Wimbledon 2010, London

zurück zur Übersicht         Last updated: 31.07.2010

alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Roger Federer, Andy Roddick, Lleyton Hewitt, Arnaud Clement, Michael Llodra, Gael Monfils
Favoritenstürze - Roger Federer, Andy Roddick, Lleyton Hewitt

 

Für einen Platz im Finale wurde der sechsfache Champion Federer natürlich hoch gehandelt. Ebenso in seiner Tableauhälfte befanden sich der zweifache Halbfinalist Djokovic, der dreifache Finalist Roddick sowie mit Hewitt der Sieger von 2002. Alle mit berechtigten Hoffnungen. Letztendlich hat Berdych ihnen allen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Herren Einzel
 1. Runde  2. Runde  3. Runde  4. Runde  Viertelfinale
 Roger Federer (1) -
 Alejandro Falla
 5:7 4:6 6:4 7:6 6:0
 Roger Federer (1) -
 Illja Bozoljac (Q)
 6:3 6:7 6:4 7:6
 Roger Federer (1) -
 Arnaud Clement
 6:2 6:4 6:2
 Roger Federer (1) -
 Jürgen Melzer (16)
 6:3 6:2 6:3
 Tomas Berdych (12) -
 Roger Federer (1)
 6:4 3:6 6:1 6:4
 Lleyton Hewitt (15) -
 Maximo Gonzalez
 5:7 6:0 6:2 6:2
 Lleyton Hewitt (15) -
 Evgeny Korolev
 6:4 6:4 3:0 ret.
 Lleyton Hewitt (15) -
 Gael Monfils (21)
 6:3 7:6 6:4
 Novak Djokovic (3) -
 Lleyton Hewitt (15)
 7:5 6:4 3:6 6:4
 
 Andy Roddick (5) -
 Rajeev Ram
 6:3 6:2 6:2
 Andy Roddick (5) -
 Michael Llodra
 4:6 6:4 6:1 7:6
 Andy Roddick (5) -
 Philipp Kohlschreiber (29)
 7:5 6:7 6:3 6:3
 Yen-Hsun Lu -
 Andy Roddick (5)
 4:6 7:6 7:6 6:7 9:7
 

Roger Federer
Roger Federer - Arnaud Clement
Zum ersten Mal nach sieben Finalspielen in Folge stand Federer nicht im Wimbledon-Endspiel. Turniersiege hat er in diesem Jahr "erst" einen gewonnen. Den Australian Open-Titel! Auf Rasen war er in Halle im Finale gescheitert. Gegen Berdych hatte er dieses Jahr bereits in Miami verloren. Die Niederlage gegen Berdych im Viertelfinale ist zwar ein Paukenschlag, aber nicht das Ende der Welt.
Die Partie gegen Clement war für Federer die erste dieses Turniers, in der er unbedrängt blieb. Ja, der 32-jährige Franzose treibt sich auch immer noch auf der ATP-Tour herum. Allerdings hat der Australian Open-Finalist von 2001 erst das dritte Mal in den letzten sieben Jahren eine dritte Runde an einem Grand Slam-Turnier erreicht. Das wirkte wie ein Trainingsspielchen für den Titelverteidiger und war entsprechend unspektakulär. Da hielte Federer seinen Gegner mit dem Rückhandslice etwas hin, bis er dann wieder Druck machte und voll zuschlug.


Andy Roddick - Michael Llodra
Der Vorjahresfinalist stand im letzten Jahr so nahe am Wimbeldontitel wie nie zuvor. In diesem Frühjahr hatte er mit dem Sieg beim Masters Series-Turnier in Miami einen grossen Erfolg feiern können. Seine Niederlage in der vierten Runde gegen den Taiwanesen Lu war die Überraschendste aller Spieler aus dem Favoritenkreis.
Michael Llodra hatte in der Woche vor Wimbledon das Turnier in Eastbourne gewinnen können. Gegen Roddick reichte es zum Gewinn des ersten Satzes. Danach übernahm aber der 27-jährige Texaner das Zepter.


Lleyton Hewitt - Gael Monfils
Der 29-jährige Australier lag einst im Direktvergleich mit Federer 7:2 vorne. Das war in den Jahren zwischen 1999 und 2003. In den letzten sechs Jahren aber kassierte er 15 Niederlagen in Folge. Beim Rasenturnier in Halle konnte er diese Negativserie dank einem Finalsieg über den um ein Jahr jüngeren Schweizer durchbrechen und zum 8:17 verkürzen. Damit gesellte sich der starke Rasenspieler zum Favoritenkreis. Eine Niederlage gegen Djokovic ist allerdings keine Schande. Hewitt schied dadurch in der vierten Runde aus.
Hewitt bedankt sich nach seinen Matches immer mit einem kurzen Winken oder Daumen hoch bei seinen Fans. Die Fanatics sind die australischen Tennisverrückten, die bei Turnieren auf der ganzen Welt anzutreffen sind. Ein bisschen unfair, weil dadurch der Aufschlag Monfils' hinausgezögert wurde, aber extrem cool fand ich ihre Aktion bei 4:4 und 30:30 im dritten Satz weil total unerwartet. Da ertönte es auf einmal: "dum du dum, dum du dum, can you feel it?" Der Song der Jackson Five am ersten Todestag Michael Jacksons passte tatsächlich wie die Faust aufs Auge. Man konnte das Break fühlen. Hewitt holte es sich auf der Stelle und servierte danach das Match aus.

 

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