US Open 2013, New York City

zurück zur Übersicht          Last updated: 01.01.2014

2018: WTA Top 10 - Keys #1, Lisicki #3, Stephens #5, Kvitova #6, Makarova, Jankovic

 

Ich hatte mir überlegt die Vorlage der L’Equipe aufzugreifen und dagegenzuhalten. Doch so eine Liste muss Hand und Fuss haben oder man lässt es lieber bleiben. Am 4. August hatte ich genügend Inspiration in mir, um eine Top 10 Liste für meine Domäne - die WTA Tour - zu erstellen und hatte diese per Email an meine engsten Tennisfreunde versendet. Die Liste gilt natürlich auch für einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Einfachheit halber mit dem Messpunkt am Montag nach Wimbledon 2018. Mein persönliches Ziel ist es eine bessere Trefferquote zu haben als die L’Equipe.

Meine Vorhersage auf Rabble.ch
zur Top 10 der WTA Weltrangliste in fünf Jahren (d.h. in der Woche nach Wimbledon 2018)
WTA Entry List (09.07.2018)
eine Woche nach Wimbledon 2018
Spielerin Nationalität Geburtsdatum WTA Entry List (29.07.2013)
drei Wochen nach Wimbledon 2013
1 KEYS Madison USA 17.02.1995 40
2 MLADENOVIC Kristina Frankreich 14.05.1993 38
3 LISICKI Sabine Deutschland 22.09.1989 18
4 ROBSON Laura Grossbritannien 21.01.1994 32
5 STEPHENS Sloane USA 20.03.1993 15
6 KVITOVA Petra Tschechien 08.03.1990 7
7 BENCIC Belinda Schweiz 10.03.1997 330
8 AZARENKA Victoria Weissrussland 31.07.1989 3
9 BARTY Ashleigh Australien 24.04.1996 168
10 VEKIC Donna Kroatien 28.06.1996 62

Das Potential der starken Juniorinnen ist eher abzuschätzen als dasjenige der besten Junioren. Dafür finden sich in meiner Liste viele Spielerinnen, die aktuell weit schwächer klassiert sind als die Spieler in der L’Equipe-Liste für die ATP, in der neun von zehn Spielern bereits die Top 30 erreicht haben.
Die Grand Slam-Nationen werden sich freuen. Denn nur für Frankreich, Grossbritannien, die USA und Australien hat sowohl die L'Equipe-Liste für die ATP als auch in meine Rabble-Liste für die WTA mindestens einen Spieler und eine Spielerin für die Top 10 prophezeit.

 


Jelena Jankovic (WTA 12) - Madison Keys (WTA 39)   6:3 6:4
Mit ihren 18 Jahren unterlaufen Keys noch zu viele Fehler. Doch sie hat etwas Überlegtes und Kraftvolles in ihrem Spiel. Gegen eine in diesem Jahr widererstarkte Jankovic reichte es in der ersten Runde nicht zum Sieg. Die 28-jährige ehemalige Weltranglistenerste, die an den US Open 2008 ihr einziges Grand Slam-Finale erreicht hatte, offenbarte in den wenigen Minuten in denen ich dieses Spiel verfolgte einmal mehr, dass sie nach meinem Dafürhalten gute Chancen hat den Wettbewerb der unsympathischsten Spielerin der WTA Tour zu gewinnen.

Mandy Minella
Sloane Stephens (WTA 16) - Mandy Minella (WTA 110)   4:6 6:3 7:6
Die Öffentlichkeit lechzt nach Stephens als nächstem US-amerikanischen Tennisstar. Da ging die 20-jährige aus Florida wohl mit etwas erhöhtem Druck und Nervosität in das Match wie sie auch im Interview nach dem Spiel erklärte. Vielleicht hatte sie aber auch ihren Schalter für diese erste Runde im Louis Armstrong Stadium noch nicht auf Grand Slam-Tennis umgelegt, wo sie nachweislich ihre besten Leistungen erbringt. Ein Finalspiel auf der WTA Tour hat sie noch keines erreicht. Auf Grand Slam-Ebene hat Stephens aber eine 6:2-Siegesbilanz in Australien, ein 6:3 in Frankreich, ein 6:2 in England und neu ein 7:3 in Amerika und damit einen beachtlichen Leistungsausweis inne. Gegen Minella war es aber eine hauchdünne Angelegenheit gewesen. Die 27-jährige Luxemburgerin kann mit ihrer Vorhand ordentlich auf die Bälle draufgehen wenn sie einen Lauf hat. So konnte sie gar mit den schnellen und kraftvollen Schlägen von Stephens mitgehen. Just mit dem Händedruck am Netz schossen Minella die Tränen der Enttäuschung in die Augen (Bild 4).

