Swiss Indoors 2013, Basel

zurück zur Hauptseite         Last updated: 26.10.2014

Basel 2009,   Basel 2010,   Basel 2011
26. Oktober 2013

Fünf Top 10-Spieler am Start! Der Hauptfeld-Cut lag mit Rang 77 höher als in den vergangenen Jahren. Dank Del Potro, Berdych, Federer, Wawrinka und Gasquet wies das Turnier der 500er-Kategorie aber eine sehr gute Ausbeute vor. Wobei Roger Brennwald auch dieses Jahr Absagen verschmerzen musste. Er hatte Nadal das Vertrauen ausgesprochen und ihn nach Basel geholt, als dieser noch von seiner Verletzungspause lahmgelegt war. Nach der unglaublichen Saison erteilte der Spanier dem Turnier am Rheinknie aber eine kurzfristige Absage.
Brennwalds Beziehung zu Federer scheint hingegen nachhaltig gestört zu sein nach den Unstimmigkeiten nach dem letztjährigen Turnier. Brennwald fühlte sich von Federers Management (Tony Godsick) nicht auf Augenhöhe behandelt und tat seinen Unmut medienwirksam kund. Damit stiess er Federer vor den Kopf, der in diesem Jahr anscheinend ohne Antrittsgage nach Basel kam. Bei der Siegerehrung dankte Federer den Fans und den Ballkindern, sagte dass er nächsten Jahr wieder dabei sein werde, aber er würdigte die Organisatoren, Sponsoren oder Roger Brennwald mit keiner Silbe.


Juan Martin Del Potro (ATP 5) - Edouard Roger-Vasselin (ATP 65)   6:4 4:6 6:2
Der Titelverteidiger schaffte im zweiten Satz das Break zum 4:2 und dann hakte er das Spiel wohl ab. Anders ist es nicht zu erklären, dass Roger-Vasselin vier Games in Folge gewinnen und damit die Partie ausgleichen konnte. Der dritte Satz zeigte, dass Del Potro nochmals einen Gang höher schalten konnte. Er gewann die nächsten vier Games in Folge und verschaffte sich eine komfortable 4:0-Führung. Für seinen unterlegenen Kontrahenten war das Turnier dennoch ein Erfolg gewesen. Der 29-jährige Franzose hatte in der ersten Runde Wawrinka besiegt.

Roger Federer
Roger Federer (ATP 6) - Vasek Pospisil (ATP 40)   6:3 6:7 7:5
Die warmen Aussentemperaturen am letzten Herbstwochenende machten sich auch in der prall gefüllten St. Jakobshalle bemerkbar. Ab und zu legte mich die Hitze auf den Zuschauerrängen recht lahm. Die Hauptsache ist aber, dass die Spieler ihre Leistung bringen. Das taten sie. Auch wenn Pospisil wie schon bei den US Open bei zirka jedem dritten Seitenwechsel sein T-Shirt wechselte. Der 23-jährige schien tatsächlich vor Schweiss zu tropfen. Federer wischte mit seiner Schuhsohle jedesmal den Boden beim Aufschlagpunkt trocken, wenn er auf die Seite kam wo Pospisil zuvor aufgeschlagen hatte. Nachdem dies zwei- oder dreimal passiert war, wurde in der Pause beim Seitenwechsel jeweils ein Balljunge mit einem Handtuch zum Trocknen losgeschickt.
Der absolute Liebling der Schweizer Tennisfans wurde in Basel kompromisslos unterstützt. So konnte man beobachten wie er mit jeder Partie besser spielte, an seinen Aufgaben wuchs und mit mehr Selbstvertrauen und Sicherheit agierte. So war ihm nach der Partie die Freude auch deutlich anzusehen. Denn so viele Gelegenheiten zur Freude hatte es in diesem Jahr auf dem Tennisplatz nicht gegeben. Sein Matchgewinn gegen Tsonga an den Australian Open war gleichzeitig sein letzter Sieg über einen Top 10-Spieler gewesen. Mit der Finalniederlage in Basel gegen Del Potro kassierte Federer seine siebte Niederlage in Folge gegen ein Top 10-Spieler. Doch trotz der Niederlagen hatte er gegen den Argentinier im zweiten Satz eine richtige starke Leistung abgeliefert.
Die Begegnung gegen Pospisil hätte Federer bei 5:3 im zweiten Satz ausservieren müssen. Dann hätte er seinen Halbfinal erfolgreich absolviert ohne seinen Aufschlag abzugeben. Doch es kam anders und im erzwungenen dritten Satz konnte Pospisil gar auf 3:1 davonziehen, weil Federer ein 40:0 noch aus den Händen gab. Das klare Re-Break zum 3:2 brachte den Basler aber umgehend ins Spiel zurück. Bei 4:4 fasste sich Pospisil an den Rücken, verzog sein Gesicht und zeigte Ermüdungserscheinungen. Das war für mich der Punkt, an dem alle Vorteile auf Federers Seite kippten. Es scheint so als reichen die Kraftreserven des Kanadiers nur gerade für drei Sätze. Pospisil kämpfte zwar weiter, aber Federer holte sich folgerichtig den Sieg.

