WTA Portoroz 2010

zurück zur Hauptseite         Last updated: 21.12.2013

alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Anna Chakvetadze, Johanna Larsson, Polona Hercog, Ksenia Pervak, Vera Dushevina, Anastasia Pavlyuchenkova, Stefanie Vögele, Anastasiya Yakimova, Marina Erakovic, Jelena Jankovic
23.-25. Juli 2010


WTA Portoroz
Das Turnier erinnerte mich an Dubai, obwohl es mit 220'000$ nur ein Neuntel so hoch dotiert ist wie das Wüstenturnier. Ich fand vier Übereinstimmungen: Die Aussenplätze sind einfach da, weil es Aussenplätze braucht. Die sehen aus wie im Tennisclub von nebenan. Gleich neben dem Tennisstadion gab ein Restaurant, dass schnell zu meinem Stammlokal wurde. In Dubai war es ein Italiener, hier in Portoroz ein Mexikaner. Das Turnier existiert vor allem dank genügend flüssigen Mitteln. Mit den Petrodollars in den Emiraten lassen sich allerdings grössere Sprünge machen als mit dem Geld aus Tourismus und von den Casinos an der slowenischen Adriaküste. Zu guter letzt regnete es an jedem der drei Tage. Genau wie in Dubai.
Zwei meiner drei Lieblingsspielerinnen hatten sich für das Viertelfinale am Freitag in Portoroz qualifiziert. Vögele bereits am Mittwoch-, Larsson erst am Donnerstagabend. Zu diesem Zeitpunkt fiel dann mein definitiver Entscheid, den Motor anzuwerfen. Nach etwas vorgeholtem Schlaf und einer nächtlich-morgendlichen Fahrt von 2:40 Uhr bis 10:45 Uhr traf ich in Slowenien ein und baute mein Zelt auf dem Campingplatz auf. Das ist alleine gar nicht so einfach, hat letztendlich aber doch gut geklappt. Das Finale am Sonntagabend hatte ich nicht auf meiner Rechnung, da ich am Montagmorgen wieder zur Arbeit musste. Ich blieb dann aber natürlich für das Endspiel mit schwedischer Beteiligung. Mit dem Regenguss vor dem Endspiel und der Verzögerung hatte ich natürlich nochmals nicht gerechnet. Nach einer Heimfahrt von 23:35 Uhr bis 08:40 Uhr inklusive knappen zwei Stunden Schlaf war ich dann zu Hause. Ein kurzer Sprung unter die Dusche und ab zur Arbeit! Ein sehr lohnenswertes langes Wochenende.

Einzel
 1. Runde  2. Runde  Viertelfinale  Halbfinale  Finale
 Anastasiya Yakimova (Q) -
 Masa Zec Peskiric
 3:6 6:2 6:3
 Anastasiya Yakimova (Q) -
 Jelena Jankovic (1)
 1:6 6:3 1:0 ret.
 Ksenia Pervak -
 Anastasiya Yakimova (Q)
 6:2 2:6 6:1
 Johanna Larsson -
 Ksenia Pervak
 6:2 1:0 ret.
 Anna Chakvetadze -
 Johanna Larsson
 6:1 6:2
 Ksenia Pervak -
 Dominika Cibulkova (5)
 6:1 6:3
 Ksenia Pervak -
 Alexandra Panova (Q)
 6:2 7:5
 Anastasia Pavlyuchenkova (3) -
 Alberta Brianti
 7:5 6:1
 Anastasia Pavlyuchenkova (3) -
 Rossana De Los Rios
 6:3 6:0
 Johanna Larsson -
 Anastasia Pavlyuchenkova (3)
 6:3 6:2
 Johanna Larsson -
 Sofia Arvidsson (8)
 7:6 6:2
 Johanna Larsson -
 Maria Elena Camerin
 7:5 6:1
 Vera Dushevina (6) -
 Anna Lapushchenkova
 2:6 6:3 6:3
 Vera Dushevina (6) -
 Virginie Razzano
 4:6 7:5 6:2
 Anna Chakvetadze -
 Vera Dushevina (6)
 2:6 6:3 7:5
 Anna Chakvetadze -
 Polona Hercog (7)
 0:6 6:2 6:2
 Anna Chakvetadze -
 Ekaterina Makarova
 6:4 6:1
 Anna Chakvetadze -
 Sara Errani (4)
 6:1 6:2
 Polona Hercog (7) -
 Elena Bovina (Q)
 6:3 6:3
 Polona Hercog (7) -
 Katarina Srebotnik (W)
 6:4 6:7 6:3
 Polona Hercog (7) -
 Stefanie Vögele
 7:5 7:5
 Stefanie Vögele -
 Petra Kvitova (2)
 7:5 6:2
 Stefanie Vögele -
 Tamira Paszek (W)
 7:5 6:4

