Miami 2013

zurück zur Übersicht         Last updated: 11.05.2013
Der Weg zum sechsten Titel - Williams, Sharapova, Li, Cibulkova, Kuznetsova, Bartoli, Pennetta, Larsson, Morita, Watson

 

Mit 31 Jahren ist Serena Williams zurück an der Weltranglistenspitze und ist damit die älteste Tennisspielerin, die je auf dem Thron sass. Ganz oben in der WTA-Rangliste spielt sich momentan ein Dreikampf ab. Die aktuelle Wimbledon-, Olympia- und US Open-Siegerin Williams und die French Open-Siegerin Sharapova liegen hauchdünn über der Grenze von 10'000 Punkten. Nur knapp darunter liegt Australian Open-Siegerin Azarenka.

In Miami hat sich Williams ihren sechsten Titel gesichert und damit den bisherigen Rekord von Steffi Graf übertroffen. Im Finale schlug sie Sharapova, die damit in drei Miami-Finals nacheinander gegen drei verschiedene Gegnerinnen nicht reüssieren konnte. Mit ihren Finalteilnahmen aus den Jahren 2005 und 2006 hat die 25-jährige Russin damit in Miami fünf Finalniederlagen einstecken müssen ohne je den Titel zu gewinnen!

Damen Einzel Hauptfeld
 1. Runde  2. Runde  3. Runde  4. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Serena Williams (1) -
 bye
 .
 Serena Williams (1) -
 Flavia Pennetta
 6:1 6:1
 Serena Williams (1) -
 Ayumi Morita
 6:3 6:3
 Serena Williams (1) -
 Dominika Cibulkova (13)
 2:6 6:4 6:2
 Serena Williams (1) -
 Na Li (5)
 6:3 7:6
 Serena Williams (1) -
 Agnieszka Radwanska (4)
 6:0 6:3
 Serena Williams (1) -
 Maria Sharapova (3)
 4:6 6:3 6:0
 Flavia Pennetta -
 Johanna Larsson
 6:4 6:1
 Ayumi Morita -
 Heather Watson
 1:6 7:5 6:4
 Ayumi Morita -
 Yanina Wickmayer (31)
 7:6 2:6 6:3
 Dominika Cibulkova (13) -
 bye
 .
 Dominika Cibulkova (13) -
 Kristina Mladenovic
 6:2 6:3
 Dominika Cibulkova (13) -
 Romina Oprandi
 6:3 6:4
 Na Li (5) -
 bye
 .
 Na Li (5) -
 Kiki Bertens
 6:3 6:1
 Na Li (5) -
 Varvara Lepchenko (25)
 6:2 6:4
 Na Li (5) -
 Garbine Muguruza (W)
 7:6 6:2
 Venus Williams (19) -
 bye
 .
 Venus Williams (19) -
 Kimiko Date-Krumm
 7:6 3:6 6:4
 Sloane Stephens (16) -
 Venus Williams (19)
 
w.o.
 Agnieszka Radwanska (4) -
 Sloane Stephens (16)
 4:6 6:2 6:0
 Agnieszka Radwanska (4) -
 Kirsten Flipkens (30)
 4:6 6:4 6:2
 Marion Bartoli (10) -
 bye
 .
 Andrea Petkovic (W) -
 Marion Bartoli (10)
 6:3 4:1 ret.
 Ajla Tomljanovic (W) -
 Andrea Petkovic (W)
 0:6 6:4 7:6
 Kirsten Flipkens (30) -
 Ajla Tomljanovic (W)
 6:7 6:4 6:3
 Svetlana Kuznetsova -
 Lourdes Dominguez Lino
 6:3 6:3
 Svetlana Kuznetsova -
 Ekaterina Makarova (18)
 6:4 6:4
 Ana Ivanovic (12) -
 Svetlana Kuznetsova
 6:3 6:3
 Sara Errani (8) -
 Ana Ivanovic (12)
 1:6 6:4 6:2
 Maria Sharapova (3) -
 Sara Errani (8)
 7:5 7:5
 Maria Sharapova (3) -
 bye
 .
 Maria Sharapova (3) -
 Eugenie Bouchard (W)
 4:6 6:1 6:4
 Maria Sharapova (3) -
 Elena Vesnina (29)
 6:4 6:2
 Maria Sharapova (3) -
 Klara Zakopalova (21)
 6:2 6:2
 Maria Sharapova (3) -
 Jelena Jankovic (22)
 6:2 6:1

Serena Williams
Serena Williams (WTA 1)
Während des Trainings hat man die Chance eine Williams auch mal von nahem zu knipsen.

