WTA Biel 2017

zurück zur Startseite         Last updated: 09.05.2017

10. und 14.-16. April 2017


Erstaustragung Ladies Open Biel
Turnierdirektor Lukas Troxler hielt nach dem Finalspiel im Einzel in engagiertes Plädoyer auf deutsch und französisch um die Erstaustragung der Ladies Open in Biel/Bienne zu würdigen. Sponsoren und Zuschauer mussten gewonnen werden, obwohl der Spatenstich für die Eventhalle von Swiss Tennis erst vor zwölf Monaten stattfand und die Halle erst vor zwei Monaten fertiggestellt wurden. Ich fand es ein tolles Turnier und ich bin froh an vier Tagen mit dabei gewesen zu sein. Halle und Ambiente erinnerten mit etwas an das Turnier in Luxemburg, welches mir sehr sympathisch ist.
Am Montagabend zog es mich kurzfristig in das zwei Stunden entfernte Biel. Ich war Zeuge des ersten Matchgewinns auf der WTA-Tour der Schwedin Lister und wollte die Neuauflage vom Match in Gstaad Masarova-Beck sehen. Ausserdem habe ich die Gelegenheit ergriffen und Heather Watson auf der Zuschauertribüne angequatscht und mich bei ihr dafür bedankt, dass sie mir in Rio de Janeiro einen signierten Tennisball direkt zugespielt hatte. Die Tage von Karfreitag bis Ostersonntag hatte ich bereits im Vorfeld gekauft.
Ja, es hatte wenig Zuschauer. Im TV wurde das einerseits durch Nahaufnahmen in die gefüllten Zuschauerbereiche kaschiert. Andererseits sah es in der Totalen vom Spielfeld aber unglücklich aus, weil die ersten zwei Reihen wegen dem davor liegenden Geländer gar nicht erst verkauft worden waren und völlig leer blieben. Das Gute für mich war dass diejenigen Zuschauer, die dort waren, allesamt Tennisliebhaber waren. Nur davon überlebt ein Turnier aber natürlich nicht. Dank den Übertragungen von SRF durfte das Turnier aber eine wirksame Publizität geniessen. Der Finalsonntag war trotz den Doppelfinalistinnen Hingis/Bacsinszky spärlich besucht.


Biel
Von Freitag auf Samstag übernachteten wir in Biel und wir konnten dies gar im Spielerhotel zu anständigen Preisen tun.

Marketa VondrousovaMarketa VondrousovaMarketa VondrousovaMarketa VondrousovaAnett Kontaveit, Marketa VondrousovaAnett Kontaveit, Marketa VondrousovaMarketa Vondrousova
Marketa Vondrousova (WTA 233) - Anett Kontaveit (WTA 99)   6:4 7:6
Nach zwei Jahren auf der WTA Tour und mit einer Top 100-Klassierung ist das Verlangen und der Druck auf einen WTA-Titel bei der 21-jährgen Kontaveit deutlich grösser in ihrem ersten WTA-Final gegen die 17-jährige Vondrousova, die in ihrem erst zweiten WTA-Turnier als absolute Aussenseiterin antreten kann. Eine tolle Ausgangslage für die Tschechin, da von der bisherigen spielerischen Leistung im Turnier eine ausgeglichene Partie erwartet werden durfte.
Vom Potential her hat Vondrousova mehr zu bieten als Kontaveit. Das dürfte sich über die Karriere hinweg deutlich zeigen. Kontaveit könnte in Biel aber noch die Nase vorn haben, so meine Beobachtungen. Denn auch für die Estin war es eine gute Woche in Biel. Sie behielt unter Druck ihre Leistung bei konnte viele ihrer Aufschlagspiele halten. Der eine oder andere Doppelfehler ist immer noch zu viel. Ansonsten zeigte sie sich aber unter Druck stabil und es scheint bei ihr endlich Klick gemacht zu haben. Bei der Siegerehrung kam bei ihr der amerikanische Slang mit ganz schwachem estnischem Akzent durch.
Überstrahlt wurde letztendlich aber alles von der erst 17-jährigen Vondrousova, die dank ihren Hebeln hart und stabil schlagen kann und sich in der Defensive sehr stark und variabel zeigt. Mit ihrem Linkshänderaufschlag von der Vorteilseite nach aussen hat sie sich im Final gegen Kontaveit zudem viele Punkte zurecht gelegt. Das waren die einzigen Punkte, welche sie sich einfach erspielen konnte. Die Aufgabe der Tschechin wird es sein noch etwas öfter einfacher zu Punkten zu kommen. Ich machte mir etwas Sorgen um ihre Kraftreserven im achten Spiel innert neun Tagen auf diesem Niveau und mit dieser Intensität, doch sie Biss sich durch und hatte genügend Energie im Tank. Variabel zu spielen und kaum Schwächen zu haben ist eine tolle Voraussetzung. Damit hat es schon Djokovic bis ganz an die Spitze geschafft. Auch bei ihm stellte ich bei ersten Mal als ich ihn gesehen hatte in Paris 2006 vor allem diesen Punkt fest.
Ich warte noch auf die offizielle WTA Statistik dazu, um zu sehen wie viele Spielerinnen es gegeben hat, welche bei ihrem allerersten oder zweiten WTA-Turiner bereits den Titel gewinnen konnten. Mit zwei Turnieren dürfte Vondrousova ganz vorne mitmischen in dieser Liste.