Sloane Stephens
Sloane Stephens (WTA 16) - Jamie Hampton (WTA 26)   6:1 6:3
Nach dem Zittersieg zum Auftakt nahm das US Open-Unterfangen von Stephens mit zwei dominanten Siegen an Fahrt auf. Gegen Hampton bekundete sie wie bereits in Wimbledon kaum Probleme. Denn Hampton unterliefen viel zu viele Fehler, da sie trotz ihres angriffen Spiels nicht zu einfachen Punktgewinnen kam. Wenn ihr Angriff nicht perfekt ausgeführt war, dann haute ihr ihre Landsfrau Stephens eine rein bevor sie sich überhaupt am Netz in Position bringen konnte.
In der vierten Runde kam es in der Night Session zum vielbeachteten Aufeinandertreffen mit Serena Williams. An den Australian Open war Stephens mit einem Überraschungssieg über Williams in das Halbfinale eingezogen. Im April dieses Jahr gab es Unstimmigkeiten durch ein Interview, als Stephens auf dem falschen Fuss erwischt wurde und Williams ordentlich kritisierte. Serena sei nicht ihre Mentorin, denn Serena habe seit ihrem Match in Australien gar nie mehr mit ihr gesprochen und sie sogar von ihrer Twitterliste gelöscht. So etwas wird in den Medien natürlich immer recht aufgebauscht. Williams wird darüber sicherlich keine Freude gehabt haben, aber beim Fed Cup in Delray Beach waren von aussen keine offensichtlichen Unstimmigkeiten zwischen den Beiden zu erkennen. Ausser natürlich dass Stephens am Sonntag nicht mehr spielen durfte und durch Venus ersetzt worden war, wobei dies begründbar war. An den US Open jedenfalls zog sich Stephens vor allem im ersten Satz gegen eine von Beginn weg hochmotivierte Williams gut aus der Affäre, bis diese das Zepter vollständig übernahm und eine Woche später ihren 17. Grand Slam-Titel feierte.

Ekaterina MakarovaEkaterina MakarovaSabine LisickiSabine Lisicki
Ekaterina Makarova (WTA 25) - Sabine Lisicki (WTA 18)   6:4 7:5
Die 23-jährige Lisicki hat ihr Potential sicherlich noch nicht ausgeschöpft. Wie sie letztens in einem Interview im aktuellen Sportstudio des ZDF sagte, sei bei ihr die Gefahr dass sie zu ehrgeizig sei und deshalb ihrem Körper zu wenig Regeneration zugestanden habe. Sie war in ihrer Karriere bereits oft und verletzt und hat dieses Problem sicherlich erkannt. Dass sie über riesengrosses Potential verfügt, zeigt sie alljährlich in Wimbledon. Ihr Schläge sind brachial. Die Konstanz ist es, was ihr und praktisch allen anderen in meiner Top 10-Liste für 2018 noch fehlt. Lisicki ist ein Zögling von Nick Bollettieri, der mit seinen 82 Jahren in der Szene immer noch allgegenwärtig ist (Bilder 6-7).
Auch eine Makarova hat ihr Potential noch nicht ausgeschöpft. Zum dritten Mal in ihrer Karriere qualifizierte sich die 25-jährige Moskowiterin an den US Open für ein Grand Slam-Viertelfinal. Auf der WTA Tour hat sie erst ein Turnier gewinnen können. Das war 2010 in Eastbourne auf Rasen gewesen. Im Doppel sind ihre Erfolge auch durch die Zusammenarbeit mit Vesnina angestiegen. Die Krönung ihrer fünf Turniersiege und weiteren sieben Finalteilnahmen im Doppel war der Turniersieg in Roland Garros 2013. Im Mixed Doppel hatte die Linkshänderin im letzten Jahr an der Seite von Soares die US Open gewonnen.


Petra Kvitova (WTA 10) - Misaki Doi (WTA 92)   6:2 3:6 6:1
Die Tschechin hatte im Erstrundenmatch gegen Doi einen Satz verloren, sah das im Interview danach aber recht entspannt. Es sei halt schwer um immer auf seinem besten Level zu spielen. Das ist für mich der Klassiker wenn es um Kvitova geht, denn genau diese Antwort hatte ich schon vor fünf Jahren von der damals 18 Jahre alten Kvitova in Zürich erhalten, als ich sie nach dem verlorenen zweiten Satz in der Qualifikation gefragt hatte. Die Wimbledonsiegerin von 2011 figuriert auf meiner Top 10-Liste des Jahres 2018, weil sie dann einerseits erst 28 Jahre als sein wird und andererseits ein besseres Körpergefühl entwickelt haben wird sowie die Erfahrung hat, um in den richtigen Momenten zuzuschlagen und in den wichtigen Momenten Fehler zu vermeiden.
Eine Gefahrenquelle für eine lange Karriere stellen momentan die Liebesgerüchte um Radek Stepanek dar. Seine um 10,5 Jahre jüngere Ehefrau Nicole Vaidisova hatte im Jahr 2009 als 20-jährige plötzlich keine Lust mehr auf Tennis. Jetzt wo die Ehe mit Stepanek in die Brüche gegangen ist, da kursieren Comebackgerüchte um die erst 24-jährige ehemalige Weltranglistensiebte. Von Kvitova ist bekannt, dass ihre langjährige Beziehung mit dem 4,5 Jahre jüngeren Berufskollegen Adam Pavlasek beendet ist. Vor Wimbledon kamen in diesem Zusammenhang Gerüchte auf, dass der 34-jährige Stepanek nun mit der 11,5 Jahre jüngeren Kvitova liiert ist. Es ist wohl etwas wie mit Serena Williams und Patrick Mouratoglou. Die Situation ist quasi wie offenes Geheimnis, aber keiner der Beteiligten bestätigt es und es gibt auch keine Dementi. Kvitova arbeitet seit kurzem jedenfalls mit Stepaneks Fitnesstrainer zusammen, was ein weiteres Indiz ist. Da ist privat also einiges Los im tschechischen Tennis...
Die Grand Slam-Resultate dieser Saison waren für Kvitova ernüchternd. Die Niederlage gegen Riske besiegelte das dritte Turnier, in dem sie nicht über die dritte Runde hinaus kam. Einzig in Wimbledon war sie bis ins Viertelfinal vorgestossen.