Johanna LarssonJohanna LarssonFlavia Pennetta
Flavia Pennetta (WTA 103) - Johanna Larsson (WTA 65)
Nach einer halbjährigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung kehrte Pennetta im Februar in den Tenniszirkus zurück. Larsson ist neu wieder mit einem Coach unterwegs. Sie möchte vom Wissen des Amerikaners Jeff Wilson profitieren. Für eine Spielerin, die knapp in den Top 100 steht wie Larsson, ist die Coachfrage auch eine Kostenfrage. Andererseits ist die Tenniskarriere aber auch zu kurz, um nicht alles Potential auszuschöpfen zu versuchen.
Die 30-jährige Italienerin startete fehlerhaft, was Larsson ausnutzte. Wie so oft kann die Schwedin zu Beginn eines Matches punkten und wird danach "durchschaut", muss dadurch mehr riskieren und begeht mehr Fehler. Vom 4:4 im ersten Satz bis zum Spielende gewann die 24-jährige Nordschwedin nur noch ein einziges Game. Vor allem wenn die ehemalige Spitzenreiterin der Doppelweltrangliste am Netz stand, dann gewann Larsson kaum einen Punkt. Beim Überkopf mit Lobs lässt man Pennetta kaum bezwingen und bei den Volleys ist sie auch sehr stark.

Heather WatsonAyumi MoritaAyumi MoritaAyumi MoritaHeather WatsonHeather Watson
Ayumi Morita (WTA 50) - Heather Watson (WTA 39)
Das war schlechtes Timing von Watson, die das erste Spiel des Tages auf dem Grandstand hatte. Im zweiten Spiel folgte Larsson-Pennetta und im dritten Spiel auf dem Court 1 trat Arvidsson gegen Peng an. Wegen des langen Matches der Britin gegen die Japanerin überschnitten sich die Matches der Schwedinnen und ich konnte mich als Supporter ja nicht zweiteilen... Dabei hatte die 20-jährige aus Guernsey bereits mit 6:1 4:1 geführt, als ich meinen Platz auf dem Grandstand einnahm. Gegen Morita hat man es selber in der Hand, ob man gewinnt oder nicht. Die 23-jährige aus Ota City bietet unentwegt eine harte Gegenwehr. Mit ihrer beidhändigen Vorhand kann sie durchaus auch Winner schlagen. Doch grundsätzlich ist es an der Gegnerin wie in diesem Fall Watson, den Punkt oder den Fehler zu machen.
Watson liess im zweiten Satz stark nach und beging viele Fehler. Sie musste vom 4:1 bis zum 4:5 vier Games in Folge hinnehmen und verlor die Begegnung schliesslich in drei Sätzen. Nach dem Matchende wirkte sie entkräftet und enttäuscht und es wurde sogar der Doktor gerufen und ihr Plus gemessen. Das irritierte mich sehr, da Watson eine harte Arbeiterin ist und einen Grossteil ihrer Trainingszeit in Florida in der IMG Academy Bollettieri Tennis absolviert. Da sollte sie die klimatischen Bedingungen des Sunshine States gewohnt sein.
Doch die Auslösung sollte bald folgen:
Nach ihrer Niederlage in Miami teile Heather Watson mit, dass die anschliessenden Bluttests ergeben haben, dass sie an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist. Die Erkrankung befinde sich aber bereits im Endstadium. Das erkläre auch die physische und mentale Müdigkeit der letzten Monate, an der sie immer wieder gelitten hatte. Das einzige Heilmittel sei im Moment absolute Ruhe. Sie hoffe sich bald wieder erholt zu haben und freue sich dann wieder auf die Tour zurückkehren zu können.

