutzt wird. Um ein solches Erbe antreten zu können benötigt es viel Geld, Rückhalt und Sponsoren. London ist bedeutend und gross genug, um so etwas zu tun. Ein Athen war das leider nicht. Rio de Janeiro scheint seine finanziellen Grenzen bereits mit der Ausrichtung der Olympischen Spiele zu überspannen. Dort dürften die Prioritäten nach der Austragung wieder anders gesetzt werden.

Im Hockey gibt es mit dem World Cup (den eigentlichen Weltmeisterschaften), der World League und der Champions Trophy verschiedene Veranstaltungen des Verbandes IHF. Dazu kommen die Kontinentalmeisterschaften. Die von mir besuchte Veranstaltung der Champions Trophy ist ein letztes Kräftemessen im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Die sechs teilnehmenden Mannschaften am Ort der letzten Olympischen Spiele belegen aktuell die ersten sieben Ränge der Weltrangliste (nur das fünftklassierte China ist nicht mit dabei) und alle sechs Mannschaften gehören auch zu den zwölf in Rio de Janeiro teilnehmenden Ländern.


Queen Elizabeth II Olympic Park
Beflaggt, begrünt und lebendig bereitete mir der Park viel Freude. Bereits im März hatte ich mit der Bahnrad-WM im Lee Valley Velodrome (Bild 9) eine Grossveranstaltung in einem Stadion der Olympischen Spiele von 2012 besucht. London hat die Grösse, die finanziellen Mittel und die Begeisterung der Zuschauer, um die Infrastruktur weiter zu nutzen. Wobei das Hockeystadion im Jahr 2012 nur temporär errichtet wurde. Nach zwei Jahren wurde dieses an leicht veränderter Stelle auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses als permanenter Bau neu eröffnet.


Grossbritannien (Weltrangliste 6 "England") - Neuseeland (Weltrangliste 4)   4:3
Die Britinnen hatten sich ihr Heimturnier sicherlich anders vorgestellt. Sie starteten mit einem verheissungsvollen Unentschieden gegen Argentinien, verloren danach aber alle weiteren Gruppenspiele. Im abschliessenden torreichen Spiel konnten sie immerhin den ersten Sieg des Turniers feiern. Dabei riss Alex Danson das Ruder für die Einheimischen dank drei Toren herum. Beim Stand von 3:3 hatte sie einen Ball an den Kopf gekriegt und wurde zum kurzen Gesundheitscheck vom Feld geschickt. Ihr war aber bereits beim Gang vom Feld anzusehen, dass sie wild entschlossen war. Wobei eine Gehirnerschütterung selbstverständlich immer zuerst ausgeschlossen werden muss. Sie kam zurück und schoss kurz danach das 4:3 zum Sieg.


USA (Weltrangliste 7) - Australien (Weltrangliste 3)   2:2 (1:0 n.P.)
Die Amerikanerinnen waren schneller und flinker als die Australierinnen. Diese hingegen waren alle einen halben Kopf grösser, kräftiger gebaut und taktisch versiert. Nach einer kontrollierten 2:0 Führung für die Frauen vom fünften Kontinent fanden die US-Amerikanerinnen doch noch die nötigen Lücken und Bam traf zweimal. Beim Penaltyschiessen hat jede Spielerin acht Sekunden Zeit um ein Tor zu erzielen. Mehrfache Schussabgaben innerhalb dieser acht Sekunden sind möglich so lange der Ball das Spielfeld nicht verlassen hat. Bei je fünf Penaltys war allerdings nur der amerikanische Captain Gonzalez erfolgreich.


Lee Valley Hockey and Tennis Centre


Argentinien (Weltrangliste 2) - Niederlande (Weltrangliste 1)   2:1
Hockey ist ein faires und schnelles Spiel. Bei Bällen im Seitenaus oder Fouls ist man sehr darauf bedacht dass Spiel schnell zu halten. Es gibt keine Schwalben und wenn eine Spielerin liegen bleibt, dann hat sie ein Schläger oder Ball auch tatsächlich getroffen oder zwei Spielerinnen sind zusammengeknallt. Hockey ist ein gefährliches Spiel und daher hat es strikte Regeln um die Spieler zu schützen. Im Final wurde mit härteren Bandagen gekämpft. Da gab es eher eine Zeitverzögerung hier und da oder einen Rempler. Nach den Olympischen Spielen ging es immerhin um den wichtigsten Titel in diesem Jahr. Im Final trafen die aktuellen Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen aus den Niederlanden auf die amtierenden Champions Trophy- und World League-Siegerinnen aus Argentinien. Die Argentinierinnen haben dabei zum sechsten Mal innerhalb der letzten sieben Austragungen (seit 2008) den Titel gewonnen! Den insgesamt siebten Titel feierten die Südamerikanerinnen im einsetzenden Regen Londons überschwänglich. Die Niederländerinnen hingegen waren zu tiefst enttäuscht, zeigten sich beim Foto mit der Silbermedaille aber für wenige Sekunden professionell im Strahlemodus.

 

 Damen Vorrunde  Damen Platzierungsspiele
 Team  Punkte  Platzierungsspiele
 Niederlande  15  1./2. Platz:
 Argentinien 2:1 Niederlande
 Argentinien  10
 Australien  7  3./4. Platz:
 USA 2:2 (1:0 n.P.) Australien
 USA  5
 Neuseeland  4  5./6. Platz:
 Grossbritannien 4:3 Neuseeland
 Grossbritannien  1

 

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