USA Xmas-Sport 2008

zurück zur Übersicht         Last updated: 31.12.2010

NFL Jacksonville Jaguars @ Baltimore Ravens   M&T Bank Stadium, Washington D.C.   26. Dezember 2008

 

Jacksonville Jaguars (5-10) at Baltimore Ravens (10-5), M&T Bank Stadium, 28.12.2008:
Nur mit einem Sieg sichern sich die Ravens den letzten Play Off-Platz in der AFC-Conference.

In dieser letzten Runde der Regular Season werden die restlichen Plätze für die Play Offs vergeben. Zwei knappe Niederlagen in dieser Saison im direkten Duell gegen die Pittsburgh Steelers mit Ben Roethlisberger kosteten Baltimore den Gruppensieg in der AFC North-Division, was die direkte Play Off-Qualifikation bedeutet hätte. Dank Rookie-Quarterback Joe Flacco zeigt sich Baltimore nach einem schwachen 2007 in dieser Saison wieder erstarkt. Dank einem Sieg über Jacksonville könnte man sich aus eigener Kraft den zweiten Wild Card-Platz für die Play Offs in der AFC-Conference sichern.
Die Jacksonville Jaguars hatten sich im letzten Jahr für die Play Offs in der AFC qualifiziert. Herausragend war dabei das Running Game der Jaguars mit Fred Taylor und Maurice Jones-Drew. Für die beiden Running Backs sowie das gesamte Team verlief die heurige Saison aber enttäuschend.
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Ravens gewinnen 27:7
Video der Matchhighlights auf NFL.com


Ravenstown
Ich war spät dran und hetzte kurz vor 13 Uhr in Richtung Stadion. Erstaunlich wie viele Fans in violett mir da entgegenkamen. Hatten die etwa alle kein Ticket und trafen sich in der Sportsbar vor dem TV? Auf den Parkplätzen um das Stadion: Das grösste Barbeque, das ich je gesehen habe!?
Kurz darauf war mir alles klar. Das Spiel war aufgrund des flexiblen Spielplans am letzten Spieltag der Regular Season auf 16:15 Uhr verschoben worden. Ich hatte davon leider nichts mehr mitgekriegt und vertrieb mir die Zeit nun also wohl oder übel auf dem Ravenswalk. Ausserdem war ich damit beschäftigt, meinen Rucksack zu leeren und irgendwo zu deponieren. Den darf man nämlich nicht mit ins Stadion nehmen... Als ich ihn nach dem Spiel wieder holen wollte, war er natürlich weg.
Aber eben, die vielen Fans um das Stadion hatten dann doch alle ein Ticket. Immerhin fasst das Stadion ja auch 70'000 Zuschauer.


Einmarsch
Cheerleader haben sogar eigene Autogrammkarten. Das war mir neu. Habe mir aber keine geholt. Während dem Singen der Nationalhymne, bei dem die Ravens-eigene Marschmusik sowie US-Kriegsveteranen Spalier standen, wurde auf dem grossen Bildschirm sogar der Text eingeblendet (Bild 2). Na das nenne ich mal Service. Der Teameinmarsch war eine richtige Show. Die Teamleader, auf den Bildern 4 und 5 Ed Reed, wurden einzeln präsentiert.


Cheerleaders
Ich schwöre, ich hatte nicht gewusst, dass die Cheerleaders genau vor meiner Nase herumtanzen würden. Aber die athletischen Teams waren wirklich eine grosse Nummer. Es gab je zwei Athletikgruppen und zwei Tanzgruppen. Pro Spielviertel bekam man eine andere Gruppe vorgesetzt. Wobei diejenigen, bei denen die Mädels durch die Luft gewirbelt wurden, natürlich viel unterhaltsamer waren. Je erfolgreicher das Heimteam spielt, desto mehr Einlagen gibt es zu sehen.


Match
Dass die Ravens in den Play Offs stehen, haben sie in erster Linie ihrer Verteidigung zu verdanken. Die Anführer sind dort Ray Lewis mit der Nummer 52 und Ed Reed mit der 20. Reed gelangen in dieser Partie die einzigen zwei Interceptions. Das heisst, er konnte einen Pass des gegnerischen Quarterbacks abfangen. In dieser Statistik hat er 2008 sogar über die gesamte NFL gesehen die Nase vorn. Die 70'000 Zuschauer riefen dann jeweils ganz laut "Reeeeeeeeeed", wie man es hier in Europa von Manchester United und "Ruuuuuuuuuud" Van Nistelrooy kennt. Rookie-Quarterback Joe Flacco mit der 5 wurde viel Druck von den Schultern genommen, indem die Offensive vielfach über den Running Back Le'Ron McClain mit der 33 agierte. Das heisst, der Ravens-Angriff rannte mit dem Football öfters nach vorne, als dass sie ihn zu passen versuchten. Ein Touchdown von McClain ist auf Bild 3 festgehalten. Wie das Laufspiel funktioniert, zeigte auch Jacksonville's Maurice Jones-Drew mit der 23.
Lärm machen die Fans vor allem dann, wenn die gegnerische Mannschaft den Ball hat. Dann kam die vom Ausrüster Under Armour passend gesponsorte Einbledung "Protect this House". Es ist deshalb sinnvoll, vor den Spielzügen der Gegner laut zu schreien, damit diese untereinander ihre Anweisungen zum nächsten Spielzug nicht richtig verstehen oder den Startzeitpunkt nicht richtig abstimmen können. Zu einer Fehlstartorgie schrieen die Ravens-Fans die Jaguars, als diese nahe ihrer eigenen 0 Yard-Linie in der Offensive waren (Bild 4). Als Gegenteil dazu gab es sogar die Einbledung "ssshhhhhhh... Offense at work" zu lesen.
Baltimore musste dieses Spiel unbedingt gewinnen. Ansonsten hätten ihnen die New England Patriots mit ihrem Sieg gegen Buffalo den letzten Play Off-Platz weggeschnappt. Ausser dem einzigen Touchdown der Jaguars im ersten Viertel zum 3:7 aus Sicht des Heimteams hatten die Ravens aber alles im Griff.

 

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