Marketa VondrousovaMarketa VondrousovaBarbora StrycovaBarbora StrycovaBarbora StrycovaMarketa VondrousovaMarketa Vondrousova
Marketa Vondrousova (WTA 233) - Barbora Strycova (WTA 18)   7:6 6:2
Zu Beginn der Partie nervte Strycova bereits wieder so herum mit dem Anzweifeln von Entscheidungen, dass wir bei 2:1 eine Verpflegungspause einlegten und anschliessend noch das Auto umparkieren gingen. Zu Beginn hatte Vondrousova gut mitgehalten, kam aber zu keinen einfachen Punkten und versuchte mehr und mehr bis ihr Fehler unterliefen. Wir sahen, dass Strycova 5:2 geführt hatte. Als wir zurück in die Halle kamen hatte Vondrousova den ersten Satz aber noch im Tie-Break gewinnen können! Wir konnten nun beobachten wie Vondrousova unaufgeregt ihr Spiel spielte, ohne zu überpowern. Sie musste zweifelsohne eine starke Leistung abliefern, um gegen die 30-jährige Strycova dagegenhalten zu können. Doch die 17-jährige machte das in ihrem erst zweiten WTA-Turnier sehr stark und abgeklärt. Im letzten Jahr hatte sie mit einer Wild Card in Prag das Debüt auf der WTA-Tour gegeben. In Biel konnte sie sich durch die Qualifikation spielen und hat hier bereits sieben Matchgewinne erzielt!
Im Fed Cup nächste Woche in Florida werden sowohl die USA als auch die Seriensiegerinnen aus Tschechien mit fünf Titeln aus den letzten sechs Jahren schwach vertreten sein. Bei den USA fehlen Serena Williams, Keys und Venus Williams. Tschechien muss ohne Karolina Pliskova, die am Handgelenk durch einen Einbrecher verletzte Kvitova, ohne Strycova und ohne Safarova sowie ohne eine Doppelspezialistin wie Hradecka oder Hlavackova auskommen. Mit Siniakova, Kristyna Pliskova, Allertova und Vondrousova hat Kapitän Petr Pala aber wohl immerhin ein gutes Händchen bewiesen, dass er von den Verbleibenden die Spielerinnen mit der besten Form aufgeboten hat.

Nachtrag April 2017: Die USA schlagen Tschechien im Fed Cup-Halbfinal mit 3:2. Siniakova und Vondrousova gewannen je ein Einzel. Vandeweghe siegte in zwei Einzeln sowie im entscheidenden Doppel mit Mattek-Sands gegen Siniakova und Kristyna Pliskova.

Aliaksandra SasnovichAliaksandra Sasnovich
Anett Kontaveit (WTA 99) - Aliaksandra Sasnovich (WTA 108)   6:4 4:6 7:5
Dass in Kontaveits WTA Profil steht, dass ihr Vorbild Sharapova ist (und Federer und Azarenka), sieht man ohne es zu wissen bereits wie sie sich auf dem Platz bewegt und verhält. Sehr viele Bewegungen zwischen den Ballwechseln und sehr viele Schläge ähneln derjenigen der Russin sehr. Nur beim Ball entgegennehmen von den Ballkindern macht sie nicht so ein Theater wie die Russin. Da Kontaveit mit 174cm aber 15cm auf Sharapova fehlen, ist es nicht ganz so offensichtlich wie zum Beispiel bei einem Dimitrov und einem Federer. Im Gegensatz zu Sharapova fehlt es der Estin etwas an Geschwindigkeit in den Schlägen. Etwas das Sasnovich bieten kann. Daher war Kontaveit stark unter Druck gegen die mit voller Feuerkraft agierende Weissrussin. Ich denke das ist ein Spiel, in dem die 21-jährige Estin endlich einmal zu ihren Stärken finden konnte und mit vollem Kampfgeist einen tollen Lehrblätz hinzugewinnen konnte. Im ersten Satz schaffte sie es trotz dem Druck von fünf Breakbällen, sich in allen ihren Aufschlagspielen zu behaupten. Zum Matchende nach 2 Stunden 23 Minuten musste sie vier Matchbälle lang ihr bestes Tennis zeigen und die volle Fitness abrufen, bis es endlich zu ihrem ersten Finaleinzug auf WTA-Stufe reichte.