 

Anna ChakvetadzeJohanna Larsson, Anna ChakvetadzeJohanna Larsson, Anna ChakvetadzeJohanna Larsson, Anna Chakvetadze
Anna Chakvetadze - Johanna Larsson
Zuvor hatte Larsson an einem WTA-Turnier noch nie mehr als eine Partie gewinnen können. Nun stand die 21-jährige nach vier Siegen in Folge im Finale. Übermässig nervös war sie wohl nicht. Dennoch verlief das Spiel nicht nach ihren Vorstellungen. Chakvetadze hatte ihr Auftaktgame problemlos gehalten. Da ging sie konsequent über Larssons Rückhand. Larsson glich anschliessend zum 1:1 aus. Doch die 23-jährige ehemalige Weltranglistenfünfte aus Moskau spielte ihre Schläge zu konstant und mit einer wunderbaren Länge in die Ecken. Larsson konnte nicht mehr punkten und verkrampfte mehr und mehr. 1:6 das Resultat aus schwedischer Sicht.
Der Start in den zweiten Satz gelang Larsson mit dem Aufschlaggewinn erneut. Vom 1:0 zum 1:5 dominierte Chakvetadze das Match aber weiterhin. Immerhin blieb die Schwedin mit dem Aufschlaggewinn zum 2:5 im Match. Mit dem Rücken zur Wand erspielte sie sich im folgenden Game dank mutigen Gewinnschlägen ein 0:40. Es waren ihre ersten Breakbälle der Partie. Doch sinnbildlich für die gesamte Begegnung wehrte Chakvetadze alle drei Breakbälle ab und schloss das Match dank fünf Punktgewinnen in Folge nach nur 61 Minuten ab. Von 21 zweiten Aufschlägen hat Larsson übrigens nur drei Punkte gewonnen.
Jetzt kann man die klare Niederlage dem Finale in die Schuhe schieben. Doch ich bin mir sicher, dass Larsson solche Niederlagen gegen starke Gegnerinnen auch schon unzählige Male in früheren Runden erlebt hat. Ich denke, sie hat das im Interview nach dem Finale richtig analysiert: "
Anna played really well today. I did everything I could. ... I wasn't really nervous. It was my first final but I was relaxed. I thought I could win but it didn't happen. It was my first final and I'm happy with how things went here." (© Sony Ericsson WTA Tour)
Das Finale war eine klare Angelegenheit für Chakvetadze. Im Viertelfinale gegen Dushevina allerdings hatte sie zwei Matchbälle gegen sich zu überstehen. Im Halbfinale gegen Hercog verlor sie den ersten Satz glatt mit 0:6. In ihrer Siegesansprache irritierte mich ihre Antwort auf die Frage nach ihrer Woche hier in Portoroz. Sie sei als eine der letzten Spielerinnen in das Hauptfeld aufgenommen worden. Deshalb hätte sie nicht mit einem Turniersieg rechnen können. Aber in der Tat war die Russin mit Rang 103 (neu: 73) sogar hinter ihrer Finalgegnerin auf Rang 84 (neu: 66) klassiert. Sie ergänzte dann noch, dass sie im nächsten Jahr gerne wiederkommen und ihren Titel verteidigen werde, sofern die Veranstalter sie wieder haben wollen. Den zweiten Satzteil hätte sie sich sparen können.