Dominika CibulkovaSvetlana KuznetsovaDominika CibulkovaMarion BartoliMarion Bartoli
Dominika Cibulkova (WTA 14), Svetlana Kuznetsova (WTA 45), Marion Bartoli (WTA 11)
Die besten Ballwechsel am ersten Montag lieferten sich Cibulkova und Kuznetsova in ihrem Trainingspielchen. Da konnten die Partien der Qualifikation nicht mithalten. Vor allem Cibulkova präsentierte sich wie eigentlich immer auf vollem Energielevel. Einige Zeit später stand sie dann auch noch mit Bartoli auf dem Trainingsplatz. Die Französin wirkte in ihrem ersten Training bereits etwas mitgenommen während die Slowakin in ihrem zweiten Training des Tages immer noch Vollgas geben konnte. Die Ballwechsel zwischen Cibulkova und Bartoli waren hart, aber eintöniger als zuvor mit Kuznetsova und deshalb nicht so eindrucksvoll.
Zwei Tage später sah ich im Vorbeigehen das Ende des Trainings von Bartoli. Während die Französin schnell verschwand, erfüllte ihre Fed Cup-Teamchefin Amelie Mauresmo zahlreiche Autogrammwünsche und liess sich mit den Fans ablichten. Erst mit 28 Jahren hat sich Bartoli diesen Februar von ihrem Vater abgenabelt und sich in die Obhut des französischen Verband unter Mentorin Mauresmo begeben. Die Arbeit mit ihrer neuen Trainerin Jana Novotna fand in Indian Wells nach nur drei gemeinsamen Matches aber bereits wieder ein Ende. Für das Turnier in Miami stand deshalb Mauresmo zur Verfügung. Beim anschliessenden Turnier in Monterrey vertraute Bartoli auf Gerald Bremond, wobei diese Zusammenarbeit nach der Erstrundenniederlage auch bereits wieder beendet war. Die 28-jährige arbeitet nun nach einem knapp zweimonatigem Unterbruch doch wieder mit ihrem Vater zusammen.

Na LiNa LiKiki BertensKiki Bertens
Na Li (WTA 5) - Kiki Bertens (WTA 42)
Bei ihrem ungefährdeten Sieg über Bertens wirkte Li wie so oft etwas unkonstant und fehlerhaft. Dabei müsste sie mit ihren 31 Jahren mittlerweile wirklich erfahren genug sein, um die Zahl der unerzwungenen Fehler tief zu halten.

Venus Williams
Venus Williams (WTA 18)
Zu ihrer Drittrundenpartie gegen Stephens konnte Williams aufgrund einer Rückenverletzung nicht antreten. Bild 1 stammt aus dem Training.


Maria Sharapova (WTA 2) - Elena Vesnina (WTA 32)
Ich setzte mich bei 2:3 im ersten Satz ins Stadion und verliess es nach einem ultralangen Aufschlagspiel von Sharapova und Fehlern beiderseits bei 4:3 wieder. Hier trafen zwar zwei Weltklassespielerinnen aufeinander, aber sie spielten nicht so. Da sah ich mir lieber wieder Partien auf dem höchsten persönlichen Leistungsniveau auf den Aussenplätzen an.

Daniela HantuchovaDaniela HantuchovaSorana Cirstea
Daniela Hantuchova (WTA 69), Sorana Cirstea (WTA 27), Irina-Camelia Begu (WTA 53), Chanelle Scheepers (WTA 61), Lesia Tsurenko (WTA 74)
Die 29-jährige Slowakin Hantuchova hatte im Vorjahr im Doppel zusammen mit Agnieszka Radwanska den Titel in Miami gewonnen. Für die Polin war es gar ein Vollerfolg gewesen, da sie auch die Einzelkonkurrenz gewonnen hatte.

 

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