WTA Bad Gastein 2012

zurück zur Hauptseite         Last updated: 21.12.2013

15.-17. Juni 2012


WTA Bad Gastein
Durch die bevorstehenden Olympischen Spiele hat Bad Gastein in diesem Jahr seinen Platz im WTA-Turnierkalender von Mitte Juli auf mit Mitte Juni vorverschoben. Wer nicht so gerne auf Rasen (in Birmingham) spielt, kann sich so in der Woche nach Roland Garros nochmals auf Sand messen. Der Cut für die direkte Aufnahme ins Hauptfeld lag aber lediglich bei Rang 173. Der achte und letzte Platz auf der Setzliste ging mit Platz 80 weg. Das sind Zahlen am ganz unteren Rang der Bandbreite für ein WTA-Turnier. Im letzten Jahr war der Cut bei 127, die Setzliste bei 61. Im Jahr 2010 bei 133 und 64, im Jahr 2009 bei 125 und 56, im Jahr 2008 bei 107 und 63 und im Startjahr 2007 bei 105 und 62. Länger existiert das sehr beschauliche, aber sympathische Turnier noch nicht.

Einzel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Finale
 Estrella Cabeza Candela -
 Laura Pous-Tio
 3:6 6:3 6:3
 Estrella Cabeza Candela -
 Richel Hogenkamp (Q)
 6:4 6:3
 Alize Cornet (7) -
 Estrella Cabeza Candela
 6:1 6:2
 Alize Cornet (7) -
 Ksenia Pervak (3)
 6:2 6:2
 Alize Cornet (7) -
 Yanina Wickmayer (2, W)
 7:5 7:6
 Alize Cornet (7) -
 Edina Gallovits-Hall
 7:5 7:5
 Alize Cornet (7) -
 Sacha Jones
 6:3 6:2
 Ksenia Pervak (3) -
 Lara Arruabarrena-Vecino
 3:6 6:3 7:6
 Ksenia Pervak (3) -
 Sarah Gronert
 6:2 6:3
 Ksenia Pervak (3) -
 Chichi Scholl (Q)
 6:4 6:1
 Chichi Scholl (Q) -
 Zuzana Ondraskova
 6:3 6:0
 Chichi Scholl (Q) -
 Irina-Camelia Begu (6)
 6:3 6:4
 Johanna Larsson (8) -
 Jana Cepelova (Q)
 6:4 7:6
 Johanna Larsson (8) -
 Jill Craybas
 6:2 6:3
 Mandy Minella -
 Johanna Larsson (8)
 1:6 6:2 6:2
 Yanina Wickmayer (2, W) -
 Mandy Minella
 7:6 6:3
 Mandy Minella -
 Ajla Tomljanovic
 6:3 6:4
 Mandy Minella -
 Carla Suarez Navarro (4)
 6:2 3:6 6:3
 Yvonne Meusburger -
 Petra Martic (5)
 6:1 4:6 7:6
 Yvonne Meusburger -
 Dia Evtimova (Q)
 6:2 6:3
 Yanina Wickmayer (2, W) -
 Yvonne Meusburger
 6:3 6:2
 Yanina Wickmayer (2, W) -
 Mariana Duque-Marino
 6:3 6:4
 Yanina Wickmayer (2, W) -
 Patricia Mayr-Achleitner
 7:6 6:3

Doppel
 1. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Finale
 Grönefeld/Martic (1) -
 Duque-Marino/Cabeza Candela
 3:6 6:4 10-3
 Grönefeld/Martic (1) -
 Moulton-Levy/Lee-Waters
 6:3 6:3
 Grönefeld/Martic (1) -
 Jurak/Marosi (5)
 6:3 6:7 10-4
 Görges/Craybas (4) -
 Grönefeld/Martic (1)
 6:7 6:4 11-9
 Moulton-Levy/Lee-Waters -
 Wörle/Beygelzimer
 6:4 3:6 10-6
 Jurak/Marosi (5) -
 Arruabarrena-Vecino/Pous-Tio
 6:2 6:1
 Jurak/Marosi (5) -
 Hogenkamp/H. Birnerova (A)
 6:3 6:4
 Jugic-Salkic/Klemenschits -
 Grönefeld/Martic (1)
 6:7 6:4 11-9
 Jugic-Salkic/Klemenschits -
 Begu/Minella (2)
 6:2 4:6 11-9
 Görges/Craybas (4) -
 Jugic-Salkic/Klemenschits
 6:0 6:4

