Wimbledon 2010, London

zurück zur Übersicht         Last updated: 31.07.2010

alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Serena Williams, Venus Williams, Dominika Cibulkova, Michelle Larcher de Brito, Lucie Safarova, Ekaterina Makarova
9x Williams in 11 Jahren - Serena Williams, Venus Williams

 

Seit dem Jahr 2000 hiess die Wimbledonsiegerin neunmal Williams. Nur in den Jahren 2004 (Sharapova schlägt Serena) und 2006 (Mauresmo schlägt Henin) siegte keine der Schwestern. Viermal gab es im Finale sogar den Sister Act. Dank den Siegen in den letzten beiden Jahren liegt die ansonsten erfolgreichere Serena im direkten Titelduell nur noch mit 4:5 hinter ihrer um ein Jahr älteren Schwester zurück.

Damen Einzel
 1. Runde  2. Runde  3. Runde  4. Runde  Viertelfinal  Halbfinal  Final
 Serena Williams (1) -
 Michelle Larcher de Brito
 6:0 6:4
 Serena Williams (1) -
 Anna Chakvetadze
 6:0 6:1
 Serena Williams (1) -
 Dominika Cibulkova
 6:0 7:5
 Serena Williams (1) -
 Maria Sharapova (16)
 7:6 6:4
 Serena Williams (1) -
 Na Li (9)
 7:5 6:3
 Serena Williams (1) -
 Petra Kvitova
 7:6 6:2
 Serena Williams (1) -
 Vera Zvonareva (21)
 6:3 6:2
 Dominika Cibulkova -
 Lucie Safarova (25)
 7:6 6:4
 Dominika Cibulkova -
 Ayumi Morita
 6:7 7:6 7:5
 Ekaterina Makarova -
 Agnes Szavay
 6:4 7:6
 Venus Williams (2) -
 Ekaterina Makarova
 6:0 6:4
 Venus Williams (2) -
 Alisa Kleybanova (26)
 6:4 6:2
 Venus Williams (2) -
 Jarmila Groth
 6:4 7:6
 Tsvetana Pironkova -
 Venus Williams (2)
 6:2 6:3
 
 Venus Williams (2) -
 Rossana De Los Rios
 6:3 6:2


Serena Williams - Michelle Larcher de Brito
In ihren ersten drei Partien gewann Williams den ersten Satz jeweils mit 6:0. Das britische Publikum hat meist etwas für Aussenseiter übrig und unterstützt diese. So durfte sich auch Larcher de Brito grossen Sympathien erfreuen. Für mich eine verkehrte Welt, da die Portugiesin üblicherweise wegen ihres lauten Gestöhnes kritisiert wird. Zudem zelebriert sie ihre Punktgewinne übermässig. Williams war darob ziemlich angefressen. Deshalb zeigte sie, dass auch sie laut stöhnen , laut "Come on" schreien und massiv die Faust ballen kann. Nach ihrem Sieg machte sie noch einen Hofknicks vor Publikum. Ich dachte zuerst, dass dies eine abschätzige Geste gegenüber Publikum sei, weil es nur ihre Gegnerin unterstützt hatte. Doch Serena tat dies in der Folge nach jedem Match. Wenn sie für den Besuch der Queen schon fleissig geübt hatte, dann wollte sie ihren Hofknicks doch auch öfters mal zeigen.

Dominika CibulkovaDominika Cibulkova
Serena Williams - Dominika Cibulkova
Dominika Cibulkova arbeitet seit kurzem mit Zeljko Krajan (Bild 3) zusammen, nachdem die in einer veritablen Krise steckende Dinara Safina ihre Zusammenarbeit mit dem Kroaten beendet hatte. Er hatte die Russin bis an die Weltranglistenspitze geführt. Allerdings wurde Krajan mit Safina auch defür bekannt, dass er sie beim On Court-Coaching, welches auf der WTA-Tour erlaubt ist, auch schon mal ordentlich zusammengestaucht: Warum spielst du dies? Warum tut du das? - Bei Cibulkova scheint die Zusammenarbeit zu fruchten. Sie wirkt sehr motiviert und mit viel Selbstvertrauen ausgestattet.
Vater Richard Williams schaute sich auf Court 18 das Einspielen Cibulkovas vor dem Match gegen Serena an. Er blieb dann noch etwas sitzen (Bild 7) und sah die ersten Games der Partie Kvitova-Azarenka. Da hatte er ein gutes Näschen, traf seine Tochter im Halbfinale doch auf Kvitova.

Dominika CibulkovaDominika CibulkovaLucie SafarovaLucie SafarovaDominika Cibulkova
Dominika Cibulkova - Lucie Safarova
Die vielen Tschechen und Slowaken auf den Zuschauerrängen brachten ordentlich Stimmung in dieses Derby. Safarova erfreut sich in diesem Jahr wie ihr Freund Tomas Berdych einer starken Form und hatte sich in der Weltrangliste seit Jahresbeginn von Rang 40 auf 26 verbessert. Zum Wimbledon-Finale wie für Berdych reichte es ihr dann aber doch bei weitem nicht. Auf Rasen hätte ich sie stärker eingeschätzt als Cibulkova. Doch die Nummer 46 der Welt zeigte eine kämpferische und starke Leistung. So konnten letztendlich die slowakischen Fans jubeln.


Venus Williams - Ekaterina Makarova
Makarova hatte in der Woche vor Wimbledon beim Turnier in Eastbourne als Qualifikantin mit fünf Siegen über Top 20-Spielerinnen (Pennetta, Petrova, Kuznetsova, Stosur und Azarenka) ihren ersten WTA-Titel gewonnen. Doch gegen Williams wurde sie im ersten Satz gleich mit 0:6 abgefertigt.

 

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