Piran (Bilder 1-8), Izola (Bilder 9-11)
Das Prunkstück der knapp fünfzig Kilometer langen slowenischen Küste ist Piran. Gleich nördlich von Portoroz gelegen, joggte ich am Samstagmorgen dorthin. Irgendwie muss man die langen erholsamen Tage ja überstehen, wenn das Tennis erst spät nachmittags beginnt. :-) Das Erklimmen der piran'schen Stadtmauer ist den Ausblick wert.
Mitte Juli ist Hochsaison im Mittelmeerraum. In Portoroz waren die Strände, Restaurants und Promenaden zwar gut besucht bis voll, aber gewiss nicht übervoll.


Anna Chakvetadze - Polona Hercog
Als einzige gesetzte Spielerin unter den letzten Vier und mit zwei Aussenseiterinnen im anderen Halbfinale war Hercog die Favoritin auf den Titelgewinn beim Heimturnier. Mit einem glatten 6:0 unterstrich die 19-jährige aus Maribor ihre Favoritenrolle. Chakvetadze senkte danach ihre Fehlerquote und zog ihr typisches Spiel mit langen, flachen Bällen an die Grundlinie und in die Ecken auf. Da musste Hercog mit ihrer kraftvollen Vorhand dagegenhalten. Ihr Coach Kuharszky jedoch riet ihr, hohe Bälle einzustreuen. Die Slowenin schaute ihn zu Beginn des dritten Satzes mit fragendem Blick und einem nach oben gehobenen Zeigefinger an. Wenn sich die Spielerin mit der Taktik nicht wohlfühlt, dann wird es natürlich schwierig. Da haben wir wieder das Problem, dass sie zu einer so kompletten Spielerin ausgebildet wird, dass sie über sehr viele - manchmal noch zu viele - Möglichkeiten verfügt.
So setzte sich mit Chakvetadze diejenige Spielerin durch, die als einzige der Halbfinalistinnen bereits WTA-Turniersiege auf dem Konto hat. Bei ihr sind es deren sieben. Den letzten errang sie im Februar 2008 in Paris. Zugeschaut hat bei ihrem Halbfinale auch Marina Erakovic (Bild 9). Später am Abend traten Erakovic/Chakvetadze noch im Doppelfinale an, welches sie im Match Tie-Break gegen Uhlirova/Kondratieva verloren.

Johanna Larsson
Johanna Larsson - Ksenia Pervak
Im Gegensatz zum Viertelfinale funktionierte die Rückhand bei Larsson diesmal sehr gut, wenn sie sie denn überhaupt spielen musste. Denn die 19-jährige Linkshänderin Pervak nutzte diese Option viel zu wenig. Das ist der Vorteil, den die unbekannte Larsson auf der WTA-Tour im Moment noch hat. Wissen die Gegnerinnen erst, wie die Schwedin zu knacken ist (nämlich über ihre Rückhand), dann werden sie ihr den Zahn ziehen. Aber auch Larsson kann darauf in Zukunft natürlich Antworten suchen und finden. So umlief die Schwedin viele Bälle und machte mit ihrer eingesprungen Vorhand unglaublichen Druck. Sie strotzte vor Selbstvertrauen. Dass Pervak zu Beginn des zweiten Satzes aufgrund einer Verletzung an der Schlaghand aufgab, konnte den Glanz des Sieges nicht trüben. Larsson war in diesem Match die bessere Spielerin gewesen. Sie ist übrigens die einzige Spielerin, die ich kenne, die von Spiel zu Spiel die Farbe ihrer Kleidung wechselt. Ausserdem gibt sie dem Netzposten jedesmal eins mit, wenn sie nach dem Aufstehen von der Bank auf die andere Seite wechselt.

Anna ChakvetadzeAnna ChakvetadzeVera Dushevina
Anna Chakvetadze - Vera Dushevina
Das russische Duell war eine zähe Angelegenheit. Sehr umkämpft, mit langen Ballwechseln und vielen Breaks. Dushevina konnte im dritten Satz bei 5:3 zum Matchgewinn retournieren. Da war die Chance bei diesem Duell mindestens gleich hoch, wie wenn man zum Matchgewinn servieren kann oder muss. Doch Chakvetadze kam heran. Bei 5:4 wehrte sie sogar zwei Matchbälle ab. Die letzten elf Punkte des Matches gingen dann allesamt an die spätere Siegerin. Ein richtiges auf und ab.
Früher war der Centre Court ein Sandplatz. Die Aussenplätze gab es nicht. An ihrer Stelle standen Basketballfelder. Das sah ich auf alten Postkarten, die es an den Kiosks noch zu kaufen gab. So lange kann das also noch nicht her sein. Die Basketballkörbe (Bild 3) hängen immer noch. Das WTA-Turnier in Portoroz wird seit der ersten Austragung im Jahr 2005 aber auf Hartplatz ausgetragen.