Chichi SchollChichi SchollKsenia Pervak
Ksenia Pervak (WTA 41) - Chichi Scholl (WTA 190)
Als klare Favoritin spielte sich Pervak ohne zu überzeugen zum Sieg. Zu Beginn wurde sie durch die österreichischen Kameramänner gestört, die Unruhe ins Spiel brachten. "You walk or you talk", sagte sie ihnen zu recht die Meinung. Nach dem ersten Satz liess sie aber ihre Gegnerin ordentlich warten, als sie sich eine ausgiebige Toilettenpause gönnte. Da wusste die unerfahrene Scholl nicht so recht, wie sie sich die Zeit vertreiben soll (Bilder 5 und 6).
Die US-Amerikanerin wird anfangs Juli zwanzig Jahre alt und ist damit nur ein halbes Jahr jünger als Pervak. Doch Scholl spielte in Bad Gastein ihr allererstes WTA-Turnier. Zuvor war sie jeweils in den Qualifikationen gescheitert und mit einer Wild Card hatte man sie noch nirgends bedacht, was für amerikanische Verhältnisse doch recht aussergewöhnlich ist. Ihr Spiel schien noch etwas roh und es fehlte ein bisschen an Power. Doch im Training am nächsten Tag (Bilder 8 und 9) zeigte sie, dass sie hart schlagen kann. Das ist manchmal der Unterschied zwischen Training und Match. Ihr bester Schlag ist der Drive Volley auf der Vorhand. Sie kam oft in die Nähe des Netzes, um mit dem Drive Volley einen kurzen Ball der Gegnerin abzuschliessen. Einige Male verzichtete sie sogar auf den Überkopfball, um lieber mit dem Drive Volley zu punkten.
Pervak zeigte bei den immer gleichen Returns Schwächen. Wobei ich nicht einschätzen konnte, wie gut Scholl bei diesen Bällen wirklich aufschlug. Servierte sie auf der Vorteilseite gegen die Linkshänderin Pervak auf deren Vorhand nach aussen, so beging die Kasachin überraschende Fehler. Auch auf der Einstandseite nach aussen serviert hatte Pervak Mühe und verzog dort ab und an ihre Rückhand.

Petra MarticMegan Moulton-Levy, Lindsay Lee-Waters
Anna-Lena Grönefeld/Petra Martic (WTA 36/69) - Megan Moulton-Levy/Lindsay Lee-Waters (WTA 99/110)
Der inspirierte Auftritt der 27-jährigen Moulton-Levy und der noch im Juni 35 Jahre alt werdenden Lee-Waters hat mir gefallen. Seit zwei Jahren spielen die US-Amerikanerinnen im Team und treten nur selten mit einer anderen Partnerin an. Vor allem die aggressiven frühen Returns (Bild 7) von Moulton-Levy haben mich beeindruckt. Mit ihrer Körpergrösse von nur 152cm musste sie sich allerdings immer extrem strecken. Moulton-Levy/Lee-Waters gingen so oft wie möglich ans Netz. Dort machten Grönefeld/Martic, die selber nie nach vorne gingen, aber einen auf Spielverderber. Sie spielten unzählige Lobs über die kleine Moulton-Levy und hatten damit ein probates Mittel gefunden. Einzig die vielen Doppelfehler von Grönefeld und das etwas passive Spielverhalten der beiden hätten ihnen bei einem engeren Spielverlauf wehtun können.

Yanina WickmayerYvonne MeusburgerYvonne Meusburger
Yanina Wickmayer (WTA 37) - Yvonne Meusburger (WTA 138)
Die Belgierin war spielbestimmend und entschied selbst über Punkte und Fehler. Doch die Erfolgsgeschichte von Meusburger in Bad Gastein ist unbedingt erwähnenswert. Bei der Vorstellung wurde die Vorarlbergerin als "aus dem Ländle" vorgestellt. Für uns Schweizer ist das Ländle Liechtenstein. Für Österreich ist das Ländle Vorarlberg. Schon wieder etwas gelernt. Aber zurück zur Erfolgstory: In ihrer langen Karriere hat die 28-jährige Meusburger nur in Indian Wells 2007 zwei Spiele in einem WTA-Hauptfeld gewinnen können. In Indian Wells steht man damit in der dritten Runde. In Bad Gastein reicht es mit zwei Siegen bereits zur Viertelfinalqualifikation. Aber jetzt kommt's: In den sechs Austragungen des WTA-Turniers in Bad Gastein stand Meusburger viermal im Viertelfinale, einmal im Halbfinale und einmal im Finale. Die sechs besten Ergebnisse ihrer Tenniskarriere holte sie sich also alle im Salzburgerland! Einerseits wohl nicht der beste Ausweis für die Leistungsdichte am Turnier, andererseits aber ein wahrer Effort der in Schwarzach nur zwanzig Kilometer von Bad Gastein entfernt wohnhaften Österreicherin. In diesem Jahr zum Beispiel besiegte sie in der ersten Runde Martic nach einem 2:5 0:40-Rückstand im dritten Satz und der Abwehr von insgesamt vier Matchbällen. Martic hatte in der Vorwoche in Roland Garros die vierte Runde erreicht.

