USA Südwesten 2011

zurück zur Übersicht          Last updated: 28.01.2012

Anreise, New York, US Open:     Las Vegas NV - Atlanta GA - New York City NY     1450km,  18h,  28./29. August 2011 - 4. September 2001

 

Wegen dem herannahenden Hurrikan Irene waren die Flughäfen New Yorks und Umgebung von Samstagmittag bis Montagmittag geschlossen. Mein Nachtflug von Samstag auf Sonntag von Las Vegas nach New York wurde gestrichen. Die telefonische Hotline der Fluggesellschaft zu erreichen ist in so einem Fall unmöglich. Wartezeiten von einer Stunde wären nötig gewesen. Im Internet sah ich, wie meine Flüge umgebucht worden waren. Letztendlich wäre ich aber mit Delta nicht vor Freitag in New York eingetroffen.


Las Vegas NV - Atlanta GA
Einen Flug am Sonntagmorgen von Las Vegas nach Atlanta und am Sonntagabend von Atlanta nach New York JFK war das Resultat meiner automatischen, im Internet ersichtlichen Umbuchung. So war mein Kenntnisstand zwei Stunden vor Abflug, als ich am Flughafen in Las Vegas eintraf. Dort wurde ich informiert, dass der Anschlussflug am Sonntagabend von Atlanta nach New York nicht stattfinden wird. Die Suche nach einem neuen Termin für einen Flug nach New York oder Umgebung blieb erfolglos. Am Freitag hätte ich frühestens dort landen können. Selbst ist der Urs. So habe ich den Flug nach Atlanta genommen, entgegen den Empfehlungen der Dame vom Check-In. Ich war per Zufall immerhin in die Business Class umgebucht worden.


Atlanta GA - New York City NY
Noch vor dem Abflug in Las Vegas organisierte ich über mein Notebook die nötigen Schritte. Das Hotel in New York wurde abgesagt bzw. die Aufenthaltsdauer umgebucht. Einen Mietwagen für eine Fahrt von Atlanta nach New York zu finden war gar nicht einfach. Entweder waren die Flotten der Anbieter bereits ausgebucht oder sie liessen eine Einwegmiete zwischen diesen Destinationen nicht zu. Ich wurde dann aber doch noch bei Avis fündig. Beim Abholen des Wagen am Flughafen in Atlanta wurden mir wie üblich Upgrades nahegelegt. Ich war mit meinem Ford Focus aber zufrieden und erklärte der Dame am Check-In, dass ich nur Autobahn fahren werde und neben all den Zusatzkosten, die ich nun bereits hatte, nicht auch noch einen Wagen mit hohem Benzinverbrauch will. Sie schaute mich an als ob ihr noch nie ein Kunde begegnet wäre, der den Benzinverbrauch als Entscheidungskriterium angeführt hatte. Sie fand meine Überlegungen dann aber doch einleuchtend.
Die Zeitverschiebung war ein Vorteil. Ich fuhr um 17 Uhr in Atlanta los, was Las Vegas-Zeit 14 Uhr entsprach. So konnte ich weit in die Nacht hinein fahren, bevor sich die Müdigkeit bemerkbar machte. Ich fuhr auf der I-85 und I-95 durch die neun Bundesstaaten Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Washington D.C., Maryland, Delaware, New Jersey nach New York. Es ging also nicht direkt der Küste entlang, die potentiell durch Hurrikan Irene hätte verwüstet sein können. Von meiner Ankunft in Atlanta bis zu meinem Abflug eine Woche später ab New York bekam ich aber ironischerweise keinen einzigen Regentropfen zu Gesicht!
Das Navigationssystem half mir vor allem bei der Durchquerung Washingtons, wo es Mitten durch die Stadt ging und einige Verzweigungen zu beachten waren. Als ich morgens um sechs Uhr die Zieldestination von New York Stadtmitte auf New York Flughafen JFK anpasste und sich die Ankunftszeit von 9 Uhr auf 10 Uhr und die Länge um fünfzig Kilometer erhöhte, begann mental und körperlich eine schwere Phase. Ich musste meine Power Naps in immer kürzeren Abständen einziehen. Ein kleines Frühstück brachte mich einige Zeit später glücklicherweise wieder auf die richtige Bahn. Das Autofahren im Südwesten der USA war spektakulär gewesen. Dasjenige entlang der Ostküste ist aber genau so unspannend wie wenn man bei uns Autobahn fährt. Kurz nach elf Uhr am Montagmorgen traf ich am Flughafen JFK ein. Genau um diese Zeit begannen die ersten Matches an den US Open. Eine Stunde später war ich dann auch auf der Anlage.
Bild 2 zeigt Atlanta. Auf Bild 3 ist das Washington Monument erkennbar. Wenige Tage zuvor hatte es ein Erdbeben gegeben und aus Sicherheitsgründen musste es für Besucher gesperrt werden. Auf Bild 4 ist Baltimore zu sehen.

Nachtrag November 2011: Da habe ich nicht schlecht geschaut, als ich bei der Übertragung des New York City Marathons bemerkte, dass der Start auf der Verrazano-Narrows-Bridge (Bilder 6-8) stattfindet. Das war mir vorher nicht bewusst gewesen. Ich sass also vor dem TV und sagte: "Als ich nach New York fuhr bin ich nach 17 Stunden Autofahrt auch über diese Brücke in die Stadt!"


US Open
Bei Federers Match sassen die Musiker der Band Lady Antebellum im Publikum (Bild 5). Diese ist in den USA nach dem Gewinn von vier Grammys aktuell eine ganz grosse Nummer.


Flushing, US Open
Michael fühlte sich am Samstagmorgen wie in einem schlechten Film. Die Maschine der British Airways hob um 8:20 Uhr ab London Heathrow in Richtung New York ab. Sein Flug mit Continental um 8:30 Uhr war der erste, der wegen Hurrikan Irene abgesagt worden war. Das erfuhr er aber erst am Flughafen. Ihm wurde danach mitgeteilt er würde erst am Dienstag fliegen können, worauf er seine Reise und Hotelbuchung absagte. Etwas später wurde er informiert, dass er nun doch einen Flug am Montag erhalte. Diesen nahm er an und buchte in New York City ein Hotel zu einem weit günstigeren Preis als zuvor, da nun viele Hotels leere Zimmer hatten. An den US Open trafen wir dann auch seinen guten Freund Richard aus Kalifornien, den er jedes Jahr an den Australian Open und in Wimbledon trifft.


Times Square
Am 2. August 2011 hatte das amerikanische Parlament die Schuldengrenze erhöhen müssen, weil 14 Milliarden US-Dollar nicht mehr ausgereicht hatten. Mein Foto (Bild 7) stammt vom 3. September 2011. Die USA schafften es also innert einem Monat eine halbe Milliarde US-Dollar an Schulden anzuhäufen. Beängstigend.


Central Park, 5th/6th Avenue
Wenn man sich in New York City mit der nötigen Gelassenheit bewegt, findet man eine Stadt vor, die trotz mehreren Millionen Einwohnern eine gute Lebensqualität aufweist.


New York City - Paris - Zürich
Basel und das Rheinknie von oben.

 

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