USA Südwesten 2011

zurück zur Übersicht          Last updated: 02.10.2011

Mammoth Lakes CA - Death Valley National Park - Las Vegas NV     690km,  12h,  23. August 2011

 

Angekommen in Mammoth Lakes hatte ich am Abend noch überlegt, am nächsten Morgen zum Mono Lake und nach Bodie zurückzufahren, was mich in meinem engen Zeitplan nochmals zwei bis drei Stunden gekostet hätte. Früh um 4:15 erwacht, kam mir aber ein Geistesblitz: Es ist heiss im Death Valley! Ich habe keinen 4x4 sondern nur ein Cabrio. Ich will nicht das mir die Pneus auf dem heissen Asphalt schmelzen. Also habe ich schnell mein Notebook eingeschaltet und die Wettervorhersage überprüft. Es wäre blödsinnig erst zur heissesten Zeit des Tages ins Death Valley hinein zu fahren. So waren Mono Lake und Bodie definitiv gestrichen und um 5:15 Uhr sass ich im Wagen und fuhr los. Die richtige Entscheidung.


Mammoth Lakes - Death Valley
Von Mammoth Lakes habe ich ausser der Tankstelle (Bild 2) nichts gesehen, da ich in der Dunkelheit ankam und in selbiger bereits wieder losfuhr.


Towne Pass, Mesquite Flats Sand Dunes
Ich dachte mir das Death Valley sei eine Wüste und Regen hätte man hier vor Jahren zuletzt gesehen. Aber das stimmt nicht. Vegetation ist durchaus vorhanden, selbst im Hochsommer. Das Tödliche am Death Valley auf dem Weg in den Westen war für die ersten Sieder früher wohl vielmehr das fehlende Trinkwasser beziehungsweise die Fata Morgana (Bild 1). Man sieht Wasser, aber es ist keines (Bild 2). Dafür gibt es Schlagen oder zumindest Spuren davon (Bilder 7 und 8).
Die welligen Strassen (Bild 4), die man mit 65 mph durchfahren darf, sind ein grosser Hüpfspass.


Zabriskie Point, Twenty Mule Team Canyon
Der Zabriskie Point (Bilder 1-5) ist zu empfehlen. Der Twenty Mule Team Canyon (Bild 6) nicht. Auf der Karte war die nur kurze Strasse mit "One Way" (Einbahnstrasse) gekennzeichnet. In die One Way eingebogen folgte nach hundert Metern eine Warntafel mit sehr vielen Warnungen, aber das Gatter stand offen. Dieser Punkt war nur etwa einen Kilometer vom gut besuchten Zabriskie Point entfernt. Würde etwas passieren, könnte ich immer noch dorthin zurücklaufen. Also fuhr ich auf der engen Strasse durch die Hügel hindurch. Der Weg wollte und wollte nicht aufhören und die Strasse hätte nicht einmal die Möglichkeit zum Drehen geboten. Nach mehr als zwei Kilometer und gefühlten zehn Minuten wurde mir immer mulmiger, denn meiner Meinung nach hätte der Weg schon lange wieder in die Hauptstrasse einbiegen müssen. Als es dann auch noch hoch und runter ging inklusive scharfen Kurven schnellte mein Puls hoch. Wie gesagt, ich hatte ein Cabrio, keinen 4x4. Das Autoradio hatte auch keinen Empfang, was zusätzlich noch so eine fiese Stille über das ganze Szenario legte. Zurücklaufen hätte im schlimmsten Fall bereits drei Kilometer bei über 40 Grad Celsius bedeutet. Denn auf dieser nahezu unbefahrenen One Way-Strasse wäre keine Hilfe zu erwarten gewesen. Keine Minute nach dem krassesten Hügel und nachdem ich einen lauten Fluch ausgestossen hatte, führte der Weg dann aber endlich wieder auf die Hauptstrasse zurück. Ich hielt erst einmal kurz an um meinen Puls wieder runter zu bringen.


Dantes View
Dantes View ist beeindruckend. Auf meiner ganzen Rundreise war dieser Ausblick einer meiner absoluten Höhepunkte, da er so unreal wirkt.
Warum es auf dem kilometerlangen Weg dorthin eine 35 mph-Beschränkung gibt, weiss ich nicht. Mein Rat lautet: Ignorieren.


Furnace Creek Visitor Center, Artist's Drive
Die Bilder 1 und 2 sind die Letzten von meiner Armbanduhr. Zwei Tage später sollte ich sie verlieren. Um kurz vor Mittag stand das Thermometer bei 45 Grad. Mehr als 46 Grad war auch auf der Anzeige im Mietwagen an diesem Tag nie abzulesen. Den Artist's Drive (Bilder 5-8) muss man unbedingt durchfahren und bitte die Abzweigung zur Artist's Palette (Bilder 9-10) nicht verpassen!


Badwater Basin
Die Fata Morgana geht weiter (Bilder 1 und 10). Und dort wo es tatsächlich nicht nur Salz, sondern auch Wasser hat, dort ist es ungeniessbar. Badwater also. Die Meereshöhe ist auf Bild 4 mit einem Schild "Sea Level" in den Felsen eindrücklich gekennzeichnet.


Shoshone, Pahrump

 

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