Johanna LarssonAnastasia PavlyuchenkovaJohanna Larsson
Johanna Larsson - Anastasia Pavlyuchenkova
Da sieht man, dass Larsson eigentlich zu wenig Power hat für Pavlyuchenkova. Vor allem mit der Rückhand ist Larsson zu langsam und zu kurz. Die Russin hielt sie auch auf selbiger. Doch Larsson schaffte das erste Break der Partie zum 4:2. Nun verliess Pavlyuchenkova etwas ihre Linie, um ein besseres Gefühl zu kriegen. Ihr natürliches Spiel ist es, voll draufzuhalten und die Bälle links und rechts zu verteilen. Das tat sie nun vermehrt und vernachlässigte damit ihren Plan, Larssons Rückhand zu malträtieren. Die Schwedin ist defensiv eine beherzte Kämpferin und brachte dank starker Laufarbeit viele Bälle zurück. Pavlyuchenkova unterliefen schliesslich die Fehler. Hatte Larsson die Bälle auf der Vorhand, konnte auch sie Gewinnschläge anbringen.
Bereits bis zum ersten Break der Partie waren die Games umkämpft gewesen. Nun aber folgten einige Breaks. Pavlyuchenkova schaffe das Re-Break zum 4:3, doch Larsson schlug mit 5:3 umgehend zurück und hielt danach ihren Service zum Satzgewinn. Im zweiten Satz verlor Pavlyuchenkova völlig ihren Rhythmus und lag schnell mit 0:4 zurück. Erst in den letzten beiden Aufschlagspielen deutete sie ihr Potential an, indem sie drei Asse schlug. Zuvor war ihr in der ganzen Begegnung keines gelungen.
Mit nur 3 Punktgewinnen aus 21 zweiten Aufschlägen wies die Russin ohnehin eine schwache Bilanz auf. Nie zuvor hatte Larsson einen Sieg über eine so hoch klassierte Spielerin erringen können. Pavlyuchenkova wird auf Weltranglistenposition 31 geführt.


