USA Südwesten 2011

zurück zur Übersicht          Last updated: 11.09.2011

San Francisco - 21. August 2011

 

Bei San Francisco denkt jeder an die Golden Gate Bridge. Ich denke jetzt aber jeweils zuerst an den Alamo Square und die ganze Gegend dort mit den netten viktorianischen Häuschen sowie an die Lombard Street. Denn SF hat viel mehr zu bieten als die Golden Gate Bridge. Leider hat San Francisco auch schlechtes Wetter zu bieten. Nebel im Sommer und kalte Temperaturen sind leider keine Ausnahme. Dennoch nehme ich die Stadt am Pazifik in die Liste meiner Lieblingsstädte auf.


Union Square, Cable Cars
Dem Jetlag sei dank war ich morgens bereits um kurz vor sechs Uhr unterwegs und startete meine Besichtigungstour. So kriegt man in nur einem Tag doch viel zu sehen. Zum Abschluss des Tages fuhr ich dann noch eine ganze Cable Car-Strecke vom Start der Mason-Powell-Linie bis zur Endstation auf dem Trittbrett mit. Zum Glück war das Gefährt so gut besetzt, dass ich problemlos draussen auf dem Trittbrett stehen durfte.


Lombard Street, Coit Tower
Die ist ja sensationell, die Lombard Street! Hätte ich das am Folgetag mit meinem Navigationsgerät nicht verhauen, dann wäre ich mit dem Mietwagen gleich einmal hinuntergefahren. Auf der anderen Seite der Lombard Street befindet sich der Coit Tower (Bild 2), von dessen Fuss aus das Bild 9 aufgenommen wurde.


Golden Gate Bridge
Mir waren die Hände fast abgefroren, als ich morgens um acht bis in die Mitte der Brücke gelaufen war. Wegen dem Nebel ist die Brücke leider nicht in voller Pracht zu sehen.


Haight Ashbury
Minis, Beetles und Vespas sind im Künsterviertel Height Ashbury sehr angesagt. Hier gönnte ich mir dann ganz künstlermässig eine Crèpe als Mittagessen.


Buena Vista Park, Corona Heights
Der Buena Vista Park liegt über Haight Ashbury und kurz dahinter kommt der Hügel Corona Heights. In den Reiseführern findet man diese Parks nicht zu vorderst, aber sie bieten sehr schöne Rundblicke über die Stadt.


Alamo Square, Civic Center
Wunderschön.
Vom Bahnhof in Wimbledon geht man bis zur Tennisanlage zwanzig Minuten lang an gut bürgerlichen Häusern entlang. Da auf dem Weg auch Schaufenster von Immobilienmaklern liegen und einige Häuser selbst sogar ein "for sale"-Schild haben, witzeln Michael und ich immer, welches Anwesen für einen Kauf geeignet wäre. Aber neben einem Haus in Wimbledon möchte ich auch gerne eines in San Francisco! Diejenigen am Alamo Square sind touristisch dann doch zu sehr belagert. Aber ein nettes viktorianisches Häuschen an einem Hügel mit Blick auf die Stadt, dass wär' schon was.


Chinatown
Das Chinatown in San Francisco war das Erste in den USA. Logischerweise gibt es an der Pazifikküste grössere Chinatowns als an der Atlantikküste. Das grösste liegt mittlerweile aber in New York City. Gleich dahinter belegt San Francisco mit 80'000 Chinesen Platz zwei. Es liegt recht zentral in der Stadt und ist somit auch für Touristen schön zurechtgemacht.
Dass ist in den Vereinigten Staaten von Amerika für mich immer kompliziert. Man hat automatisch im Hinterkopf, dass die Engländer oder Europäer oder die Weissen die eigentliche Bevölkerung der USA darstellen, da sie die Gründungsväter der Nation sind. Aber sofort weiss man natürlich, dass das im Einwanderungsstaat nicht stimmen kann. Da wären als erstes die Ureinwohner, Indianer oder neumodisch First Nations genannt. Dann kommen die Schwarzen, die ehemaligen Sklaven. Als nächstes geht man über und sieht alle anderen Gruppen wie Chinesen oder Lateinamerikaner als Ausländer an. Aber das ist doch auch falsch, da fast alle von ihnen auch US-Bürger sind. Auch wenn sie untereinander je nach dem eine andere Sprache als Englisch sprechen. Ich kann mich ja damit herausreden, dass ich ein Tourist bin und solche Verhältnisse nicht kenne. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass viele weisse Amerikaner alle anderen Ethnien kulturell als Ausländer ansehen und dass sie selbst ihren Besitzstand wahren und Geld und Macht in ihren eigenen Händen halten wollen. Trotz dem mittlerweile allgemein anerkannten historischen Schuldbewusstsein.


Washington Square, Coit Tower
Auf den Coit Tower muss man nicht unbedingt hoch, da alles hinter Scheiben ist und das wellige San Francisco auch ohne Turm viele Aussichtsmöglichkeiten bietet. Ich wusste das natürlich noch nicht und tat es deshalb trotzdem, musste einige Dollars bezahlen und mich in der Schlange einreihen. Das gelungene Motiv auf Bild 4 mit dem Geld und dem Financial District ist dafür eine Errungenschaft vom Turm.


Marina, Fishermans Warf
Sehr touristisch geht es am Pier 39 zu. Da dort das Bubba Gump Shrimp Co.-Restaurant ist, machte auch ich einen Abstecher dorthin.

 

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