Wimbledon 2010, London

zurück zur Übersicht         Last updated: 31.07.2010

alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Rafael Nadal, Philipp Petzschner, Robin Haase, Kei Nishikori, Sonchat Ratiwatana, Sanchai Ratiwatana
Zweites Double - Rafael Nadal

 

Das wohl schwierigste Double im Tennis ist der Sieg in Roland Garros auf Sand und anschliessend in Wimbledon auf Rasen. Dazwischen liegen nur zwei Wochen Pause. Björn Borg hatte dieses Kunststück zwischen 1978 und 1980 dreimal in Serie vollbracht. Seither hatte nur Andre Agassi überhaupt die Titel in Roland Garros (1999) und in Wimbledon (1992) gewinnen können. Nicht aber im selben Jahr. Bis Federer und Nadal kamen. Die Rivalität der beiden gipfelt in Paris und London jeweils auf dem Höhepunkt. Es sind die aufregendsten Tenniswochen des Jahres. Die letzten drei Jahre waren diesbezüglich sogar die Aufsehenerregendsten. Das Double gelang wieder drei Jahre in Folge: 2008 war es Nadal, 2009 Federer und nun wieder Nadal. In den letzten beiden Jahren gelang ihnen dies trotz einer zuvor schwierigen Phase in ihrer Karriere.

Herren Einzel
 1. Runde  2. Runde  3. Runde  4. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Philipp Petzschner (33) -
 Stephane Robert
 6:4 7:6 4:6 2:6 6:4
 Philipp Petzschner (33) -
 Lukasz Kubot
 6:4 3:6 4:6 6:3 6:2
 Rafael Nadal (2) -
 Philipp Petzschner (33)
 6:4 4:6 6:7 6:2 6:3
 Rafael Nadal (2) -
 Paul-Henri Mathieu
 6:4 6:2 6:2
 Rafael Nadal (2) -
 Robin Soderling (6)
 3:6 6:3 7:6 6:1
 Rafael Nadal (2) -
 Andy Murray (4)
 6:4 7:6 6:4
 Rafael Nadal (2) -
 Tomas Berdych (12)
 6:3 7:5 6:4
 Robin Haase -
 James Blake
 6:2 6:4 6:4
 Rafael Nadal (2) -
 Robin Haase
 5:7 6:2 3:6 6:0 6:3
 Rafael Nadal (2) -
 Kei Nishikori (W)
 6:2 6:4 6:4

Rafael Nadal
Rafael Nadal - Kei Nishikori
Trotz Führung in der Weltrangliste und als Sieger von vor zwei Jahren wurde Nadal nur an Position 2 gesetzt. Im letzten Jahr hatte er verletzungsbedingt nicht antreten können. Rasenkönig Federer gewann damals den Titel. Für die Ermittlung der Setzliste werden zu den aktuellen Weltranglistenpunkten die auf Rasen erspielen Punkte innert Jahresfrist doppelt gezählt. Das beste Resultat aus dem Jahr davor wird zu 75% addiert. Das erste Match gegen Nishikori absolvierte Nadal ohne Probleme.


Rafael Nadal - Robin Haase
Der 24-jährige Spanier lag mit 1:2 nach Sätzen zurück, stand letztendlich aber doch nie kurz vor dem Aus. Er konnte die Partie zum richtigen Zeitpunkt drehen.

Philipp Petzschner
Rafael Nadal - Philipp Petzschner
Noch beunruhigender als gegen Haase war der 1:2-Satzrückstand gegen Petzschner. Denn der Deutsche spielte stark und unberechenbar. Mit harten Aufschlägen und einer Slice-Rückhand erinnerte er mich etwas an Federer. Auch die Hook-Vorhand hat er im Repertoire. Zu Beginn des vierten Satzes liess sich Nadal dann auch noch an seinem rechten Knie behandeln. Die Knie sind sein wunder Punkt, die ihm in den letzten Monaten seit den Australian Open allerdings keine Probleme mehr bereitet hatten. Doch die intensivste Zeit des Jahres, was die Belastung für den Körper anbelangt, folgt erst. Bis Ende des Jahres spielen die Klassenbesten praktisch nur noch auf Hartplätzen. Nadal steigerte sich und im fünften Satz nahm Petzschner dann seinerseits eine Verletzungspause. Denn Petzschner musste er im dritten Match des Turniers bereits zum dritten Mal über die volle Distanz gehen. Eine Woche nach diesem Match waren beide Wimbledonsieger 2010. Nadal im Einzel. Petzschner an der Seite von Melzer im Doppel.

 

Herren Doppel
 1. Runde  2. Runde  3. Runde
 Ratiwatana/Ratiwatana (L) -
 Kowalczyk/Bednarek (L)
 6:1 6:4 7:6
 Ratiwatana/Ratiwatana (L) -
 De Bakker/Haase
 6:4 7:6 4:6 6:2
 Chela/Schwank (L) -
 Ratiwatana/Ratiwatana (L)
 6:3 6:2 7:6
 De Bakker/Haase -
 Kas/Troicki
 6:7 6:4 7:6 6:3

Robin Haase
Sonchat Ratiwatana/Sanchai Ratiwatana - Thiemo De Bakker/Robin Haase
Da war Feuer in der Partie. Ich war erstaunt über das Temperament der Ratiwatana-Zwillinge, da die asiatische Mentalität ja eher zurückhaltend ist. Doch die Thailänder fühlten sich vielleicht auch durch Haase angestachelt. Der Niederländer wirkte mit einigen Gesten zeitweise abschätzig und es sah so aus, als wollte er seine Gegner hochnehmen. Die Niederländer schossen voll auf den Mann, wenn die Ratiwatanas am Netz standen. Dort vorne zu sein war das Ziel der Thailänder. Dank einer schnellen Reaktionsfähigkeit konnten die Lucky Looser am Netz vorne bestehen. Die eigentlich exzellenten Aufschläger De Bakker und Haase gewannen nur selten einfache Punkte direkt mit ihrem Aufschlag.

 

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