Marketa VondrousovaMarketa VondrousovaKristyna Pliskova
Marketa Vondrousova (WTA 233) - Kristyna Pliskova (WTA 58)   6:2 7:5
Nachdem ihre Zwillingsschwester durchgestartet ist und mittlerweile auf Weltranglistenposition 3 rangiert, scheint auch Kristyna etwas an Fahrt gewonnen zu haben. Sie hat ihre Weltranglistenposition gegenüber dem Auftritt in Kreuzlingen vor einem Jahr halbiert. Es bleibt aber sehr interessant zu sehen wie Karolina die hohen Hürden mit ihren hohen Beinen überspringen konnte, Kristyna aber genau an diesen Punkten weiter knorzt. Die Beinarbeit ist sehr limitiert. Schwieriger fand ich bei ihr heute allerdings, dass ihre Reaktion zu langsam war. Sie ist zu wenig schnell am Ball und kann so gefühlt nur jeden dritten Ball voll durchziehen und muss die restlichen Bälle einfach zurückspielen. Wobei Zurückspielen bei ihr immer noch ein gutes Niveau hat. Aber beim Zurückspielen fehlt die Durchschlagkraft auf die sie angewiesen ist, um schnelle Punkte zu erzielen. Sie ist mittlerweile auch schon 25 Jahre alt und ich frage mich wie viel Steigerungspotential auf der körperlichen Ebene noch vorhanden ist.
Auf "Standards" ist Pliskova sehr stark würde man im Fussballjargon sagen. Das heisst bei Aufschlag und oft bei Returns. Wenn der Ball aber im Spiel war, dann ging der Punkt hingegen nicht oft an Pliskova. Da war die ehemalige Weltranglistenerste bei den Juniorinnen Vondrousova mit ihren 17 Jahren in vielen Momenten bereits sehr stabil. Nach Standardwinnern von Pliskova wie Assen verdrehte sie noch öfters die Augen und Mimik, aber sie blieb durchwegs konzentriert. Auch sie befindet sich auf einer Karrierebestplatzierung und hat in diesem Jahr bereits viele Matchgewinne feiern können, wenn auch auf tieferer Stufe. Aber eine 37:4-Matchbilanz gibt einem sehr viel Selbstvertrauen mit.

Elise MertensAnett KontaveitAnett Kontaveit
Anett Kontaveit (WTA 99) - Elise Mertens (WTA 68)   7:5 6:7 6:1
Mertens befindet sich auf einer aktuellen Karrierehöchstplatzierung und beide 21-jährig, musste sich Kontaveit schon wieder von einer gleichaltrigen überholen lassen, nachdem die Estin auf Juniorenniveau tonangebend war. Bei ihrem Spiel ohne Variante B ist das Frustpotential nach so vielen Stunden und Jahren auf dem Tennisplatz natürlich da, wenn es mit dem Spiel einfach nicht durchschlagend klappt. Dass sie bei 3:4, als sie ihren Trainer im ersten Satz auf den Platz rief, aber vermeintlich gleich am Weinen war (Bilder 3-5), fand ich dann doch sehr übertrieben. Nun gut, sie kanalisierte ihre Energien und hatte in der Folge die Nasenspitze immer vorne. Im zweiten Satz liess sie sich trotz eines 5:1-Vorsprungs noch abfangen, zog im dritten Satz aber durch. In der Defensive muss ich zugeben, habe ich Kontaveit etwas unterschätzt. Ich finde zwar immer noch, dass sie defensiv nicht stark ist. Was ich ihr aber zugestehe ist, dass sie schnell auf den Beinen ist.
Bei Kontaveit kann man vor dem zweiten Aufschlag beinahe schon darauf wetten ob ein Doppelfehler passieren wird oder nicht. Aus oben beschriebenen Gründen verliert sie manchmal nach einem fehlerhaften ersten Aufschlag die Ausgewogenheit. Dann schaut sie plötzlich vor dem zweiten Aufschlag umher, ist sichtlich genervt und lässt sich keine Zeit. Der folgende Doppelfehler ist also schon fast vorprogrammiert. Mehr Zeit lassen und den Puls herunterfahren, dann könnte sie ihre Doppelfehler vermeiden.
Mertens habe ich zum ersten Mal spielen sehe und ihr Name war mir mehr von ITF-Resultaten bekannt. Ich war überrascht, dass sie bereits auf WTA Rang 68 steht. Sie hat im Januar völlig überraschend das Turnier in Hobart gewonnen. Ansätze sind vorhanden, aber diese waren alle nur teilweise zu sehen. Gute Antizipation, konstante Grundlinienschläge, durchaus mit Druck. Aber anders herum dann auch wieder mit viel zu wenig Spin in den Schlägen für den Spielertyp, dem ich sie zugeordnet hätte. Ich bin gespannt ob sie die Top 100 hält und wie sich ihr Spiel weiterentwickelt. Es kann in alle Richtungen gehen.