Johanna LarssonMandy MinellaMandy Minella
Mandy Minella (WTA 95) - Johanna Larsson (WTA 89)
Nach sehr einer durchzogenen Saison konnte Larsson nach Strasbourg erst zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Siege in einem WTA-Hauptfeld erzielen. Die Ausgangslage für das Viertelfinale war vielversprechend und mit einem schnellen 6:1 schien alles seinen Weg zu gehen. Die Schwedin spielte druckvoll und profitierte von einigen leichten Fehlern Minellas. Ab dem zweiten Satz servierte die Luxemburgerin aber um einiges stärker und retournierte viel besser. Larsson hingegen beging mit ihren Rückhandreturns immer häufiger direkte Fehler. Minella konnte im zweiten Satz jeweils vorlegen. Plötzlich schwächelte sie bei 2:2 aber trotz einem 40:0-Vorsprung und Larsson kam in diesem Game noch zu einem Breakball. Doch Minella hielt ihr wichtiges Aufschlagspiel zum 3:2. In der Folge wurde Larsson zum 2:4 gebreakt und ihre Saite riss mit dem letzten Punkt des Games. Mit dem durch Minella zum 5:2 verwerteten Spielball riss Larsson auch die Saite am zweiten Racket. Mit dem dritten Racket traf die 23-jährige nun wirklich gar nichts mehr. Das Gefühl war völlig weg. So etwas habe ich wirklich selten gesehen. Die Länge stimmte nicht mehr und sogar seitwärts folgen die Bälle in Aus. Bei 1:4 im dritten Satz bekam Larsson ihr neu bespannten Schläger zurück. Ihr Spiel verbesserte sich wieder etwas, doch es war bereits zu spät.
Im Interview nach dem Match erwähnte die 26-jährige aus Esch-sur-Alzette die Anweisungen ihres Trainers, die sie während des On Court-Coachings nach dem ersten Satz erhalten hatte. Sie habe defensiver agiert und öfters einen hohen Ball eingestreut, womit ihre Gegnerin grosse Mühe bekundet habe. Das sei nicht ihr attraktivstes Spiel gewesen, aber notwendig. Einige Male hatte sie Larsson wirklich bis hinten an die Abschrankung gedrängt. Dabei liess sie aber unerwähnt, dass sie trotz der besseren Defensive ab diesem Zeitpunkt auch viele direkte Punkte gewann, wenn sich die Chance dazu bot. Noch eine Bemerkung meinerseits, die sich nicht auf das Tennis bezieht, sondern auf Minellas Beine: Schaut Euch mal Bild 4 an. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob dies ein Zeichen für austrainierte Muskeln oder dünnen sehnigen Körperbau ist. Das Match verfolgten übrigens auch Mervana Jugic-Salkic und Sandra Klemenschits (Bild 7), die abends im Doppel knapp gegen Minella siegten. Ebenfalls schaute Richel Hogenkamp (Bild 8) kurz vorbei.
Mit fallender Weltranglistenklassierung tritt die eine oder andere Unannehmlichkeit auf. Im letzten Jahr hatte Larsson in Kopenhagen am Sonntag im Doppelfinale gespielt in der Folgewoche das Turnier in 's-Hertogenbosch bestritten. Anstelle von Kopenhagen, das nun im April stattgefunden hatte, war sie nun in Bad Gastein. Da sie die Aufnahme ins Hauptfeld in 's-Hertogenbosch in diesem Jahr um einen Platz verpasst hatte, hätte sie am Samstag dort die Qualifikation spielen müssen. Da sie aber erst am Freitagabend in Bad Gastein ausgeschieden war, reichte es nicht mehr für einen sinnvollen Transfer in die Niederlande. So kann sie diese Woche kein Turnier bestreiten, keine Punkte sammeln und sich nicht mit Wettkämpfen auf das in einer Woche beginnende Rasenturnier von Wimbledon vorbereiten.

