Russland-Reise 2007

zurück zur Übersicht         Last updated: 17.09.2007

Omsk   -   03.-07. August 2007

 

Kathedrale:
Da war ich keinen Sommer zu früh in Omsk. Denn sie die neu erbaute Kathedrale war erst im Juni 2007 fertiggestellt worden. Auch sie war ein Opfer des Sowjetregimes gewesen. Dort galt die Kirche als Opium fürs Volk. Ich würde sagen, dass ist meine Nummer 2 nach der Basilius-Kathedrale.

Flora:
Zum Stadtfest gehört auch die Blumenschau "Flora". Da es dort so viele Besucher hatte und sich die Russen auch überall selbst gerne fotografieren, habe ich mir einfach mal einige Russinnen als Sujet zu nutzen gemacht.

Frauen:
Womit wir bereits beim Thema Frauen wären. Nachdem ich mir von etwa drei Omskerinnen selbst sagen lassen musste, dass die sibirischen Frauen doch so hübsch seien, musste ich auch mal meine Meinung dazu abgeben. Ich entgegnete dann, dass die Schweizer Frauen auch ganz gut seien. Positiv für Russland spricht einfach, dass viele Frauen blond gefärbt sind und nicht nur komische Strähnchen haben. Ausserdem haben fast alle lange Haare. Das sind gleich zwei Klischees, die dem typischen Männertraum entsprechen. Wobei ich bezüglich dieser Klischees wohl kein "typischer Mann" bin. ;-) Ausserdem ist die Fast Food-Kultur noch nicht so verbreitet, was die Figur in Form hält. Allerdings liefen die Mädchen fast schon etwas zu herausgeputzt (billig?) herum. Das tun sie bis sie etwa 20 sind. Aber spätestens ab Mitte 20 sieht man die meisten Frauen dann bereits mit Kinderwagen auf den Strassen.

291 Jahre Omsk. Ich weiss, wo in 9 Jahren eine grosse Party steigen wird... Cinderella lässt grüssen...

Skulpturen:
Neben dem Tag der Stadt und der Blumenausstellung wartete Omsk auch noch mit anderen kulturellen bzw. künstlerischen Zugaben auf. Auch die Eisenskulpturen verleihen der Stadt einen eigenen Charme. Die Millionenstadt in Westsibirien bietet ingesamt den nötigen Flair und braucht nicht irgendwelche Grossstadtidylle vorzutäuschen. Es verkehrsfreie Alleen sind zu finden.

Tourismus:
Wenn Touristen nach Omsk kommen, dann machen sie meistens eine kurze Stadtbesichtigung mit ihrer Reisegruppe und dann geht es gleich weiter mit der Transsibirischen Eisenbahn. Mit fünf Tagen in Omsk war bei mir keine Schnellabfertigung angesagt. In den Restaurants wie "Il Patio", "Bevedere" (zwei italienische Restaurants, um mich vor dem Marathon mit Pasta zu verpflegen) oder "Friday's" gab es zwar englische Speisekarten, aber nur russische Bedienungen. Trotzdem war es eine sehr freundliche Atmosphäre in den Restaurants und ich kehrte im Verlauf meines Aufenthalts gerne nochmals in die selben Lokale zurück. Das war so richtig Ferienstimmung. Weit ab von zu Hause, ausnahmsweise ohne gedrängtes Programm. Das Foto mit der Eisenskulpturdame namens "Ljuba" wollte ich eigentlich gar nicht schiessen. Aber einige andere Russen hatten ebenfalls die Skulpturen abgelichtet und mich angesprochen, sie würden ein Foto von mir machen. Fotos mit mir als Sujet gefallen mir nicht immer. Aber ich muss sagen, hier sehe ich doch ausgenommen entspannt und gutgelaunt aus.

Don Quijote Stephan Ljuba
Kreuzigungskathedrale
Puschkin Bibliothek Radio Sibir Kosaken-Nikolaj-Kirche im Hintergrund.

Atschair Kloster:
Wo früher ein Kloster stand, wurde in der Stalinzeit ein Gulag, in dem 200'000 Menschen umgebracht wurden. Zum Gedenken steht heute an dieser Stelle 30 Kilometer ausserhalb Omsk wieder ein Kloster, das jetzt bereits grösser ist als das Ursprüngliche. Und es soll noch weiter wachsen. Auf dem Gelände gibt es eine heisse Quelle, in der man sogar baden kann. Nun hatte ich aber ehrlich gesagt doch langsam genug gesehen von Klostern und Kathedralen...

Glockenturm Omsker Bahnhof

 

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