Barbora StrycovaJulia Görges
Barbora Strycova (WTA 18) - Julia Görges (WTA 46)   4:6 6:3 1:0 ret.
Bei Strycova möchte ich auch nicht im Kopf zu Hause sein. Da gibt es einige Spannungen auszustehen. Balljunge bei ihr zu sein war am heutigen Tag auch nicht viel besser, da sie nicht sehr verständnisvoll auftrat, um das mal nett auszudrücken. Da kam es dem Publikum durchaus gelegen, dass Görges ihr Spiel auf die Reihe brachte und mit teilweise tollen Punkten für Applaus sorgen konnte. Sobald Strycova das Hadern ablegte, zeigte sie auf dem Platz aber ihre Entfesselungskünste und ihren Variantenreichtum. So gewann sie ab 3:3 im zweiten Satz tatsächlich die Oberhand und zog bis zum Satzgewinn durch.
Nach dem zweiten Satz liess sich Görges an der Schlaghand untersuchen und behandeln. Der Aufschlagverlust zu Beginn des dritten Satzes bewegte sie zur Aufgabe. Als wir am Abend im Spielerhotel eincheckten, sass sie in der Lobby und ihr Trainer stand mit vollgepacktem Gepäckwagen dort. Es schien als traten sie um elf Uhr abends gleich noch die Heimreise an. Entweder zurück nach Regensburg oder zum Fed Cup nach Stuttgart. Vermutlich Letzteres, denn auch dort dürfte es einen Arzt ihres Vertrauens geben, falls dieser denn nötig sein sollte.

Aliaksandra SasnovichAliaksandra SasnovichCamila GiorgiCamila GiorgiCamila Giorgi
Aliaksandra Sasnovich (WTA 108) - Camila Giorgi (WTA 98)   6:4 6:4
Machen wir es kurz: Wie haben diesem Spiel anfangs des zweiten Satzes den Rücken gezeigt und sind nicht mehr zurückgekehrt. In je zwanzig Minuten Spielzeit war der Ball gefühlt eine Minute im Spiel gewesen. Beide Spielerinnen schlugen sehr hart und schnell gab es den Punkt oder den Fehler. Keine der Spielerinnen zeigte Emotionen und so fiel es auch dem Publikum schwer dies zu tun.
Giorgi stand die letzten drei Jahre beim Turnier im polnischen Katowitz immer im Final, wo sie gegen Cornet, Schmiedlova und Cibulkova unterlag. Das Turnier in Katowitz existiert nicht mehr, aber Biel findet nun in dieser Kalenderwoche statt, ebenfalls in der Halle auf Hartplatz mit ähnlichem Teilnehmerfeld und -niveau. Insofern war der Italienerin einiges zuzutrauen. Die 25-jährige führte in beiden Sätzen mit 3:1, liess sich aber beide Male abfangen.
Sasnovich und Sabalenka dürften durchaus gefährlich werden nächste Woche im Fed Cup mit Weissrussland gegen die Schweiz. Aus Weissrussland kennt man nur Azarenka und Miryni. Die eine ist noch in der Babypause und wird erst anfangs August in Stanford auf die Tour zurückkehren. Der andere ist ein Mann und darf somit keinen Fed Cup spielen. Aber die weiteren Spielerinnen werden bei ihrem Heimauftritt in Minsk formstark auflaufen.

Nachtrag April 2017: Weissrussland schlägt die Schweiz im Fed Cup-Halbfinal mit 3:2. Sasnovich gewinnt in drei Sätzen gegen Golubic und in zwei Sätzen gegen Bacsinszky. Sabalenka schlägt Golubic, die sich erneut nur hauchdünn geschlagen geben muss.