Hao-Ching Chan, Martin EmmrichSloane Stephens, Jack SockHao-Ching Chan, Martin Emmrich
Hao-Ching Chan/Martin Emmrich (WTA Doppel/ATP Doppel 35/35) - Sloane Stephens/Jack Sock (WTA Doppel/ATP Doppel -/77)   6:4 6:4
Der Veranstalter will seine aufstrebenden Stars dem Publikum natürlich in allen Konkurrenzen präsentieren. Das Damen Doppel ist jedoch nicht die Domäne von Stephens. Nachdem sie in den letzten Jahren noch einige Turniere gespielt hatte inklusive der US Open, trat sie in diesem Jahr nur in Roland Garros an. Sie verlor dort in der ersten Runde und schrieb sich bei den US Open gar nicht erst ein. In der Weltrangliste im Doppel ist sie daher gar nicht mehr klassiert. Sie konzentrierte sich also auf ihren Erfolg im Einzel, was ich bei Sock kritisierte, der auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzte. Mixed Doppel ist so ein Zwischending, wo man auch als gute Einzelspielerin erfolgreich sein kann. Diese Gelegenheit liess sich die 20-jährige nicht nehmen und sie nahm die Wild Card an. Für ihre Entwicklung würde es ihr wohl mehr helfen, wenn sie an der Seite eines erfahrenen Spielers antreten würde und nicht an derjenigen von einem ebenfalls jungen und aufstrebenden Spieler.

 

Damen Einzel
 1. Runde  2. Runde  3. Runde  4. Runde  Viertelfinal
 Jamie Hampton (23) -
 Lara Arruabarrena
 6:4 6:2
 Jamie Hampton (23) -
 Kristina Mladenovic
 7:5 6:4
 Sloane Stephens (15) -
 Jamie Hampton (23)
 6:1 6:3
 Serena Williams (1) -
 Sloane Stephens (15)
 6:4 6:1
 
 Sloane Stephens (15) -
 Mandy Minella
 4:6 6:3 7:6
 Sloane Stephens (15) -
 Urszula Radwanska
 6:1 6:1
 Ekaterina Makarova (24) -
 Polona Hercog
 6:2 6:4
 Ekaterina Makarova (24) -
 Bethanie Mattek-Sands
 6:4 6:4
 Ekaterina Makarova (24) -
 Sabine Lisicki (16)
 6:4 7:5
 Ekaterina Makarova (24) -
 Agnieszka Radwanska (3)
 6:4 6:4
 Na Li (5) -
 Ekaterina Makarova (24)
 6:4 6:7 6:2
 Sabine Lisicki (16) -
 Vera Dushevina (Q)
 6:2 7:6
 Sabine Lisicki (16) -
 Paula Ormaechea
 6:2 6:3
 Jelena Jankovic (9) -
 Madison Keys
 6:3 6:4
 Jelena Jankovic (9) -
 Alisa Kleybanova
 6:3 6:2
 Jelena Jankovic (9) -
 Kurumi Nara
 6:4 7:6
 Na Li (5) -
 Jelena Jankovic (9)
 6:3 6:0
 Petra Kvitova (7) -
 Misaki Doi
 6:2 3:6 6:1
 Petra Kvitova (7) -
 Bojana Jovanovski
 6:2 6:4
 Alison Riske (W) -
 Petra Kvitova (7)
 6:3 6:0
 

 

Mixed Doppel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinal
 H.C. Chan/Emmrich -
 Stephens/Sock (W)
 6:4 6:4
 H.C. Chan/Emmrich -
 Raymond/Rojer (6)
 6:4 7:5
 Mladenovic/Nestor -
 H.C. Chan/Emmrich
 7:6 6:3

 

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