Alize CornetAlize CornetEstrella Cabeza CandelaEstrella Cabeza CandelaAlize Cornet
Alize Cornet (WTA 73) - Estrella Cabeza Candela (WTA 157)
Es war die erste Partie, in der auch wirklich Sandplatztennis gespielt wurde. Cornet fluchte zu Beginn bei 1:1 und 2:1 ordentlich herum. "Oui, tu joux bien..." sprach sie ironisch vor sich hin. Sie fragt immer wieder Entscheidungen nach (Bild 8) oder stöhnt auch recht mühsam. Aber ihre Leidenschaft ist immer zu erkennen und das macht sie dann doch wieder sympathisch oder zumindest unterhaltsam. Bei einer Players Party fehlt die 22-jährige von der Cote d'Azur eigentlich nie. So war sie später am Freitagabend auch im sommerlichen Kleid an der Beach Party zugegen. Auf der Leinwand wurden dort Bilder der vergangenen Jahre gezeigt und überraschend oft war Cornet auf diesen zu sehen. Sie verfolgte die Bilderreihe mit Wohlwollen. Es war zu sehen, dass sich die Französin an diesem Turnier wohlfühlt. 2009 und 2010 hatte sie jeweils das Halbfinale erreicht. Dort stand sie nach dem deutlichen Sieg über Cabeza Candela auch in diesem Jahr wieder.


Beach Party
Die Beach Party gibt es anscheinend jedes Jahr am Freitagabend. Freier Eintritt für die Gäste und natürlich auch für die Spielerinnen. Einige von ihnen folgten der Einladung. Auf den Bildern 5-7 haben wir am Spielerinnentisch auf der linken Seite von vorne nach hinten Marosi, Moulton-Levy und Cornet. Auf der rechten Seite Jurak, die mit hohen Schuhen einen Kopf grösser ist als ich, Lee-Waters, Barbara Schett und Grönefeld. Cabeza Candela war auch gekommen. Martic und Trainer Kuharszky hatten sich bereits früh wieder verabschiedet. Die Kroatin hatte am Freitagnachmittag übrigens das Angebot des Turnierveranstalters ergriffen und einen Tandem-Gleitschirmflug unternommen.


Bad Gastein
Starkes Gefälle und somit verschiedene Ebenen und grosse Bauten zeichnen Bad Gastein aus. Sehr viele Gebäude sind auf französisch angeschrieben, was auf die lange und edle Tradition des Kurorts hindeutet. Wie gut das Geschäft aber heutzutage läuft sei dahingestellt.


Wasserfall
Der Wasserfall über drei Kaskaden gehört zu den imposantesten, die ich je gesehen haben.


WTA Bad Gastein
Die beiden Tennisplätze beim Hotel Europäischer Hof, welches gleichzeitig auch als Spielerhotel fungiert, bilden das Herzstück des Turniers. Zu Beginn der Woche wurden auch Spiele auf einer Nebenanlage ausgetragen. Die Leistung der Ballkinder hatte nicht WTA-Niveau. Der Zuschaueraufmarsch eigentlich auch nicht. Dafür hatte die Veranstaltung fast schon familiären Charme. Ein Marketinginstrument der Tourismusregion, dass seinen Platz momentan halten kann. Mit mir hat es ja geklappt mit dem Tourismus und einem zusätzlichen Gast für Bad Gastein.