Annika BeckAnnika BeckRebeka Masarova
Annika Beck (WTA 60) - Rebeka Masarova (WTA 313)   6:4 6:4
Da spielt Masarova ihr zweites WTA-Turnier der Karriere und bereits kommt es zu einer Revanche. Gegen Beck hatte sie sich in Gstaad 2016 durchsetzen können. Wie es scheint entfaltet sich das kraftvolle Spiel der 17-jährigen Baslerin auf Sand noch besser als auf anderen Belägen. Wieder mit einer Wild Card gestartet spielte Masarova diesmal nicht ganz so frei auf. Wobei die Gegenwehr von Beck stark war. Die Bonnerin deckte den Platz flink ab und hatte eine sehr gute Länge in ihren Schlägen angereichert mit Top Spin. So gestand die "erfahrene" 23-jährige ihrer Gegnerin keine leichten Punkte zu.
Einige der Waffen von Rebeka sind auf der Junioren- und ITF-Tour durchschlagend, aber auf das WTA-Niveau sind sie noch zu adaptieren. Da streut sie ab und zu "faule" Bälle ein. Also einen kurzen Ball entweder longline oder cross, der bereits vor Grundlinie zum zweiten Mal aufspringen würde. So gerät die Gegnerin etwas ausser Position und falls diese darauf keinen druckvollen Ball entgegnen kann, so zieht Rebeka den anschliessenden Ball satt in die offene Ecke bis an die Grundlinie durch. Diese Kombination hat gegen Beck nicht gereicht, da die "faulen" Bälle oft etwas gar harmlos wirkten. Auch behalf sich Rebeka im zweiten Satz immer öfter mit Slicebällen, welchen es noch an Effektivität fehlte. Zeitweise gingen ihr wohl zu viele Gedanken durch den Kopf und das hemmte sie daran die Schläge frei durchzuschwingen und Tempo zu machen. Dadurch bewegten sich auch die Beine zu wenig und ab und zu schaute sie den Ball nicht richtig an. Speziell beim Vorhandreturn auf der Einstandseite, welchen Beck als Schwachstelle identifizierte und immer wieder mit ihrem Aufschlag testete.
Die Netzangriffe von Masarova wurden zu oft pariert oder führten zu Eigenfehlern. Exzessiv hatte sie diese Taktik im Australian Open-Final der Juniorinnen im Januar angewendet, welches sie wohl auch dadurch gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk verlor. Aber diese Schritte zeigen, dass sie es sich leisten muss und darf, Neues zu erkunden. Diese tennistische Entwicklungsphase bringt momentan mehr Erfolg als die rein resultatbasierte. Da schwimmt sie durchaus gegen den Strom an, was sich hoffentlich auszahlen wird.
So setzte sich die Juniorinnensiegerin von Roland Garros 2012 gegen die Juniorinnensiegerin von Roland Garros 2016 durch.

Su-Wei Hsieh, Monica NiculescuSu-Wei HsiehTimea Bacsinszky, Martina HingisTimea Bacsinszky, Martina Hingis, Giulia SteingruberTimea Bacsinszky, Martina Hingis, Giulia SteingruberTimea Bacsinszky, Martina Hingis, Giulia SteingruberMelanie MolitorTimea Bacsinszky, Giulia Steingruber, Martina HingisSu-Wei Hsieh, Monica Niculescu, Giulia Steingruber, Timea Bacsinszky, Martina HingisSu-Wei HsiehMonica NiculescuMonica Niculescu, Su-Wei HsiehMonica Niculescu, Su-Wei Hsieh, Giulia Steingruber, Timea Bacsinszky, Martina HingisMonica Niculescu, Su-Wei Hsieh, Giulia Steingruber, Timea Bacsinszky, Martina HingisMonica Niculescu, Su-Wei HsiehEddy Yusof, Giulia Steingruber
Monica Niculescu/Su-Wei Hsieh (WTA Doppel 24/77) - Martina Hingis/Timea Bacsinszky (WTA Doppel 8/153)   5:7 6:3 10-7
Das Finalspiel im Einzel war das beste Spiel der Woche. Das Finalspiel im Doppel fand ich schwach. Denn alle Spielerinnen konzentrierten sich auf die Taktik, nicht aber auf das Tempo. Das heisst wir erlebten Bälle in Zeitlupentempo, etwa halbes Tempo als "normal". Vor allem Hsieh kann dies in Perfektion ausführen. Mit wenig Tempo spielt die 31-jährige Taiwanesin die Bälle haargenau ans richtige Ort. Die einzige die wirklich hätte dagegenhalten müssen wäre Bacsinszky gewesen. Sie passte sich an und konnte mit Lobbällen überzeugen. Ansonsten zog sie beim taktischen Doppelgeplänkel aber den Kürzeren. Erst ganz gegen Ende der Partie versuchte sie ihren Rhythmus zu steigern, um die Gegnerinnen wegzuschiessen und zu passieren.
Überrascht war ich zu hören dass Niculescu und Hsieh das erste Mal zusammen gespielt hatten. Daher auch die Freude und die Witze bei der Siegerehrung (Bilder 12-14). Die Rumänin und die ehemalige Weltranglistenerste im Doppel hatten erst sich kurz vor dem Sign-In verabredet.

Monica Niculescu, Su-Wei HsiehYves AllegroYves AllegroMartina HingisMartina Hingis
Monica Niculescu, Su-Wei Hsieh (WTA Doppel 24/77), Martina Hingis (WTA Doppel 8), Yves Allegro
Auf das von Komiker Marco Rima moderierte Exhibition-Match zwischen der Doppelfinalistin Martina Hingis und der "Usbekin" "Yvette Allegrova" (Bilder 2-3) musste Rima etwas warten. Schliesslich musste sich Martina nach ihrem Finalspiel und der Siegerehrung erst wieder bereit machen. Diese Zeit nutzte Rima um noch etwas die Siegerinnen Niculescu und Hsieh sowie das Publikum zum Lachen zu bringen.