Dominic Inglot, Treat Huey
Treat Huey/Dominic Inglot (ATP Doppel 25/31) - Michael Llodra/Nicolas Mahut (ATP Doppel 27/35)   7:6 7:6
Mit fünf (Inglot) und sieben (Huey) verlorenen Finalspielen scheiterten der Engländer und der Philippiner oft im letzten Moment. In Basel konnten sie nach Washington 2012 den zweiten ATP-Turniersieg im Doppel feiern. Bereits im Vorjahr hatten sie sich in Basel bis ins Final gespielt. Damals waren sie Nestor/Zimonjic unterlegen.
Bei den Swiss Indoors wird am Samstag ein Doppel jeweils vor den beiden Einzeln ausgetragen und eines folgt im Anschluss daran. Diesmal warteten wir nicht auf das abschliessende Doppel. Doch selbst bei der Abreise mit der grossen Masse war die Wegfahrt überhaupt kein Problem. Autotechnisch ist die Basler St. Jakobshalle wirklich ideal zugänglich. Die Durchgänge in der Halle hingegen sind vor und zwischen den Halbfinals im Einzel gestopft voll. Dort empfiehlt es sich zeitlich etwas antizyklisch zu agieren.

 

Einzel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Finale
 Juan Martin Del Potro (1) -
 Henri Laaksonen (W)
 6:4 6:4
 Juan Martin Del Potro (1) -
 Marcos Baghdatis
 6:1 6:2
 Juan Martin Del Potro (1) -
 Paul-Henri Mathieu (Q)
 6:4 6:4
 Juan Martin Del Potro (1) -
 Edouard Roger-Vasselin
 6:4 4:6 6:2
 Juan Martin Del Potro (1) -
 Roger Federer (3)
 7:6 2:6 6:4
 Edouard Roger-Vasselin -
 Stanislas Wawrinka (4)
 6:4 6:3
 Edouard Roger-Vasselin -
 Tobias Kamke (Q)
 7:5 6:3
 Edouard Roger-Vasselin -
 Daniel Brands
 6:3 4:6 6:3
 Roger Federer (3) -
 Adrian Mannarino
 6:4 6:2
 Roger Federer (3) -
 Denis Istomin
 4:6 6:3 6:2
 Roger Federer (3) -
 Grigor Dimitrov (8)
 6:3 7:6
 Roger Federer (3) -
 Vasek Pospisil
 6:3 6:7 7:5
 Vasek Pospisil-
 Robin Haase
 6:4 6:4
 Vasek Pospisil-
 Ivo Karlovic
 6:3 6:4
 Vasek Pospisil-
 Ivan Dodig
 7:6 6:4

 

Doppel
 1. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Finale
 Knowle/Marach -
 Fleming/Marray
 6:2 7:6
 Knowle/Marach -
 Bopanna/Roger-Vasselin (1)
 5:7 6:3 10-7
 Knowle/Marach -
 Matkowski/Fyrstenberg (3)
 6:4 7:6
 Huey/Inglot -
 Knowle/Marach
 6:3 3:6 10-4
 Llodra/Mahut -
 Cabal/Farah
 6:1 6:3
 Llodra/Mahut -
 Emmrich/Begemann
 6:3 7:6
 Huey/Inglot -
 Llodra/Mahut
 7:6 7:6
 Huey/Inglot -
 Qureshi/Rojer (2)
 3:6 7:6 10-8
 Huey/Inglot -
 Zeballos/Istomin
 6:2 7:6

 

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