Alize CornetKsenia Pervak
Alize Cornet (WTA 73) - Ksenia Pervak (WTA 41)
Cornet spielt ihre Vorhand mit viel Top Spin oft nur bis auf die Servicelinie. In den meisten Fällen stellt ein solcher Ball ein Todesurteil dar. Auf Sand verliert dieser Ball aber anscheinend genügend an Tempo, dass Pervak damit nichts mehr anfangen konnte. Die Spielerinnen sind sich heutzutage gewohnt mit dem hohen Druck der Gegnerin zu spielen. Muss man das Spiel auf langsame Bälle selber machen, passieren Fehler und man kann selbst nicht die gleiche hohe Geschwindigkeit erzeugen wie sonst. Auch die Verhältnisse mit viel Wind kamen dem Spiel der 21-jährigen Kasachin nicht entgegen. Den Russen könnten übrigens über kurz oder lang die Spieler ausgehen, wenn ihnen Kasachstan weiterhin so aggressiv die jungen Talente abzuwerben versucht.
Wenn sie ausser Atem ist, dann schnappt Cornet nach Luft wie eine Dramakönigin. Das wirkt dann alles doch sehr pointiert. Im Halbfinale war sie aber die bessere Spielerin und konnte sich damit bei Pervak für die Erstrundenniederlage vor einem Jahr revanchieren. Im Interview nach dem Match sagte sie, dass sie viel ruhiger geblieben sei. Ein Hohn, wenn man sie zu Beginn des Matches wieder hatte fluchen hören. Ihre gutes Gefühl brachte sie mit dem Wort Happiness zum Ausdruck und ergänzte danach: "... and I'm just one step away from total hapiness." Diese totale Glückseeligkeit erreichte sie tags darauf mit ihrem Finalsieg und dem zweiten WTA-Titelgewinn nach Budapest 2008.

Yanina WickmayerMandy MinellaMandy MinellaYanina WickmayerYanina WickmayerYanina Wickmayer
Yanina Wickmayer (WTA 37) - Mandy Minella (WTA 95)
Man kann es mit dem On Court-Coaching auch übertreiben. Im ersten Satz riefen Minella bei 3:2, Wickmayer bei 5:4 und bei 7:6 nach ihrem Coach. Ich hatte das On Court-Coaching eigentlich immer gemocht, da man den Trainer in Aktion sah. Aber eigentlich sollten die Spielerinnen ihren eigenen Weg finden, um ein Spiel zu gewinnen. Meine positive Einstellung für das On Court-Coaching schwindet also. Der erste Satz war sehr ausgeglichen verlaufen. Doch Minella hätte den Gewinn des ersten Satzes benötigt, um in dieser Partie eine echte Chance zu haben. Die Luxemburgerin hat einen sehr schönen Rückhandslice im Repertoire. Ich muss nochmals auf ihre Beine hinweisen. Explizit auf den
Bildern 4 und 7 sind Beinmuskeln zu sehen, die man sonst bei den Damen nicht zu sehen bekommt. Das Highlight bei Wickmayer waren wohl die verschiedenfarbigen Fingernägel (Bild 1).
Im zweiten Satz war ich ausserhalb des "Stadions" unterwegs und wurde gleich um Hilfe gebeten. Kurz "Ja" gesagt und schon war ich zum Repräsentanten der Volksschule Bad Hofgastein geworden. Die von den lokalen Schulen bemalten Trikots mussten präsentiert werden und es fehlten "Models". So endete ich auf dem Center Court mit Yanina Wickmayer und dem nordischen Kombinierer Bernhard Gruber. Das Trikot schaffte es aber nicht unter die Top 3. Gewonnen hat das Trikot ganz rechts, für das ich tags zuvor auch abgestimmt hatte.

Darija JurakKatalin MarosiAnna-Lena Grönefeld, Petra MarticKatalin Marosi, Darija Jurak
Anna-Lena Grönefeld/Petra Martic (WTA 36/69) - Darija Jurak/Katalin Marosi (WTA 82/85)
Wenn ich einer jungen talentierten Spielerin auf dem Durchbruch auf die WTA-Tour einen Trainer empfehlen müsste, dann würde ich ihr wohl Zoltan Kuharszky empfehlen.


Salzburg
Idyllisch an der Salzach gelegen, eröffnet Salzburg einen schönen Blick auf die Stadt.


Kapuzinerberg
Den steilen Aufstieg auf den Kapuzinerberg hätte ich mir sparen können, da die wenigen Aussichtspunkte leider in die "falsche" Richtung zeigten.


Salzburg
Ich hatte wohl etwas zu wenig Zeit zur ausgiebigen Erkundung, aber Salzburg bleibt mir vor allem als Stadt mit schöner Fassade und vielen Gassen mit teuren Geschäften in Erinnerung.


Hallein
Nach dem Tennis in Bad Gastein am Freitag und Samstag hatte ich auf Sonntag in der Nähe von Salzburg übernachtet. Um mich selbst auch noch sportlich zu bestätigen, rannte ich dort Sonntagmorgen einen Halbmarathon und machte mich danach auf den Nachhauseweg via München. Den Hinweg am Freitagmorgen hatte ich via Innsbruck unter die Räder genommen.

 

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