Demi Schuurs, Xenia KnollXenia KnollDemi Schuurs, Xenia KnollXenia KnollTimea Bacsinszky, Martina Hingis
Martina Hingis/Timea Bacsinszky (WTA Doppel 8/153) - Xenia Knoll/Demi Schuurs (WTA Doppel 42/58)   5:7 6:4 10-3
Da wird das Heimturnier zum Auswärtsspiel: Xenia Knoll sass am Montagabend mit ihren Betreuern beim Masarova-Match hinter mir. Es kamen zwei Zuschauerinnen in der fast leeren Halle an, standen genau neben Knoll und sagten, dass dies ihre Plätze seien. Also rutschte die Lysserin eine Reihe hoch. Eine lustige Szene. Lyss ist nur zwanzig Minuten Autofahrt von der Tennishalle in Biel entfernt. Nicht so lustig aber doch verständlich waren die "Hopp Schwiiz"-Rufe als Unterstützung für die Olympia-Silbermedaillengewinnerinnen Hingis/Bacsinszky. Roland und ich schlugen und auf die Seite von Knoll.
Im ersten Satz legten Knoll/Schuurs konsequent los und MarTimi agierten noch fehlerhaft. Die schweizerisch-niederländische Kombination konnte sich den ersten Satz nach gegnerischer Aufholjagd doch noch schnappen. Aber die Vorteile hatten sich bereits in Richtung MarTimi verschoben. Im zweiten Satz zog Knoll eine schwache Phase ein. Sie wollte zu viel. Gegen Satzende glich sich das Momentum aus und es durfte ein spannender Match-Tie-Break erwartetet werden. Dieser verlief dann allerdings sehr einseitig zu Gunsten der Favoritinnen gegen das eigentlich an Nummer 1 gesetzte Doppel Knoll/Schuurs.

Viktorija Golubic, Kristyna PliskovaSu-Wei Hsieh, Monica NiculescuSu-Wei Hsieh
Monica Niculescu/Su-Wei Hsieh (WTA Doppel 24/77) - Viktorija Golubic/Kristyna Pliskova (WTA Doppel 92/108)   6:2 6:4
Die an Nummer 2 gesetzten Niculescu/Hsieh waren nochmals ein Stück stärker als Savchuk/Olaru am Tag zuvor und das war dann zu viel des Guten für Golubic/Pliskova, die erneut nicht über sich hinauswachsen konnten. Zum Spielende hätte sich der Ablauf vom Vortag mit erneut viel Wettkampfglück wiederholen können. Wieder kassierten die Schweizerin und die Tschechin bei 4:4 im zweiten Satz das Break gegen den Aufschlag von Pliskova. Mit 15:40 hatten sie im darauffolgenden Aufschlagspiel von Niculescu die Chance um auszugleichen und das Momentum zurückzuholen. Doch mit drei Punkten in Folge beendeten die Rumänin und die Taiwanesin die Partie. Im Hinblick auf das Finalspiel sind Niculescu/Hsieh sicherlich die grösste Herausforderung für Hingis/Bacsinszky, welche sich dieses Spiel ebenfalls angesehen hatten (Bild 5).

Raluca Olaru, Olga SavchukOlga Savchuk, Raluca OlaruViktorija GolubicViktorija Golubic, Kristyna PliskovaKristyna Pliskova, Viktorija Golubic
Viktorija Golubic/Kristyna Pliskova (WTA Doppel 92/108) - Olga Savchuk/Raluca Olaru (WTA Doppel 50/54)   4:6 7:6 11-9
Am Freitagabend im Doppel wirkte Plischi (wie wir sie hier mal liebevoll nennen) etwas fitter und wacher als zuvor im Einzel. Doch Golubic/Pliskova taten sich sehr schwer, da sie ihre Qualitäten aus dem Einzel nicht voll zur Geltung bringen konnten. Zu viele Fehler schlichen sich ein und dann ist es schwer im Doppel den Rhythmus und das Wohlbefinden zu gewinnen. Nach dem Break gegen Pliskova zum 4:5 im zweiten Satz konnte die Ukrainerin Savchuk zum Matchgewinn servieren. Es war also höchste Eisenbahn! Und siehe da, die nächsten sechs Punkte in Folge gingen an die Schweiz und Tschechien. Die Wende war greifbar. Im anschliessenden Tie-Break und folgenden Match-Tie-Break konnten Viki und Kristyna immer etwas vorlegen. Beim ersten Matchball bei 9:8 gab es einen packenden Ballwechsel, den Savchuk/Olaru abwehren konnten (Bild 7). Doch mit den nächsten zwei Punkten setzen sich Golubic/Pliskova durch.