Polona Hercog - Stefanie Vögele
Das war ein sehr guter Schachzug von Coach Ivo Werner, seinen Schützling beim zweiten Aufschlag Hercogs einen Meter ins Feld vorrücken zu lassen. Oftmals machen das Spielerinnen nur zur Verwirrung der Gegnerinnen und trippeln danach zurück, um den Aufschlag auf Grundlinienhöhe zu spielen. Aber Vögele hielt ihre Position weit vorne. Konnte sie auch. Denn sie Kickaufschläge von Hercog haben etwas zu wenig Tempo. So konnte Vögele dank dem frühen Treffzeitpunkt Druck machen und die Bälle erst noch auf einer angenehmen Höhe spielen. Damit legte die 20-jährige Aargauerin einen Blitzstart zum 4:1 hin.
Da sind wir wieder bei den (zu) vielen Möglichkeiten im Spiel der Polona Hercog, die erst aussortiert werden müssen.
Die Konzentrationsphase ist bei Hercog jeweils auch in der Aufschlagvorbereitung gut zu sehen. Ihrem Bauch sind die starken Atembewegungen anzusehen, mit denen sie ihren Puls tief und die Konzentration hoch hält. Als die 19-jährige Slowenin ihre Möglichkeiten dann aussortiert hatte, erkor sie den Rückhandslice cross zu ihrer Hauptwaffe. Da müssen aus meiner Sicht bei Vögele als Gegenmittel die Longlinewinner kommen. Doch sie spielte unzählige Crossrallies sowohl auf der Vor- wie auf der Rückhand mit, obwohl dabei kaum etwas heraussprang. Zum geplanten Gegenmittel der Schweizerin wurden dann die hohen Bälle auf Hercogs Rückhand. Da kann die Slowenin keinen Slice mehr anbringen und ihre Rückhand verpufft oft in einem drucklosen, zu kurz gespielten Top Spin-Ball. Das wäre eine mögliche Lösung für die Aufgabenstellung. Doch Vögele fühlte sich mit diesem Schlag nicht sehr wohl. Blieben also nur noch die Longlinewinner. Die gelangen ihr zu Beginn des zweiten Satzes, als sie nach Breakrückstand von 0:1 auf 2:1 vorlegen konnte. Ingesamt unterliefen Vögele aber auch zu viele unerklärliche Vorhandfehler, die auf halber Höhe im Netz landeten. Von drei Vorhandcrossbällen nacheinander gelangen ihr beispielsweise zwei und den dritten Schlag setzte sie voll ins Netz.
Vögeles Resultat in Portoroz mit dem Erstrundensieg über die Wimbledon-Halbfinalistin Kvitova ist das beste der ganzen Saison. Dennoch purzelte sie trotz Viertelfinalteilnahme in der Weltrangliste von Platz 98 auf 110 und damit aus dem elitären Kreis der Top 100-Spielerinnen. Im Vorjahr hatte sie in Portoroz das Halbfinale - ihr bislang einziges auf der WTA-Tour - erreicht. Diese Punkte fielen nun aus der Wertung. Mit einer 3:15-Bilanz in WTA-Hauptfeldern konnte sie dieses Jahr wahrlich noch nicht mit der grossen Kelle anrühren.

Anastasiya YakimovaKsenia Pervak
Ksenia Pervak - Anastasiya Yakimova
Pervak versuchte ihre Gegnerin wegzuschiessen. Yakimova hielt mit Slice- und Top Spin-Bällen, die zuweilen schon fast Mondballhöhe erreichten, dagegen. Doch das reichte nicht aus. Warum die in Tscheljabinsk geborene Pervak den zweiten Satz so klar verlor, bleibt hier unbeantwortet. Denn nach dem einsetzenden Regen zu Beginn des zweiten Satzes ging ich kurz zu "Papa Chico", wo ich mein mexikanisches Abendessen genoss. Bei meiner Rückkehr befanden wir uns bereits im dritten Satz und Pervak gab wieder den Ton an.
Da die Matches in Portoroz jeweils erst spät nachmittags (am Freitag um 16 Uhr, Samstag um 18 Uhr und Sonntag um 20 Uhr) begannen, hätten Regengüsse der ganzen Geschichte einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen können. Tagsüber war es nämlich immer schön und heiss gewesen. Zu heiss allerdings, wenn man den Spielerinnen und Zuschauern, die gleichzeitig auch Strandgänger sind, entgegenkommen will. Abends zogen dann die Gewitter auf. Doch im Notfall könnte man Open End bis weit in die Nacht hinein oder dann am nächsten Morgen spielen, da alle Beteiligten danach ohnehin bis zum nächsten Nachmittag frei haben.

Jelena JankovicJelena Jankovic
Jelena Jankovic
Im letzten Jahr hatte sich Portoroz erstmals einen ganz grossen Namen für das Turnier geleistet. Die Weltranglistenerste Safina war verpflichtet worden. Die Russin wurde mit dem Turniersieg ihrer Favoritenrolle gerecht. Dieses Jahr war die Weltranglistenzweite Jankovic das grosse Aushängeschild des Turniers. Ausser Safina und Jankovic war in der insgesamt sechsjährigen Turniergeschichte nie eine Spielerin angetreten, die zum Turnierzeitpunkt höher als auf Rang 19 klassiert gewesen war.
Für so einen Star nimmt man als Organisator viel Geld in die Hand. Ein definitives Lob gilt dem hieb- und stichfesten Vertrag, der mit der Serbin geschlossen wurde. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, dass sie ihr letztes Spiel bereits am Mittwoch bestritten hatte und am Samstag noch für eine Autogrammstunde präsentiert werden konnte. Die 25-jährige hatte aufgrund einer Fussverletzung aufgeben müssen.

 

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