Viktorija GolubicAmra Sadikovic, Belinda BencicAmra SadikovicKristyna PliskovaKristyna PliskovaKristyna Pliskova, Viktorija Golubic
Viktorija Golubic/Kristyna Pliskova (WTA Doppel 92/108) - Amra Sadikovic/Belinda Bencic (WTA Doppel 149/452)   6:1 6:4
Golubic sprühte einmal mehr vor Energie und es war zu spüren, dass Pliskova und sie bereits das vierte Turnier in diesem Jahr gemeinsam bestritten.
Ganz anders hingegen ist die Gefühlslage bei Bencic. In der Vorwoche war sie bereits beim ITF-Turnier in Croissy-Beaubourg zusammen mit Sadikovic eingeschrieben, musste dort aufgrund einer Verletzung am linken Handgelenk aber zurückziehen. Einen fitten Eindruck machte sie auch in Biel nicht. Ob es die Hand war oder eher neue oder anhaltende Probleme im Rücken ist schwer zu sagen. Vielleicht war es auch nur eine mentale Angelegenheit und fehlendes Selbstvertrauen. Die im Einzel von einem Karrierehoch vor einem Jahr von Rang 7 bis auf Rang 131 zurückgefallene Flawilerin hatte keine Geduld und spielte fehlerhaft. Sie war die schwächste Spielerin auf dem Platz und Tennis zu spielen scheint in dieser Situationen keinen Spass zu machen. Freude zu haben ist in so einer Situation vielleicht schon etwas gar viel verlangt. Aber Freude am Tennis zu haben wenn man auf dem Platz stehen darf ist das A und O. Falls körperlich etwas zwickte, dann ist es natürlich schwierig. Falls aber nicht, dass muss sie diese Freunde unbedingt zurückgewinnen. Gerade 20-jährig geworden hat sie noch viel Zeit dazu.
Sadikovic hatte im Verlauf der restlichen Turnierwoche eine hohe Präsenz am Stand ihres Ausrüsters Yonex.

Nachtrag Mai 2017: Nach dem WTA-Turnier in Biel spielte Bencic im bedeutungslosen Doppel im Fed Cup in Minsk. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Hingis/Bencic in Bestform ein schlagkräftigeres Doppel ist als Hingis/Bacsinszky. 6:0 6:1 fertigten sie Govortsova/Lapko, die Nummern 3 und 4 Weissrusslands ab. Eine Woche danach liess sich Bencic am linken Handgelenk operieren und wird monatelang ausfallen. Die Geschichten mit dem Handgelenk gehören mitunter zum mühsamsten und anfälligsten was es an Tennisverletzungen gibt. Bei Bencic ist es immerhin nicht die Schlaghand wie jüngst bei Nadal, Del Potro, Robson, Diyas oder Celik.

Lenka KuncikovaLenka Kuncikova, Cornelia ListerCornelia Lister
Lenka Kuncikova/Cornelia Lister (WTA Doppel 121/162) - Anna Smith/Jocelyn Rae (WTA Doppel 94/105)   6:3 6:4
4:1 waren Kuncikova/Lister auf Court 1 bereits in Führung als ich in Biel eintraf und ich mich etwas per Zufall in die Nähe von der Mutter und Trainerin von Kuncikova und dem Betreuer von Cornelia setzte, den ich zuvor noch nie gesehen hatte. Auch ohne die schwedische Brille auf zu haben muss ich sagen dass Lister die stärkste Spielerin auf dem Platz war. Sie schlug sehr schnell und kraftvoll mit erstaunlich guter Präzision. Am Ende des Spiels erzählte sie mir voller Freude, dass dies in ihrem dritten Anlauf bei einem WTA-Turnier ihr erster Matchgewinn gewesen sei. Bisher hatte sie zweimal beim Heimturnier in Bastad eine Wild Card erhalten. In Biel war es die erste direkte Qualifikation für ein WTA Hauptfeld im Doppel über die Weltranglistenklassierung gewesen.
Während des Spiels gab ihr Betreuer Frank ordentlich Gas. Fast nach jedem Punkt rief er eine Anfeuerung oder Anweisungen wie "move" oder ähnliches hinein. Auch vor dem Return zwischen erstem und zweitem Aufschlag der Gegnerin. Ob das nun geholfen hat oder nicht. Cornelia war on fire und unter dieser Geräuschkulisse lag das schwedisch-tschechische Doppel vorne. Vor dem Return auf den zweiten Aufschlag bei Spielball der Britinnen meinte Frank "step in". Er hätte recht gehabt. Cornelia blieb hinter der Grundlinie und spielte den Return unter die Netzkante. Da wurde er etwas lauter und rief "I told you to step in". Das war für die Schiedsrichterin dann zu viel und sie sprach folgerichtig eine erste Verwarnung gegen Lister/Kuncikova aus, worauf Frank in der Folge wohl oder übel verstummte. Kuncikova/Lister führten zu diesem Zeitpunkt mit 5:2 im zweiten Satz und mussten nun ohnehin auf die entfernte Seite wechseln. Doch die Stimmung war nun doch eine etwas andere als zuvor, da sich etwas im ganzen Gefüge verändert hatte. Kuncikova verlor ihren Aufschlag und Rae hielt. Es stand nur noch 5:4 und Cornelia musste nun ausservieren. Das schaffte sie und hatte sich somit ihren ersten WTA-Matchgewinn redlich verdient.

Diana MarcinkevicaDiana MarcinkevicaDiana Marcinkevica
Diana Marcinkevica (WTA Doppel 185)
Biel ist das letzte Hartplatzturnier auf der WTA im Frühjahr. Parallel läuft bereits ein Sandplatzturnier in Bogota. Danach folgt die Fed Cup-Woche auf unterschiedlichen Belägen. Die Wochen danach werden auf der WTA Tour auf Sand gespielt. Dank der Tennisanlage von Swiss Tennis können die Spielerinnen nach ihrem Ausscheiden auch Trainingsmöglichkeiten auf Sand nutzen.

 

 Einzel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Barbora Strycova (1) -
 Marie Bouzkova (Q)
 6:2 4:6 6:2
 Barbora Strycova (1) -
 Carina Witthöft
 6:2 7:6
 Barbora Strycova (1) -
 Julia Görges (7)
 4:6 6:3 1:0 ret.
 Marketa Vondrousova (Q) -
 Barbora Strycova (1)
 7:6 6:2
 Marketa Vondrousova (Q) -
 Anett Kontaveit
 6:4 7:6
 Julia Görges (7) -
 Naomi Broady
 6:4 6:2
 Julia Görges (7) -
 Oceane Dodin
 6:4 6:3
 Kristyna Pliskova -
 Roberta Vinci (4)
 6:4 6:4
 Kristyna Pliskova -
 Donna Vekic
 6:1 6:2
 Marketa Vondrousova (Q) -
 Kristyna Pliskova
 6:2 7:5
 Annika Beck -
 Rebeka Masarova (W)
 6:4 6:4
 Marketa Vondrousova (Q) -
 Annika Beck
 6:1 6:3
 Marketa Vondrousova (Q) -
 Lina Gjorcheska (L)
 7:6 6:1
 Elise Mertens -
 Monica Niculescu (8)
 6:2 6:2
 Elise Mertens -
 Mona Barthel
 6:2 6:4
 Anett Kontaveit -
 Elise Mertens
 7:5 6:7 6:1
 Anett Kontaveit -
 Aliaksandra Sasnovich (Q)
 6:4 4:6 7:5
 Anett Kontaveit -
 Heather Watson
 7:6 6:2
 Anett Kontaveit -
 Evgeniya Rodina
 6:3 6:2
 Aliaksandra Sasnovich (Q) -
 Pauline Parmentier
 3:6 6:2 6:3
 Aliaksandra Sasnovich (Q) -
 Viktorija Golubic
 6:1 6:4
 Aliaksandra Sasnovich (Q) -
 Camila Giorgi
 6:4 6:4
 Camila Giorgi -
 Antonia Lottner (Q)
 6:2 6:2
 Camila Giorgi -
 Carla Suarez Navarro (2)
 2:6 7:6 6:2

 

 Doppel
 1. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Knoll/Schuurs (1) -
 Broady/Naydenova
 6:4 3:6 10-6
 Knoll/Schuurs (1) -
 Voracova/Beck
 6:3 1:6 12-10
 Hingis/Bacsinszky -
 Knoll/Schuurs (1)
 5
:7 6:4 10-3
 Niculescu/Hsieh (2) -
 Hingis/Bacsinszky
 5:7 6:3 10-7
 Hingis/Bacsinszky -
 Marcinkevica/Witthöft
 6:2 6:3
 Hingis/Bacsinszky -
 Gjorcheska/Komardina
 6:4 6:0
 Golubic/Kr. Pliskova -
 Sadikovic/Bencic
 6:1 6:4
 Golubic/Kr. Pliskova -
 Savchuk/Olaru (3)
 4:6 7:6 11-9
 Niculescu/Hsieh (2) -
 Golubic/Kr. Pliskova
 6:2 6:4
 Savchuk/Olaru (3) -
 Hesse/Masarova (W)
 3:6 6:1 10-6
 Kuncikova/Lister -
 Smith/Rae
 6:3 6:4
 Niculescu/Hsieh (2) -
 Kuncikova/Lister
 6:2 6:2
 Niculescu/Hsieh (2) -
 In-Albon/Küng (W)
 6:2 6:1

 

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